Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Deutsches Wörterbuch (DWB)
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gebar
zu gebaren (s. d.), ahd. gipâr gleich gipârida gestus Schm. 1, 186, mhd. gebâr m.
1)
im 15. jahrh. noch in bair. vocc.: gesta, gepar Dief. 261ᶜ, Mones anz. 8, 251ᵃ. und noch aus H. Sachs Göz in s. auswahl 4, 181, 'äuszerlicher anstand, geberde' ohne den beleg (den ich vergeblich suchte), die gewöhnliche form des dichters ist gebär (s. d.); aber auch jenes wird als reimwort im 15. 16. jh....
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gebars
s. I, 565. auch Stieler 58 gibt es, aus der sprache der (thür.) kinder, Gebarsch Nehmarsch, als scheltwort gegen einen, der etwas eben erst geschenktes zurückverlangt, reposcones; auch bei Luther: ihr (der welt) geben ist also, das die rechte hand gibt, aber die linke zu sich zeucht, das heiszet man gebers nemers (pluralisch), wie die kinder unternander spotten. das 5. 6. 7. cap. Matth. (1532...
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geboren
s. unter gebären sp. 1645ff.; nachträglich: als reines subst., mit gen., im 16. jh.: wirt es nit weniger dann ein geborner des lands zuͦ eeren gesetzt. Frank weltb. 64ᵃ. mit dat. (sp. 1645 m.): das .. ie einer sich dem andern geboren sein gedenken sol. Frank spr. 2, 5ᵇ;
gar oft schon fühlt ichs tief, des mädchens seele
wird nicht sich selbst, dem liebsten nur geboren.
Eichendorf ged. 229. ...
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geborne
gleich geborenheit (s. d.), enthalten in euer wolgeboren u. ä., jetzt verdunkelt, auch in den wbb. und sonst der beobachtung noch entgangen.
1)
die ursprüngliche form war wolgeborne, genauer wolgeborene, das sich im 17. jahrh. entwickelt haben musz, vielleicht schon im 16. beginnend, der bildung nach entsprechend dem ahd. widarboranî f., regeneratio, êristboranî erstgeborenheit Graff 3, ...
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gebär
gebaren, haltung, erscheinung, mhd. gebære wb. 1, 148ᵇ, gleich gebärde.
1)
nhd. z. b.: du bewisest (zeigst) das mit einer geber oder mit einem wörtlin. Keisersb. bilg. 65; im 16. jahrh oft bei H. Sachs, als reimwort:
schaw wie geht dort ein mensch daher
in armutseliger geber.
3, 1, 200ᵇ;
sie ist holdseliger geber.
1, 13 Göz;
tritt her ganz höflicher geber,
sam sie die göttin Ven...
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gebären
nebenform von gebaren, wie subst. gebär neben gebar, nur nhd. mit dem folg. gebären im praes. zusammenfallend, denn dieses war mhd. gebërn, jenes gebæren wb. 1, 149ᵃ, vermutlich schon ahd. gipârian; alts. gibârian, ags. gebæran, noch altengl. iberen Stratm. 312, mnd. gebêren, mnl. geberen, noch fläm. (s. gebaren II, 2). mnd. noch öfter blosz bêren, s. dazu gebaren I, a; auch als hochd. bei ...
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gebären
ferre, parere, gignere.
I.
Form und verwandtschaft
a)
goth. gabaíran, ahd. kipëran, gibëran, mhd. gebërn; alts. gibëran, ags. geberan, altengl. iberen (engl. bear), mnd. mnl. geberen, nnl. nur noch im part. geboren, im nord., dem das ge- überhaupt abgeht, nicht entwickelt, es heiszt dort noch einfach altn. bera, norw. bera, schwed. bära, dän. bäre, wie auch goth. baíran, ahd. përan, alt...
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gebären
der inf. als subst.:
und vor die königin gebracht, die méines
gebärens frucht an íhre brüste legend
beim gatten sich des kindes mutter rühmte.
Schiller 236ᵃ (Phöniz.).
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gebärt
moratus Steinbach 1, 151, d. h. mit dem und dem gebaren oder gebären, er gibt auch gebärdet so. das mhd. wol gebâret wb. 1, 146ᵇ ist vielmehr verb.
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zerberen
zerschlagen, -bläuen; wie das simplex beren (th. 1, 1501) nur bis ins 17. jahrh. am leben; mhd. zerbern (mhd. wb. 1, 144ᵇ; Lexer 3, 1061): Wolfram v. Eschenbach Parz. 153, 3;
den (estrich) hân ich sô mit triten zerbert
Gottfried v. Straszburg Trist. 17 123;
halt! las dir vor dein maul zerpern
H. Sachs 9, 105; 3, 47; 6, 143 K.;
J. Frischlin Sus. 427; hist. volksl. 3, 240 Liliencron; die ...
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