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„Huhn“

Di­gi­ta­les Wör­ter­buch der deut­schen Spra­che

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Huhn, das

Grammatik

Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Huhn(e)s · Nominativ Plural: Hühner

Bedeutungen

  1. 1. (vom indischen Bankivahuhn abstammendes) in vielen Rassen gezüchtetes Haustier mit verschiedenfarbigem Gefieder, einem fleischigen Kamm auf dem Kopf und meist zwei Hautlappen am Kinn
  2. 2. Eier legendes weibliches Huhn, Henne
  3. 3. [besonders Jägersprache] jagdbarer, wild lebender Hühnervogel
  4. 4. Fleisch vom Huhn
  5. 5. [übertragen, umgangssprachlich] Mensch in Bezug auf Eigenschaften, die typischerweise dem Huhn zugeschrieben werden

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WAHRIG Deutsches Wörterbuch

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Huhn

1 ⟨Zool.⟩ in zahlreichen Rassen u. Spielarten über die ganze Erde verbreitetes Haustier, das vom indischen Bankivahuhn abstammt; Haushuhn
2 Henne
3 jagdbarer Vogel (Reb~, Feld~)
4 ⟨fig., umg.⟩ Kauz, Kerl
● ein ~ gackert, gluckt; (sich) Hühner halten; da lachen ja die Hühner! ⟨fig.; umg.⟩ das ist albern, unsinnig!; ein ~ schlachten, rupfen, ausnehmen; man schlachtet kein ~, das goldene Eier legt man sollte nicht etwas zerstören, das einem viel Geld u. Wohlstand bringt; er sieht aus, als hätten ihm die Hühner das Brot weggefressen er macht ein sehr dumm-erstauntes Gesicht
● ein blindes ~ findet auch mal ein Korn ⟨Sprichw.⟩ auch ein dumme Person bzw. auch jmd., der von einer Sache nichts versteht, kann einen guten Gedanken haben; dummes ~ dumme Person; ein fideles, lustiges, verrücktes ~ ⟨fig.; umg.⟩ ; gebratenes, gefülltes ~
● sein ~ im Topfe haben ⟨fig.; umg.⟩ eine Sache sicher haben, so dass sie einem nicht mehr entgehen kann; ~ mit Reis (als Speise); mit den Hühnern aufstehen, zu Bett gehen ⟨fig.; umg.⟩ sehr früh aufstehen, sehr früh schlafen gehen
[←ahd. huon ←germ. *hones- „Huhn“; Ablaut zu germ. *hannan- „Hahn“; Hahn]

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Schweizerisches Idiotikon

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Hue(n)

Bedeutungen

  1. 1. Huhn
  2. 2. wildes Federvieh, bes. Schneehuhn, Rebhuhn
  3. 3. übertr., furchtsame, schwache, gleichgültige, vergessliche, unordentliche Person
  4. 4. 'Bierschnecke', {zäher Speichelauswurf nach reichlichem Biergenuss}
  5. 5. Verstärkung der Neg.
  6. 6. Schlittenruf: «hueⁿ, hueⁿ!», auch «ab Huen!»
  7. 7. abstr. verstärkend in Zss., die eine Verwünschung ausdrücken

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hueⁿ

Bedeutung

  1. Schlittenruf: «hueⁿ, hueⁿ!»

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Jacob Grimm und Wil­helm Grimm, Deut­sches Wör­ter­buch (DWB)

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huhn

pullus, ahd. hôn, huon, mhd. huon; alts. hôn; niederl. hoen; altnord. findet sich das neutr. plur. hœns und hæns, hahn und henne, hühner, auch hœnsn und hœsn, das als dän. höns hühner, schwed. höns huhn fortlebt, während ein davon abstehender dän. sing. höne, plur. höner wol aus dem deutschen eingedrungen ist. ags. engl. fries. ist das wort nicht bezeugt. 1) huhn wird zunächst von jedem ...

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hühnern

einen mit einer abgabe von hühnern belegen, oder mit solcher abgabe belegt sein. ehemals hessisch, vergl. Vilmar 179.

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Goethe-Wörterbuch

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1 Treffer im Goethe-Wörterbuch gefunden

Huhn

Eintrag

  1. Huhn beim jg G auch ‘Hun, Hüner’; häufig Pl
    1 konkr das Vogeltier: bes das bekannte Haustier, aber auch für andere hühnerartige (Wild-)Vögel; teilw (auch iUz ‘Hahn’) speziell für die Henne
    a als Teil des (ländl) Haushalts [ Hermanns Mutter: ] Es trieb mich, die Stätte zu sehen, | Wo die Wohnung gestanden, und ob sich die Hühner gerettet, | Die ich besonders geliebt HermDor II 130 geistliche Frauen .. | nährten im Hofe | Viele Hühner [ Reinke de Vos: hoen ] und Hähne ReinF III 414 13 2 ,290,19 Götz 3 IV Regiebem Var
    b als Beute bei Jagd u Raub (öfters in ReinF); jägerspr für ‘Rebhuhn’ [ Reineke: ] Sparte keine Vögel, noch Hühner [ Reinke de Vos: honre ], noch Enten, noch Gänse, | Wo ich sie fand ReinF IV 210 Der Jäger. | .. | Der redliche Diener | Bringt Hasen und Hühner | Beladen zurück […]

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Literatur zur Wortforschung

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6 Einträge gefunden

  • Batereau, O.: Die Tiere in der mittelhochdeutschen Literatur, Diss, 1909.
  • Darms, G.: Schwäher und Schwager, Hahn und Huhn. Die Vrddhi-Ableitung im Germanischen, 1978.
  • Gutmann, R.: Nhd. 'Hahn', 'Henne', 'Huhn', 1912.
  • Hoffmann, O. K.: Zwei Redewendungen aus dem germanischen Rechtsleben, 1936.
  • Krogmann, W.: 'Adel' und 'Udel', 1938.
  • Uhlenbeck, C. C.: Zur got. Etymologie, 1897.

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Quelle: exit_to_app DWDS-Wortprofil

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De­tail­an­sicht im DWDS-Wort­pro­fil