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„begnügen“

Di­gi­ta­les Wör­ter­buch der deut­schen Spra­che

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begnügen

Grammatik

Verb · reflexiv begnügt sich, begnügte sich, hat sich begnügt

Bedeutungen

  1. ⟨jmd. begnügt sich (mit etw.)⟩ sich mit etw. zufriedengeben, etw. nicht mehr verlangen

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WAHRIG Deutsches Wörterbuch

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begnügen

sich mit etwas ~ mit etwas zufrieden sein, sich zufriedengeben, sich mit etwas bescheiden [←mhd. begenüegen „zufriedenstellen“; genug]

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Jacob Grimm und Wil­helm Grimm, Deut­sches Wör­ter­buch (DWB)

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begnügen

tranquillitas, delectatio: wie das kind im sanften wiegen, so beruh ich im begnügen. Logau 1, 7, 87, wozu man die unter begnügen 2 aus Bettine tageb. angeführte stelle halte; sie fiengen alle an zu lachen und hatten gut begnügen an solchem scherz. pers. rosenth. 2, 29.

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begnügen

contentum esse, contentum reddere. Dasypodius hat nur vernügen, Maaler 58ᵃ benügen, Henisch 1499 genügen, benügen, vernügen, auch Luther nur benügen. mhd. begnüegen erscheint Bon. 25, 53. 88, 9, wo aber Pfeiffer mit recht wieder benüegen herstellt. nhd. begnügen kommt im 17 jh. durch die schlesischen dichter auf, doch das adj. begnügig galt schon im 16 jh. s. benügen und genug. 1) unpers...

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benügen

justa copia, delectatio, tranquillitas, zufriedenheit, in der verbindung mit haben und thun. 1) benügen haben, ruhe haben, genüge, vergnügen empfinden: die ee die thuon ich krümmen biegen, mit minem wib hab ich kain bnügen, allein ich sie zun eren spar. fastn. sp. 1038, 11; und fieng an und schwuͦr und lestert got .. und hett darmit kein beniegen. Keisersb. sünden des munds 20ᵃ; dan...

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benügen

1) sufficere, genügen, mhd. benüegen. Flore 1510. 5998, zuweilen begnüegen, meist genüegen. die ältere sprache pflegt mit genügen wie mit benügen den acc., die spätere den dat. zu verbinden, namentlich hat diesen Luther, wie aber nur an mir, dir, inen, nicht an dem gewöhnlich vorkommenden uns, euch zu gewahren ist. a) unpersönlich. mhd. mich genüeget des, ich bin damit zufrieden (gramm. ...

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Jacob Grimm und Wil­helm Grimm, Deut­sches Wör­ter­buch (Neu­be­ar­bei­tung, ²DWB)

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benügen, vb.

   mhd. benüegen, mnd. ben̂ögen. der artikel ist wie bei begnügen (s. d.) nach gramm. gesichtspunkten gegliedert. die als simplex im dt. nicht bezeugte bildung mit be-präfix geht wie die im germ. geläufigeren bildungen mit ge-präfigierung (vgl. genug 1DWB 4,1,2,3486 mit allerdings unzureichender etymologie) über germ. -nōga- ‘genug’ (Heidermanns et. wb. primäradj. [1993]428 f.) auf idg. *h2nek̑-...

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begnügen, n.

   zufriedenheit, zufriedenstellung auch i. s. v. ‘satisfaktion’ 1415 er (der englische könig) wolte .. ouch selber daz crüze an sich nemen und über mer faren. domitte hette der bobest ein begnuͤgen Twinger in: (Straßb.) chr. dt. städte 8,441. 1559 die thumbherrē haben an der entschuldigung vn̄ zuͦsag deß raths kein begnuͤgen gehabt Mertz beschr. 290b. 1621 ihro churf. gn. .. könnten nicht sehen...

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benügen, n.

vereinzelt m. mhd. benüegen, mnd. ben̂ögen(t). ‘zufriedenheit, befriedigung’, auch i. s. v. ‘satisfaktion’ (zu benügen vb.): ⟨u1350⟩ der bese geist lot diese menschen rehte ein benuͤgen in dieseme lebbende finden Merswin neunfelsenb 94 ATB. 1457 ewr fürstlich gnad hab ein gnëdigs wolgevallen vnd benugen an diser .. antwurtt copeyb. Wienn 59 Z. 1466 wolt .. der ancleger .. keinen benügen haben ...

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begnügen, vb.

   älter auch begnugen. mhd. begenüegen. durch kontamination von benügen (s. d.) u. genügen gebildet. 1 jmdn. zufriedenstellen, bezüglich seiner ansprüche und bedürfnisse befriedigen, jmdn. erfreuen. auch metonym.; älter mit genitivergänzung u. mit unpersönl. subjekt; unsicherer erstbeleg: hs.12./13.jh. nu ist der uil leidir di nit bignugit sundin von gi gidancin, in: zfda. 15(1872)440. 1257 ...

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Goethe-Wörterbuch

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1 Treffer im Goethe-Wörterbuch gefunden

begnügen

Eintrag

  1. begnügen von 187 Belegen 180 ‘sich b.’; überwiegend ‘b. mit, an’, vereinzelt ‘b. bei, in’, mehrf mit Inf-Satz
    1 refl
    a sich mit etw zufriedengeben, vorliebnehmen, verschiedentl iSv sich behelfen; im geistigen Bereich, bes iZshg mit künstlerischer Produktion od Rezeption, öfter als Ausdruck erzwungenen Verzichts, auch als Gefühl der Entbehrung [ Fausts Leda-Wachtraum: ] Gesunde junge Frauenglieder | Vom feuchten Spiegel doppelt wieder | Ergetztem Auge zugebracht! | .. B. sollt’ ich mich an diesen, | Mein Auge sollte hier genießen, | Doch immer weiter strebt mein Sinn Faust II 7289 Lebhaft vordringende Geister b. sich nicht mit dem Genusse, sie verlangen Kenntniß. Diese treibt sie zur Selbstthätigkeit 32,100,3 ItR Ich habe mich .. nach dem Orient geworfen .. Bey unserer Lebens- und Studien-Weise, vernimmt man soviel von allen Seiten her, begnügt sich mit encyklopädischem Wissen und den allgemeinsten Begriffen; dringt man aber selbst in ein solches Land .. so gewinnt alles ein lebendigeres Ansehen B25,164,23 ChHSchlosser [23.1.15] K […]

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Literatur zur Wortforschung

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3 Einträge gefunden

  • Ellenberger, E.: Wortgeschichtlicher Aufschluß aus deutschen Klassikerübersetzungen d. 18. Jhs. Wortkundliche Untersuchung der Phraseologia Corneliana des schwäbischen Magisters Christian Friederich Kocher (2. Aufl. Ulm 1724), 1937.
  • Kayser, W.: Wandlungen im Gebrauch der verbalen Präfixe in der deutschen Sprache des 18. Jahrhunderts, 1950.
  • Weisgerber, L.: Verschiebungen in der sprachlichen Einschätzung von Menschen und Sachen, 1958.

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