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„funken“

Jacob Grimm und Wil­helm Grimm, Deut­sches Wör­ter­buch (DWB)

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funk

der glanz, das funkeln: uns zündt ein nüwer sterne, gar heiter ist sîn funk. Züricher mittheil. 2, 81ᵇ. in der gaunersprache funk m. für flamme. Train 41ᵇ. entsprossen dem pl. praet. der schon von Jacob Grimm bei fink, finke angegebenen verlorenen wurzel finken, welcher auch funke angehört. mehr über sie s. bei diesem worte.

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funk

schluck, zug beim trinken: mit einem trunk   in einem funk tu ich dir nun das gar bringen. Orlando di Lassus newe teutsche liedlein, bei Hoffmann von Fallersleben in den deutschen gesellschaftsliedern s. 165 (1² s. 276 nr. 199) nach einem andern drucke, dem von Ant. Scandellus, mit der lesart in einem schlunk; sein (des liebsten buhlen) nam heist Wein,   schenk dapfer ein! so wird die s...

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funk

gekürzt aus funke (s. d.), kleinstes feuertheilchen.

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funk

was finke, fringilla. ach warum hat mich (klagt das aus hanf entstandene octavblatt papier) nicht gleich in meiner jugend (nemlich als hanfsamenkorn) ein funck oder goll aufgefressen und alsobald dreck aus mir gemacht. Simpl. (Keller) 885, 6. goll ist die goldammer (Nemnich 2, 1477), aber auch der blutfink (ebenda 3, 455. vgl. dazu Diefenbach 247ᵇ), und unter funk ist offenbar finke zu verste...

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funke

1) ein unsteter, leichtfertiger mensch, ein mensch voller schelmstreiche, ein schelm. um das auslautende e verkürzt, blosz funk. wie schon oben bei dieser form bemerkt wurde, findet hier anwendung von funke für finke, fringilla, statt, nach natur und wesen dieses lebhaften vogels. sagen wir ja auch in ähnlicher weise ein vogel, ein leichtfertiger vogel, selbst ein böser, loser, leichtfertige...

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funke

s. den vorhergehenden artikel.

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funke

scintilla, strictura, igniculus, pusillum. ahd. funcho ist nur in zwei stellen des Boethius nachweisbar, in welchen es noch dazu in abgeleiteter bedeutung steht; s. hernach 6). geläufiger erscheint mhd. vunke, aber daneben kommt noch ein gleich geläufiges vanke vor. dasz von diesen beiden die Nibelungen, Gudrun, Biterolf, Lohengrin, Wolfram, Ottocar vanke haben, zeigen die von Jacob Grimm u...

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funken

der infinitiv der drei vorhergehenden verba substantivisch gebraucht.

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funken

mit einer stumpfen spitze stoszen, stupfen ebenfalls in der Schweiz, wo aber funggen, fünggen gesprochen wird. man gebraucht das wort z. b. vom stoszen des rindviehes mit den hörnern, dem anstoszen mit dem fusze u. s. w. Stalder 1, 404.

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funken

schon, wie sich unten unter 3) zeigt, mhd., während funkeln (s. d.) erst nhd. vorkommt. funcken neben funckelen, funckeren. Henisch 1287, 48. funken. Schottelius 1321. kärnt. funggn. Lexer 105. nnl. vonken. von funke. 1) intransitiv, in den bedeutungen a) funken von sich geben: der schmid gantz willig war bereyt und kolen in die esse trug und sanct Petrus die blaszbelg zug. als nun ...

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funken

einen bauchwind fahren lassen, pedere. in Kärnten, wo aber fûnggn gesprochen wird, also mit langem u. Lexer 105. s. auch funkezen, pedere.

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funken

in viele und unordentliche falten legen. in der Schweiz, wo man aber funggen spricht. Stalder 1, 404. verfunggen, zerfunken, zerdrücken in falten. ebenda.

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funkert

in der gaunersprache für glut, feuer. Grolman 22ᵃ. Train 41ᵇ. in dem e der zweiten hälfte abgeschwächt, denn es lautete in dem ersten viertel des 16. jh. funckart (Gengenbach 367). dies aber gieng aus einem aus funke und hart zusammengesetzten funckhart hervor, das noch im 17. jh. Philander 2, 632 aus der im dreiszigjährigen kriege zur feld- d. h. soldatensprache gewordenen gaunersprache verz...

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funket

aus funken bestehend. oberdeutsch aus funkicht (s. d.) geworden, welches im mhd. vunkoht, vunkëht gelautet haben würde und von funke abgeleitet ist. funghet in einem vocabular. des 15. jh. bei Diefenbach 518ᶜ. in gestalt eines funcketen fewrs, als ob man büchsenpulver nach der lenge her gezettelt hett und zu vorderst anzündet. Paracelsus 1, 916ᶜ.

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