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Assoziation

Das Wort Assoziation steht für unterschiedliche Formen des Zusammenlebens, besonders im 19. Jahrhundert. Assoziationen verschiedenster Art geben die Möglichkeit, am kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Leben mitzuwirken. Diese Wortkarriere ist allerdings nur von kurzer Dauer. Bereits mit Beginn des 20. Jahrhunderts findet Assoziation nur noch begrenzt für einzelne soziale oder wirtschaftliche Gebilde Anwendung.

Deutsches Wörterbuch

exit_to_app von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm

glauren

undiphthongiert gluren 'lauern, blinzeln, schielen', vereinzelt auch 'starren, glotzen'. literarisch seit dem 14. und bis ins 17. jh. auf alemannisch-elsässischem boden bezeugt, häufig undiphthongiert als gluren: ich ... virkuͤnde dir, Hannes Bogg, dem glurenden (1374) bei Schilter chron. von Jakob v. Königshofen (1698) anm. 802; suͦchstu den toͤberich ..., schaw dort stot er ..., als ob er nit witzig sei, und glauret mit den augen ubersich und sicht den himmel an Keisersberg evang. (1517) 191ᵃ (gluret postill [1522] 4, 28ᵇ); da kam er zu der Babelshuren (Rom), darnach er tet so lang zeit gluren, in deren lieb er war verblend Fischart 1, 194 Kurz; die zwölfft schell (narrenschelle) ist mit einem aug sehen. es sein etliche, die glauren nur mit eim aug darauf Höniger narrenschiff (1574) 31ᵇ; schieler, wann sie mit den augen schielen oder klauren new parlament (Straszburg 1637) 149. die mundarten bewahren in demselben gebiet das wort bis heute, vgl. glure, glürle 'mit halbverschlossenen augen mühsam auf einen gegenstand hinsehen, blinzeln' Seiler Basler ma. 139ᵇ, g'lûreⁿ 'scharf sehen, blinzeln, ausspähen, lauern' schweiz. id. 3, 1377, glürlen 'blinzelnd blicken' 1378, glureⁿ 'anstarren, schielen, blinzeln' Martin-Lienhart elsäss. 1, 261ᵃ und gluricht 'schielend' ebda 261ᵇ, schlieszlich wohl auch ein aus Saarbrücken, wo z. t. nicht diphthongiert wird (Kuntze studien z. ma. d. stadt Saarbrücken [1932], 52 -54), bezeugtes gluren 'tückisch lauern', 'liebäugeln', dazu die glurerei, das geglur, der glurer rhein. wb. 2, 1290, gluren 'die augen im kopfe herumdrehen' Schön wb. d. ma. d. Saarbrücker landes (²1928) 85. herleitung aus ge-luren, wie schweiz. id. und nach ihm Martin-Lienhart a. a. o. annehmen, ist, zumal im hinblick auf die nd. bezeugung (s. u.), wenig wahrscheinlich; doch zeigt die schreibung g'lûren, g'lürlen ebenso wie die bei lûren entwickelte bedeutung 'scharf auf etwas sehen' und lürlen 'blinzelnd blicken (wie ein verliebter oder schlaftrunkener)', dasz wenigstens im schweiz. volksetymologisch glûren an lûren 'heimlich nachstellen' angeschlossen worden ist. mundartlich ist glauren als gluren auch im nd. verbreitet, vgl. mnd. glûren 'lauern, aus halbgeschlossenen augen spähen' Lasch-Borchling 1, 2, 124, nd. gluren (dazu gluhrbusk, gluhrpels u. ä. als 'scheltwörter auf leute, die nicht frei aus den augen sehen' Strodtmann Osnabrück 74), 'lauren, oft ... auch so viel als glupen' brem.-nds. wb. 2, 521, de glûrt (glûmt) van ünnern herup as'n hoenerdêf (oldenburgisch) Frommanns dt. maa. 4, 286, 'mit weitgeöffneten augen unverwandt, lauernd auf etwas sehen' (dazu glûren, pl., 'augen') Frischbier 1, 240ᵃ, 'einen mit den augen scharf ansehen', dazu glûrig 'scharf blickend' Woeste 81ᵃ, nordfries. glyre 'augen machen, stieren, starren' Jensen wb. d. Wiedingharde 156, ostfries. glûren (neben glüren) 'mit halb zugekniffenen augen (indem man dieselben etwas verschleiert und blinzelnd unter den lidern hinwegsieht) genau und scharf wonach sehen ..., verstohlen seitwärts sehen, schielen, lauern, blinzeln, glotzen' Doornkaat-Koolman 1, 644ᵇ. lautlich davon geschieden sind auf diphthongierendem gebiet die bair.-österr. formen gluren, glurren, die ursprünglich auch bedeutungsmäszig abweichen, vgl. teil 4, 1, 5, sp. 480. als german. verwandte treten hinzu nl. gluren 'glühen, glimmen, ansehen, blinzeln, zwinkern, verliebteoder neckische blicke werfen, geringschätzig ansehen, mit halb zugekniffenen augen etwas beobachten' woordenboek 5, 168 (vgl.gluyeren transvertere hirquos, limis hirquis cernere, limis oculis aspicere Kilian [1605] 154ᵃ), engl. to glower 'to stare with wide-open eyes, to gaze intently or with an air of surprise, to look angrily or crossly, to scowl' Murray 4, 2, 235; Holthausen et. wb. d. engl. spr. (²1927) 81, norw. glŷra 'mit scharfem, beobachtendem, finsterem (oder schelmischem) blick zur seite sehen' Torp 169, neuisl. glúra 'starren, etwas anstarren' Blöndal 261. zugrunde liegt, wie bei ¹glosen (s. d.), germ. *glŭ̄s als s-erweiterung der idg. basis *ghlē͏̆u- zu *ghel, s. Walde-Pokorny 1, 627 (anders Falk-Torp 330). —vgl. auch verwandtes gluren, glurren (s. d.), gloren (s. v. ¹glosen) und glaren (s. d.).

Fremdwörter

exit_to_app aus: Deutsches Fremdwörterbuch

grazioso

1785 Brief Goethes an Kayer 146 In Ihrer Composition ist mir nichts zu geschwind noch zu langsa[...]

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