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„Braut“

Di­gi­ta­les Wör­ter­buch der deut­schen Spra­che

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Braut, die

Grammatik

Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Braut · Nominativ Plural: Bräute

Bedeutungen

  1. 1. Frau an ihrem Hochzeitstag
  2. 2. Frau, die einer Person versprochen hat, sie zu heiraten
    1. ● [salopp, häufig abwertend] (mögliche) Geliebte

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WAHRIG Deutsches Wörterbuch

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Braut

1 Verlobte (besonders am Hochzeitstag)
2 ⟨Jugendspr.⟩ Mädchen, Frau
● ~ Christi ⟨Rel.⟩ Nonne; ~ werden sich verloben, bald heiraten; auf der Party liefen ein paar heiße Bräute herum ⟨Jugendspr.⟩ ; ~ in Haaren ⟨Bot.⟩ im Mittelmeergebiet verbreitete Hahnenfußart mit hellblauen, von einer vielteiligen Hülle umgebenen Blüten: Nigella damascena; Gretel im BuschJungfer im BuschJungfer im GrünenTürkischer Schwarzkümmel
[←ahd. brut, engl. bride, got. bruÞs „Schwiegertochter“ ←germ. *bruÞi- „Neuvermählte, besonders am Hochzeitstag“]

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Schweizerisches Idiotikon

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Brūt

Bedeutungen

  1. 1. Neuvermählte, junge Frau, nur in den Verbindungen, '[als] ein br. bi eim ligen, in einer br. wis von eim ufstan', als stereotype Formeln bei der Festsetzung der Morgengabe in Ehebriefen
  2. 2.
  3. a) auch Dim. «Brǖtli», Verlobte, Braut
  4. b) «eⁿ geistlichi Br.», bei der Primiz
  5. c) mit üblem Nebensinne, vgl. die mhd. Bed. Beischläferin
  6. 3. Hochzeit
  7. 4. 'der metzgeren br.', Bezeichnung einer am jährlichen Umzug der Metzger im alten Zürich auftretenden Maske, dann des Umzuges selbst
  8. 5. im Kartenspiel 'Trent(n)en' (s. d.) Bezeichnung für die Kombination von Ober und König oder von Ober und Under
  9. 6. 'Brūteli, ein niedlich gekleidetes, schmuckes Mädchen'
  10. 7. Pflanzenn.
  11. a) Pflanzenn., «Br. im Grüeneⁿ», türkischer Schwarzkümmel, nig. Damasc.
  12. b) Pflanzenn., Aronstab, arum mac.
  13. 8.
  14. a) Butterbrot
  15. b) kleiner Butterballen, -stock von 1‑2 Pfd Gewicht
  16. 9. «d'Brūt über Sēʷ (jageⁿ, wërfeⁿ)», «Brǖtli macheⁿ», flache Steinchen oder Scherben so über die Oberfläche eines Wassers schleudern, dass sie wiederholt abwechselnd das Wasser berühren und wieder aufhüpfen, über dasselbe hin tanzen. Ein weit verbreitetes Spiet von der Jugend oft als Wettspiel getrieben.

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Goethe-Wörterbuch

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Braut

Eintrag

  1. Braut etwa 190 Belege; auch als Apposition meine Schwester B. B2,110,12 JFahlmer 18.10.73 Prinzeß B. B26,61,11 August 6.8.15
    1
    a zur künftigen Gattin Erwählte, durch Eheversprechen Verlobte: in der Zeit der Wahl u Werbung (auch unter Mitwirkung der Eltern) Denn an der B., die der Mann sich erwählt, läßt gleich sich erkennen, | Welches Geistes er ist, und ob er sich eigenen Werth fühlt HermDor IX 82 sein gegen ihre Eltern zwar ausgesprochnes, doch .. nur hoffnungsvolles Werben .. die äußern nun von der Welt als bekannt angenommenen Verhältnisse .. Sie war so oft B. genannt worden, daß sie sich endlich selbst dafür hielt, und weder sie noch irgend jemand dachte daran, daß noch eine Prüfung nöthig sei, als sie den Ring mit demjenigen wechselte, der so lange Zeit für ihren Bräutigam galt 20,325,28 Wv II 10 WunderlNachbarsk Die B. von Corinth. | .. Beide Väter .. | Hatten frühe schon | Töchterchen und Sohn | B. und Bräutigam voraus […]

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Literatur zur Wortforschung

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15 Einträge gefunden

  • Bergmann, R.: 1968.
  • Braune, W.: Nachträge zur 'Braut', 1907.
  • Bugge, S.: Etymologische Studien über germanistische Lautverschiebung, 1888.
  • Domaszewski, A. von: Das Wort 'Braut' in lateinischen Inschriften, 1893.
  • Gundermann, G.: Das dt. Wort 'Braut' bei Römern und Griechen, 1901.
  • Helten, W. L. v.: Zur Etymologie von 'Braut', 1909.
  • Hirt, H.: Grammatisches und Etymologisches, 1897.
  • Kluge, F.: Zur deutschen Etymologie, 1909.
  • Kuen, H.: Verwandtschaftsbegriffe und Zweisprachigkeit. Zum Bedeutungswechsel von germ. 'brūþ' 'Neuvermählte' zu roman. 'brut' 'Schwiegertochter', 1968.
  • Langen, A.: Der Wortschatz des deutschen Pietismus, 1954.
  • Lindquist, A.: Wortstudien, 1954.
  • Saran, F.: Das Übersetzen aus dem Mittelhochdeutschen: eine Anleitung für Studierende, Lehrer und zum Selbstunterricht, 1957.
  • Schöner, G.: Spezialidiotikon des Sprachschatzes von Eschenrod (Oberhessen). Veranschaulichung des gesamten Sprachmaterials, Diss, 1903.
  • Trier, J.: 'Vater'. Versuch einer Etymologie, 1947.
  • Uhlenbeck, C. C.: Zur gotischen Etymologie, 1902.

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