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Privileg

Privileg beziehungsweise Privilegium ist seit dem Mittelhochdeutschen bezeugt. Die Ausgangsbedeutung ›Urkunde, schriftliche Ausfertigung der Rechtsbegünstigung‹ steht in der Wortgeschichte eher im Hintergrund. Dominant und als metonymische Übertragung zu werten tritt dagegen die Lesart ›Vorrecht, Ausnahmerecht‹ mit unterschiedlichen Bedeutungsnuancen hervor. Eine Neubewertung von Privileg erfolgt im 19. Jahrhundert. Seitdem ist die Verwendung vorwiegend bildungssprachlich und das Wort als ein besonderes Vorrecht oder eine besondere Vorteilsstellung, die einer Person oder Gruppe aufgrund bestimmter Umstände oder Eigenschaften zukommt, zu verstehen.

Deutsches Wörterbuch

exit_to_app von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm

ungemach

gth. von gemach II. es handelt sich im nhd. nur um dürftige reste einer reichen alten entwicklung. ahd. ungimah (zur bedeutung s. gemach I 2 a); adv. ungimahho; ags. ungimæc dispar; as. ungimak infestus; mhd. ungemach (dazu Paul in den beitr. 2, 533, Socin namenb. 495); adv. ungemache; mnd. ungemak; mnl. ongemac (wb. 5, 608). 'úngemāch ein im hd. völlig veraltetes wort' Adelung; 'heiszt jetzt ungemächlich' Heynatz antib. 2, 521. vgl. ungemächlich, -gemachsam, -gemacht, -gemachtlich. gth. von gemach II 1 e: bösz essen und trincken, ungemach läger Luther 1, 700, 22 W.; wie ungemach subst. 1 c: viel sagten ... dasz ein frommer mann durch ihren (der tugend) rechten schein im ochsen Phalaris auch selig könne sein. hergegen andere, so dieses können mercken, das etwas, so besteht in ungemachen wercken, in angst und todes noth, in diesem was verletzt, ein glücke für sich selbst nicht köndte sein geschätzt, geurtheilt haben ... Opitz 4, 316 (H. Grotius v. d. wahrheit d. chr. religion). als adj. (adv.) zweifelhaft und vielleicht als subst. empfunden: zu viel essen thut dem leib ungemach Petri 2, O o o Iᵛ. nd. unmak, onmak, unmaklich unwohl, unbehaglich Frischbier 2, 423ᵃ. 45ᵇ. mnd. unmaksam; nl. onmakkelijk. —

Fremdwörter

exit_to_app aus: Deutsches Fremdwörterbuch

desolat

Adj., seit späterem 16. Jh. nachgewiesene Entlehnung aus lat. desolatus ‘vereinsamt, verödet’ (Part. Perf. von desolare ‘verwüsten, zerstören; trostlos machen, betrüben’, eigentlich ‘einsam, öde, wüst lassen, verlassen’, zu solus ‘allein, einsam; öde’; → Solo).

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Das Zentrum für digitale Lexikographie der deutschen Sprache hat zum Ziel, die deutsche Sprache in Gegenwart und Geschichte umfassend und wissenschaftlich verlässlich zu beschreiben. In Form dieses Portals bietet es Zugriff auf umfangreiche gegenwartssprachliche und historische Wortinformationen. Diese reichen von der Darstellung der Schreibweise, der Grammatik und der Bedeutungen eines Begriffs über die seiner typischen Verbindungen bis hin zur Beschreibung seiner Frequenz und Bedeutungsentwicklung. Die Suchergebnisse werden übersichtlich auf einer Ergebnisseite präsentiert, von wo aus die individuellen Ressourcen angesteuert werden können. Die ZDL-Portalseite befindet sich im Aufbau. Weitere Dienste und Ressourcen der Akademien und weiterer Projektpartner werden im Laufe des Projekts eingebunden.

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