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aus: Wortgeschichte digital

innere Emigration

Der Ausdruck innere Emigration ist vereinzelt bereits am Ende des 19. Jahrhunderts nachweisbar, zu dieser Zeit aber wohl allgemeinsprachlich noch nicht etabliert. Nach 1945 bezeichnet der Mehrwortausdruck überwiegend die Ablehnung des NS-Regimes und den Rückzug in die Innerlichkeit anstelle einer Auswanderung. Vermehrt begegnen Verwendungen in Bezug auf Künstlerinnen und Künstler bzw. Schriftstellerinnen und Schriftsteller. In diesem Zusammenhang ist zudem Literatur der inneren Emigration nachweisbar, womit ein antonymischer Ausdruck zu Exilliteratur sowie Emigrantenliteratur vorliegt. Innere Emigration wird selten auch in der allgemeineren Lesart ›Abkehr von der Außenwelt, insbesondere von politischen Gegebenheiten innerhalb des eigenen Landes, und Rückzug in die Innerlichkeit‹ verwendet.

Deutsches Wörterbuch

exit_to_app von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm

lenkseil

1) seil womit die pferde gelenkt werden, lenkriemen: zwei ringe waren angebracht (am wagen), das lenkseil drein zu schlingen. Bürger 167ᵃ; bildlich: ein sohn Apolls ist ein kosmopolit, ihn drücken keine standessorgen, kein lenkseil fesselt seinen schritt. Gotter 3, 408; in ihrem blick war hell das glück zu lieben mit reiner feuerschrift geschrieben, mit einer schrift, die jeder nicht versteht, der an dem lenkseil niedrer sinne, dasz er die Hesperidenfrucht gewinne, sich in der erde taumel dreht. Seume ged. 87. 2) lenkseil, bei den bauhandwerkern das seil, welches an einem ende eines zimmerstücks angebunden, das letztere während des aufziehens dergestalt regiert, dasz es nirgend wo anstöszt, und im aufziehen gehemmt oder beschädigt werde. Jacobsson 2, 601ᵇ.

Fremdwörter

exit_to_app aus: Deutsches Fremdwörterbuch

dialekthaft

Th. Mann 1947 Faustus (W. VI 269) darin sich das Bäuerliche mit dem Aristokratischen mischte, g[...]

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Zentrum für di­gi­ta­le Le­xi­ko­gra­phie der deut­schen Spra­che

Das Zentrum für digitale Lexikographie der deutschen Sprache hat zum Ziel, die deutsche Sprache in Gegenwart und Geschichte umfassend und wissenschaftlich verlässlich zu beschreiben. In Form dieses Portals bietet es Zugriff auf umfangreiche gegenwartssprachliche und historische Wortinformationen. Diese reichen von der Darstellung der Schreibweise, der Grammatik und der Bedeutungen eines Begriffs über die seiner typischen Verbindungen bis hin zur Beschreibung seiner Frequenz und Bedeutungsentwicklung. Die Suchergebnisse werden übersichtlich auf einer Ergebnisseite präsentiert, von wo aus die individuellen Ressourcen angesteuert werden können. Die ZDL-Portalseite befindet sich im Aufbau. Weitere Dienste und Ressourcen der Akademien und weiterer Projektpartner werden im Laufe des Projekts eingebunden.

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Typische Wortverbindungen im geschichtlichen Verlauf

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