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Suffragette

Als Suffragetten werden Frauen bezeichnet, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts für das Frauenwahlrecht kämpfen. Die Bildung ist seit 1906 zunächst im Englischen, bald darauf auch im Deutschen bezeugt. In der damaligen Berichterstattung über die Aktionen der für das Wahlrecht kämpfenden Frauen wird das Wort abwertend und spöttisch verwendet. Von den Aktivistinnen selbst wird Suffragette jedoch alsbald in affirmativer Aneignung als positive Selbstbezeichnung gebraucht. Heute wird das Wort fast ausschließlich historisierend verwendet, doch ist in der Mitte des 20. Jahrhunderts eine Bedeutungserweiterung zu ›Frauenrechtlerin‹ zu beobachten.

Deutsches Wörterbuch

exit_to_app von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm

leibfall

1) hinfall der persönlichen, namentlich besitzrechte eines leibeigenen bei seinem ableben, und die abgabe die seine angehörigen für übertragung solcher rechte auf sich an den herrn zu entrichten haben: item me ist recht und herkomen, daʒ alle die menschen und lüte, es sigent manne knaben frauwen und dochtere, die über xiiij jare alt, und zu yren tagen kommen sint, yre yglichs nach synem tode dem gotzhuse zue Swartzach eynen lipvalle schuldig und man yme geben solle, ein man daʒ beste vihs haupt. weisth. 1, 434 (Schwarzwald, von 1460); die andern artikel (der aufrührerischen bauern), so leibliche beschwerunge anzeigen, als mit dem leibfall, aufsetze, und dergleichen, sind ja auch billich und recht ... nu ists ja nicht die lenge treglich, so zu schatzen und schinden. Luther 3, 115ᵇ. 2) ein anderes leibfall ist verstümmelung oder umdeutung vom mhd. neutr. lîpbevilde, lîpbevilhe leichenbegängnis, durch die zwischenformen lîpbevil, lîpvell (Lexer 1, 1931. lipffel Haltaus 1271; leibvilhe: wir sind nun bekümmert mit der leibvilhe unser frawen, der beerdigung der jungfrau Maria. spiegel menschl. behaltnusse 1492 148ᵃ) hindurch. darum ist leibfall hier zunächst neutr.: also bald das leibfall und geleut aus seind, gedenkt dein nieman me. Keisersberg sch. d. pen. 123ᶜ; einem schalkhaftigen knaben war sein mutter gestorben, und da man ir das leibfall begienge und viel gelts auf den altar gefiel. Pauli schimpf 166ᵇ; nach dem leibfall, als der vatter gestorben, name der son den sack mit dem gelt. 126ᵇ; deszhalben hat man etlicher groszer herren bei den Franzosen gemanglet, welcher Anchian ihre ehrliche leibfall gehalten und etliche cörper in Frankreich gesendet, damit sie bei iren alvättern begraben worden. Fronsperger kriegsb. 3, 137ᵇ; später aber auch masc.: da er seim vatter den leibfall gehalten. b. d. liebe 214ᵈ; es sei als sampt ein buͦben dant, das sie die doten begangen hant, uff iren seckel zuͦ gerist, was jartag und der leibfal ist, sibenden, dreiszigst sei ein list. Murner luth. narr 4464 (gegen: das leibfall begon 4498); jubeljar, walfart, leibfäll, sälmesz. Fischart dicht. 3, 120, 99 Kurz. leibfall, das opfer beim leichenbegängnis: die kleinot behielt sie bei jhr als zu einem leibfall oder todtenopfer. b. d. liebe 216ᵇ.

Fremdwörter

exit_to_app aus: Deutsches Fremdwörterbuch

spektakeln

Laukhard 1799 Schilda III 80 Die Häscher traten heran, den Schuster einzustecken, allein die Bürger schlugen sie zurück, und fingen an zu spektakeln. Der Lärm wurde allgemein;

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Das Zentrum für digitale Lexikographie der deutschen Sprache hat zum Ziel, die deutsche Sprache in Gegenwart und Geschichte umfassend und wissenschaftlich verlässlich zu beschreiben. In Form dieses Portals bietet es Zugriff auf umfangreiche gegenwartssprachliche und historische Wortinformationen. Diese reichen von der Darstellung der Schreibweise, der Grammatik und der Bedeutungen eines Begriffs über die seiner typischen Verbindungen bis hin zur Beschreibung seiner Frequenz und Bedeutungsentwicklung. Die Suchergebnisse werden übersichtlich auf einer Ergebnisseite präsentiert, von wo aus die individuellen Ressourcen angesteuert werden können. Die ZDL-Portalseite befindet sich im Aufbau. Weitere Dienste und Ressourcen der Akademien und weiterer Projektpartner werden im Laufe des Projekts eingebunden.

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