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aus: Wortgeschichte digital

Chance

Chance wird zu Beginn des 19. Jahrhunderts aus dem Französischen ins Deutsche entlehnt, möglicherweise unter Einfluss des Englischen. Seither trägt es zentral die Bedeutungen ›günstige Möglichkeit, günstige Gelegenheit‹ sowie ›Aussicht auf Erfolg‹, seltener auch ›Wahrscheinlichkeit, Möglichkeit eines bestimmten Ereignisses‹ und ›Glück, Zufall‹. Spätestens Ende des 19. Jahrhunderts begegnet Chance in Bezug auf Fragen der gesellschaftlichen Teilhabe und Erfolgsaussichten marginalisierter Gruppen. In dieser Lesart geht es in das Kompositum Chancengleichheit ein. Im Kontext entsprechender gesellschaftlicher und politischer Debatten um Bildungszugang und Teilhabemöglichkeiten begegnen zudem die Komposita Bildungschance sowie Chancenlosigkeit.

Deutsches Wörterbuch

exit_to_app von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm

satteltasche

hippopera, bulga Stieler 2259: nun wolt er sein satteldeschen, darin er ob den tausendt wert an goldt und kettin hett, keim diener vertrawen, furt die selber am sattel. Zimm. chron. 1, 392, 20; alsbald nimpt er die sateldeschen, laust den gueten Auberlin ligen, auch das ledig ross seins gefallens laufen. 2, 88, 12; da leszt sich ein jeder düncken, sein braut sey die schönst, hüpscht und frömmeste, auff die allein denckt er ... und möcht leiden, wie man pfleget zu sagen, dasz er die seine jmmerzu in einer satteltaschen möcht bey sich tragen. A. Musculus eheteuf. (Frankf. 1564) 105ᵇ; der hirt sey darauff fürgefodert, und ihm commission auffgetragen worden, dasz er solle ambassadeur seyn, und dem und dem obristen im namen bürgermeister und raths von Witzeburg diese satteltasch voll geld liefern. Schuppius 143; dann hab er gesagt, ich hab den schlüssel noch zu der satteltasch, sie können doch nicht bey das geld kommen. ebenda; so storzen ir di milchflaschen, reht samm zwu lere sateltaschen. fastn. sp. 702, 19; oder wil er das auch nicht wagn, so thu er sie (seine frau) stets mit sich tragn, wie ein reutter ein satteldaschn. Ayrer fastn. sp. 2680, 31 Keller; wir fuͦrten jn inn dicken wald, und theten jn beim zaum erhäschen, namen jm beyde sateltäschen. Wickram irr reit. bilger 59ᵇ. übertragen als schimpfwort = concubine: ey, schweig! dort geht der pfaff herein und hat mit jm sein satteltaschn, die musz ich fangen und erhaschn, und musz sie mit mir führen hin. Ayrer fastn. sp. 2719, 14 Keller.

Fremdwörter

exit_to_app aus: Deutsches Fremdwörterbuch

Heroiker

Schlegel 1798 Gesch. d. Poesie I 1,106 warum hätten sie nicht, gleich den römischen Heroikern, [...]

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Das Zentrum für digitale Lexikographie der deutschen Sprache hat zum Ziel, die deutsche Sprache in Gegenwart und Geschichte umfassend und wissenschaftlich verlässlich zu beschreiben. In Form dieses Portals bietet es Zugriff auf umfangreiche gegenwartssprachliche und historische Wortinformationen. Diese reichen von der Darstellung der Schreibweise, der Grammatik und der Bedeutungen eines Begriffs über die seiner typischen Verbindungen bis hin zur Beschreibung seiner Frequenz und Bedeutungsentwicklung. Die Suchergebnisse werden übersichtlich auf einer Ergebnisseite präsentiert, von wo aus die individuellen Ressourcen angesteuert werden können. Die ZDL-Portalseite befindet sich im Aufbau. Weitere Dienste und Ressourcen der Akademien und weiterer Projektpartner werden im Laufe des Projekts eingebunden.

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