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Minorität

Minorität begegnet mindestens seit dem 17. Jahrhundert im Deutschen, zunächst in der heute nicht mehr gängigen Bedeutung ›Minderjährigkeit‹. Etymologisch ist es auf mittellateinisch minōritās in entsprechender Bedeutung zurückzuführen. Seit dem 18. Jahrhundert ist die quantitative Lesart ›Minderzahl‹ belegt. Das Wort wird in der quantitativen Bedeutungslinie dann auf soziale Gruppen übertragen, es entsteht die ›Minderheit; soziale Teilgruppe, die gegenüber einer Mehrheit in der Unterzahl ist‹. Verwendungen in politischen Zusammenhängen sind möglicherweise unter Einfluss von englisch minority, das im englischen Parlamentswesen die Lesart ›Minderzahl, Minderheit‹ angenommen hat, zu verstehen. Weitere Verbreitung findet das Wort ab der Wende zum 19. Jahrhundert, möglicherweise unter Einfluss der Französischen Revolution. Seit dem 19. Jahrhundert sind in politischen Kontexten zudem Komposita wie Minoritätswahl belegt; in den 1920er Jahren tritt Sperrminorität daneben.

Deutsches Wörterbuch

exit_to_app von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm

kreuzweis

vollständig mhd. in kriuzes wîs, auch schon in kriuzewîs wb. 3, 755ᵇ und noch kürzer, wie nhd., kriuzwîs Erec 1574, mnd. crûcewîs städtechron. 6, 490ᵇ, Lüntzel stiftsfehde 140. 1) übers kreuz, sich kreuzend: das si iren wagen crüzwis uf des richs strasz stellen mögend und den richten in die vier ort (himmelsgegenden). weisth. 4, 408; fallen sie darnach creuzweis übereinander. Kirchhof mil. disc. 170; das (heilthum) henk ich all tag an den hals, und geh darmit im haus nachmals von unden an durch alle gmach creuzweis, hinauf bis unders dach. H. Sachs 1, 331ᶜ; schrenk keiner hend noch finger creuzeweis. Fischart Garg. 222ᵃ, um zauber zu verhüten; kreuzweis die händ auf den rucken klopfen (sich zu wärmen). groszm. 571 Sch.; die wache hält ihm an der schwelle kreuzweis die hellebarden vor. Göthe 41, 9; während der bischof .. mit der blendenden monstranz die luft kreuzweise durchschnitt. Bronner leben 3, 172. 2) in kreuzesform, wie kreuzstall (s. d.): er lag nider kriuzewîs. Kunz Kistener 484; zu dem worte fielent sü alle krützewis uf die erde, daʒ es klaperte. Closener in Wackern. leseb. 1⁴, 1067.

Fremdwörter

exit_to_app aus: Deutsches Fremdwörterbuch

Chirurgenschaft

Spiegel 31. 10. 1994 weshalb die Schweizerische Medizinische Wochenschrift ihre Leser in der Ch[...]

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Das Zentrum für digitale Lexikographie der deutschen Sprache hat zum Ziel, die deutsche Sprache in Gegenwart und Geschichte umfassend und wissenschaftlich verlässlich zu beschreiben. In Form dieses Portals bietet es Zugriff auf umfangreiche gegenwartssprachliche und historische Wortinformationen. Diese reichen von der Darstellung der Schreibweise, der Grammatik und der Bedeutungen eines Begriffs über die seiner typischen Verbindungen bis hin zur Beschreibung seiner Frequenz und Bedeutungsentwicklung. Die Suchergebnisse werden übersichtlich auf einer Ergebnisseite präsentiert, von wo aus die individuellen Ressourcen angesteuert werden können. Die ZDL-Portalseite befindet sich im Aufbau. Weitere Dienste und Ressourcen der Akademien und weiterer Projektpartner werden im Laufe des Projekts eingebunden.

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