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revolutionär

Sowohl das Adjektiv revolutionär als auch das Substantiv Revolutionär werden Ende des 18. Jahrhunderts aus dem Französischen ins Deutsche entlehnt und sind in ihrer Bedeutung zunächst auf die Französische Revolution im Speziellen, seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auch auf Revolutionen im Allgemeinen bezogen. Daneben sind bereits früh auch Verwendungen in der Bedeutung ›bahnbrechend, neuartig‹ bzw. ›jemand, der auf seinem Gebiet Bahnbrechendes geleistet hat‹ belegt. In der Nachfolge von Verwendungen bei Marx und Engels findet in der Sprache des Kommunismus und Sozialismus eine Bedeutungsverengung besonders des Adjektivs statt, das seither auch ›kommunistisch, sozialistisch‹ bedeuten kann.

Deutsches Wörterbuch

exit_to_app von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm

trauerkleid

vestis luctuosa vel lugubris ein trawerkleyd E. Alberus dict. (1540) 37ᵇ; funebre vestimentum ein leidkleid, traurkleid, klagkleid Frisius dict. (1556) 595: ir wollet hinweg lassen nemen ewer schwartze trawerkleider und auf lassen hangen die kleider der freuden Warbeck schöne Magelone 69 Bolte; ihre schönheit wurde durch die trauerkleider viel scheinlicher Harsdörffer frauenzimmergesprächsp. (1641) 6, 283; wan die trübe nacht hergehet und das schwartze trauerkleid um die braunen lenden hüllet Zesen verm. Helikon (1656) 2, 73; ihre blauen trauerkleider aber waren ... gemahlet Lohenstein Arminius (1689) 2, 84ᵃ; wohl sah ich die eltern beide ohne der kronen licht, im schwarzen trauerkleide; die jungfrau sah ich nicht L. Uhland ged. (1898) 1, 151; verbale verbindungen: trauerkleider anziehen u. ä.: ich habe mein freudekleid ausgezogen und das trauerkleid angezogen Baruch 4, 20; wir wölln all trawerkleider anlegn H. Sachs 6, 184 lit. ver.; tragen: diese freude ... trägt ein schwarzes trauerkleid E. M. Arndt schr. f. u. an s. lieben Deutschen 3, 70; ablegen u. ä.: elugeo ich hör auf zu trauren, thu das trauerkleid hinweg E. Alberus dict. (1540) 32ᵇ; ihr (der erde) traurkleid, weisser sturtz und schlör war abgelöget Weckherlin 2, 371 Fischer.

Fremdwörter

exit_to_app aus: Deutsches Fremdwörterbuch

Adoleszenz

F. (-; ohne Pl.) seit Anfang 19. Jh. (CAMPE) gebuchte, seit frühem 20. Jh. kontinuierlich nachgewiesene Entlehnung aus gleichbed. lat. adolescentia (zu adolescens, Part. Präs. von adolescere ‘auf-, heranwachsen’, zu alere ‘(er)nähren, auf-, großziehen’), häufig in der lat. (flekt.) Form.

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