Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Deutsches Wörterbuch (DWB)
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fül
für voll. fül, nicht lehr, pieno, colmo. Hulsius 50ᵃ, der aber auch 155ᵃ vol hat. eine einsam stehende form, deren umlaut sich nicht erklären läszt. s. ful.
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fül
das junge vom pferde, esel, kamel, besonders vom ersten. auch füle (s. d.). ahd. fuli, mhd. fül (Helbling 8, 327. 330, an welcher letzten stelle Karajan vüle setzt. Megenberg 137, 18 ff.), und in oder an der Schweiz auch füli (Grieshabers pred. 2, 128 mehrmals), wie es scheint dim. von ahd. folo nhd. fohle 3, 1868. vgl. füllen. nhd. der schwanger bawer mit dem fül als überschrift eines fastna...
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fül
wie das vorhergehende ful, für fiel, das praet. von fallen:
die schenckel wolten werden schwach,
er fül zu ruck mit ungemach.
Spreng Il. (1610) 88ᵇ;
und von dem schiff mit schmerzen fühl (der durchbohrte)
herausser auf die erden kühl.
209ᵃ;
(Mars) fühl auf die knie zu boden nider
und strecket von sich alle glieder.
298ᵇ;
Deiphobi behausung grosz
litt von den flammen harten stosz...
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füllen
voll machen. dies der ursprüngliche begrif des wortes, welches goth. fulljan praet. fullida, ahd. fullan fulta, mhd. vüllen vulte, alts. fullian fulda, nd. fullen fuld, nnl. vullen vulde, ags. fyllan fylde, engl. fill, altfr. fella felde, altn. fylla fyldi, schwed. fylla, dän. fylde lautet und mittelst -i oder, was dasselbe ist, -j von dem adj. voll (s. d.), goth. fulls, ahd. fol, alts. und...
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füllen
der infinitiv füllen sp. 496 ff. substantivisch: das füllen des kessels bei dampfmaschinen, das einfüllen der zum gebrauche nöthigen wassermenge in den dampfkessel vor dem gebrauche (zum unterschiede vom speisen, dem versorgen des dampfkessels mit wasser während des gebrauches). Fellmer wb. 81. das füllen der flaschen hat lange gedauert. ist das füllen der betten (mit federn) schon besorgt? i...
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füllen
ein füllen gebären: können die westwind in Linsebonerlandt gurren schwängern, dasz sie füllen. Fischart Garg. 132ᵃ = (1608) Q ijᵇ. die stute hat gefüllet.
abgeleitet von fül, fülle, n., wie das verbum fohlen von fohle m. (3, 1868), und also nicht füllnen, wie Heynatz in seinem antibarbarus 1, 429 als eigentliche form aufstellen möchte.
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füllen
das junge vom pferde, esel, kamel, besonders das junge pferd bis ins vierte jahr. ahd. fulin, mhd. füln, vüln, abgeleitet mit wahrung des ursprünglichen u durch das i, dessen einwirkung mhd. dann den umlaut ü erzeugte, von goth. fula, ahd. folo, unserm nhd. fohle m. die bildung des wortes stimmt, zumal da es eine nhd. form füllein (s. d.) gibt, welche ein mhd. fülîn, vülîn voraussetzen läsz...
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