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„Hahn“

Di­gi­ta­les Wör­ter­buch der deut­schen Spra­che

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Hahn, der

Grammatik

Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Hahn(e)s · Nominativ Plural 1: Hähne · Nominativ Plural 2: JägerspracheHahnen

Bedeutungen

  1. 1. männliches Tier bei verschiedenen Vogelarten, besonders beim Haushuhn
    1. ● [bildlich] ...
  2. 2. Wetterfahne in der Gestalt eines ¹Hahnes

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Hahn, der

Grammatik

Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Hahn(e)s · Nominativ Plural: Hähne

Bedeutungen

  1. 1. drehbare Vorrichtung an Rohrleitungen, durch die der Durchfluss von Flüssigkeiten und Gasen geregelt wird
  2. 2. außen liegendes, von Hand spannbares Bauteil im Abzugsmechanismus von Feuerwaffen, das die Energie der Schlagfeder an den Schlagbolzen weiterleitet

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WAHRIG Deutsches Wörterbuch

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Hahn

1 ⟨Zool.⟩
1.1 männliches Haushuhn
1.2 das männliches Tier vieler Vogelgruppen (Auer~, Birk~, Finken~)
2 Wetterfahne in Gestalt eines Hahnes (Wetter~, Turm~)
3 Vorrichtung zum Sperren u. Öffnen von Rohrleitungen (Gas~, Wasser~)
4 Hebel an Handfeuerwaffen zum Auslösen des Schusses (Gewehr~)
● den ~ aufdrehen, öffnen, schließen, zudrehen; früh, wenn die Hähne krähen; wenn der ~ kräht auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt, wie es ist ⟨Sprichw.⟩ ; es wird kein ~ danach krähen ⟨fig.⟩ niemand wird sich darum kümmern; die Hähne putzen; den ~ spannen das Gewehr schussbereit machen; jmdm. den ~ abdrehen, zudrehen ⟨fig.; umg.⟩ jmdm. keine Unterstützung mehr zukommen lassen
● roter ~ Sinnbild der Feuersbrunst; jmdm. den roten ~ aufs Dach setzen ⟨veraltet⟩ Feuer in seinem Haus legen
● herumstolzieren wie ein ~ auf dem Mist; ~ im Korbe sein der einzige Mann unter Frauen in einer Gesellschaft
[←ahd. hano, got. hana ←germ. *hanan-; zu idg. *kan „singen, klingen, tönen“; HuhnHenneHinkel]

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Schweizerisches Idiotikon

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Han I

Bedeutungen

  1. 1. Haushahn
  2. 2.
  3. a) übertr., (nur in der Form «Hāneⁿ» m., «Hǟni» n.) Fasshahn, Hohlzapfen mit drehbarem Verschluss («Güggeli»), um Flüssigkeit aus einem Fass oder andern Gefäss abzuziehen
  4. b) übertr., Gewehrhahn
  5. c) übertr., «Hane», die nur noch an einem Ende an einem Scheite hängenden Späne zum Feuermachen, welche mit dem Messer quirlförmig hinter einander ausgeschnitten werden
  6. d) übertr., Kerbe auf dem Wagebalken einer Bolzwage, 10 Pfd bezeichnend
  7. e) übertr., «Hǟneli», Keulenpilz, clavaria coralloides
  8. f) {auch Dim.}, übertr., «Haneⁿ», «Händli», Lerchensporn, corydalis cava
  9. 3. «Hänemli», «Hanemli», Wiesel

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Jacob Grimm und Wil­helm Grimm, Deut­sches Wör­ter­buch (DWB)

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hahn

gallus. goth. ags. hana, ahd. altn. hano, fries. hona, altn. hani, mhd. han, nl. haan, dän. schwed. hane; unangefochten ist die deutung seines namens als 'rufer, sänger', nach lat. can-ere, welches nach den gesetzen der lautverschiebung genau entspricht. die declination des wortes ist wie in den ältesten dialecten und dem mhd. die schwache, namentlich im 16. und 17. jahrh. und auch, obschon...

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hahnen

zum hahnrei machen, eine von Opitz gewagte und nur von Logau nachgeahmte bildung: wie oft ist reu ankommen den lieben feuergott, dasz er geoffenbahrt Gradiv die eigne schmach, als er gehahnet ward. das hahnen kömpt von dir. Opitz 1, 91; denn ehbruch, diebstal bleibt, man hanet nur die leute. Logau 1, 46, 79.

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Goethe-Wörterbuch

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1 Treffer im Goethe-Wörterbuch gefunden

Hahn

Eintrag

  1. Hahn Gen/AkkSg u Pl auch schwach flekt ‘Hahnen’ (fast nur im Frühwerk)
    A der männl Hühnervogel
    1 Haushahn
    a das krähende Tier, bes als Verkünder des Tagesanbruchs, mitunter mit Anklang an eine Tagelied-Situation als er [ Wilh ] .. des Morgens Lichtgrau und das Geschrei der H-en [Hähne 21,113,2 Lj I 17 ] nicht achtete 51,93,17 ThS I 23 [ Oreas: ] Daneben, das Gebild des Wahns | Verschwindet schon bei’m Krähn des H-s Faust II 7818 Still! der H. erwacht! - | Aber morgen Nacht | Bist du wieder da? 1,224 Braut vKorinth 138 Da kräht der H. Das Mädchen schnell entwindet | Der Decke sich 5 2 ,350 Das Tagebuch 177 Pand 24 5 2 ,380 VenEpigr Plp als Wetterprophet Das Wetter war noch immer schön, […]

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Literatur zur Wortforschung

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9 Einträge gefunden

  • Darms, G.: Schwäher und Schwager, Hahn und Huhn. Die Vrddhi-Ableitung im Germanischen, 1978.
  • Gutmann, R.: Nhd. 'Hahn', 'Henne', 'Huhn', 1912.
  • Hoffmann, O. K.: Zwei Redewendungen aus dem germanischen Rechtsleben, 1936.
  • Jacoby, M.: Vom Wesen philologischer und rechtshistorischer Methoden: zur Untersuchung der germanischen Rechtssprache: oc wardir hani manz bani (Auch der Hahn wurde Töter eines Mannes), 1979.
  • Krogmann, W.: 'Adel' und 'Udel', 1938.
  • Schlerath, B.: Über den Hahn, 1954.
  • Uhlenbeck, C. C.: Zur got. Etymologie, 1897.
  • Uhlenbeck, C. C.: Zur Lautgeschichte, 2: Nochmals hana:hôn, 1897.
  • Wanzeck, C.: Zur Etymologie lexikalisierter Farbwortverbindungen. Untersuchungen anhand der Farben 'Rot', 'Gelb', 'Grün' und 'Blau', 2003.

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Quelle: exit_to_app DWDS-Wortprofil

abdrehen aufdrehen Biberpelz fließen gallisch geköpft gerupft golden Henne Korb kraehen Krähen krähen krähend krähn nachkrähen rinnen sprudeln stolzieren tropfen tropfend tröpfeln zapfen zudrehen

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