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„hell“

Di­gi­ta­les Wör­ter­buch der deut­schen Spra­che

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hell

Grammatik

Adjektiv · Komparativ: heller · Superlativ: am hellsten

Bedeutungen

  1. 1. in gegensätzlicher Bedeutung zu dunkel
    1. a) reich an Licht, lichterfüllt
    2. b) sich im Farbton mehr oder weniger dem Weiß annähernd, von wenig intensiver Färbung
    3. c) hoch tönend
  2. 2. klar
    1. a) rein, ungetrübt, durchsichtig
    2. b) [übertragen] klug, leicht und schnell auffassend, aufgeweckt
  3. 3. drückt große Verstärkung aus: groß
    1. a) [umgangssprachlich] drückt ein gewaltiges Ausmaß aus
    2. b) sehr

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WAHRIG Deutsches Wörterbuch

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hell

1 reich an Licht, leuchtend
2 reich an Weiß (Farben)
3 ⟨fig.⟩ gescheit, klug, aufgeweckt, von rascher Auffassungsgabe
4 rein, hoch, klar (Klang)
● bitte ein Helles ⟨umg.⟩ helles Bier
● ~e Augen, Haut; in einem ~en Augenblick erkannte der Kranke ihn in einem A. des Bewusstseins; in ~e Begeisterung, ~en Jubel ausbrechen ⟨verstärkend⟩ in große, jauchzende B.; ein Kleid in ~em Blau; sie bevorzugt ~e Farben; er hat seine ~e Freude daran ⟨verstärkend⟩ reine, große, geäußerte F.; ~es Haar; sie kamen in ~en Haufen, Scharen ⟨umg.⟩ in großer Menge; ein ~er Kopf, ein ~es Köpfchen ⟨umg.⟩ ; diese Lampe gibt ein ~es Licht; eine ~e Stimme; es geschah am ~en Tage; ein ~er Ton; sie hat einen ~en Verstand; er hat es in ~er Verzweiflung getan; das ist ja ~er Wahnsinn! ⟨umg.; verstärkend⟩ das ist wirklich W.!
● ~ auflachen; die Flamme brennt ~; ~ klingen, tönen; ~ leuchten; der Mond scheint ~; sein: sie ist recht ~ ⟨umg.⟩ ; wach auf, es ist, wird schon ~
● ~ leuchtend hellleuchtend; ~ lodernd helllodernd
[←mhd. hel „tönend, laut, licht glänzend“; zu mhd. hellen „ertönen“; zu idg. *kel- „rufen“; Hall1SchallSchelle1]

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Schweizerisches Idiotikon

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Hell

Bedeutungen

  1. 1. Hölle; Ort der Verdammten; mit Adj. od. Subst. zsges. geht aus der eig. Bed. in die abstr. einer allg. Begriffsverstärkung über
  2. 2.
  3. a) Feuerstätte; die Grube für das Feuer, über welchem der Hanf geröstet wird
  4. b) der Winkel, die Nische hinter dem Stubenofen
  5. c) 'das geheime, vertiefte Mittelfach an einem aus etlichen Schubladen bestehenden Schreibtisch'
  6. 3. häufiger Lokaln., t. Bezeichnung für schauerliche Örtlichkeiten, Schluchten, Abgründe; t. für tief gelegene Örtlichkeiten übh.; in GR häufige Bezeichnung von Heimstätten, welche vertieft unter dem abschüssigen Wege liegen; tief gelegene Wiese; t. für unfruchtbare, mühsam zu bearbeitende Grundstücke, bzw. Heimwesen

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häll

Bedeutung

  1. Lock- und Aufmunterungsruf für die Schafe (auch für Ziegen und Kälber), auch mit vorgesetztem «o!» oder «u!» und folgendem «ex» oder «le», «së! se!», «si! si!», «bä»

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hëll

Bedeutungen

  1. 1. hell; vom Schall, von der Stimme: hell tönend
  2. 2. hell; von Lichtempfindungen: scheinend, glänzend; klar, lauter; rein; in ä. Spr. auch auf Geistiges übertr.
  3. 3. hell; heftig
  4. 4. hell; ganz, völlig

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Jacob Grimm und Wil­helm Grimm, Deut­sches Wör­ter­buch (DWB)

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allerhellst

omnium lucidissimus. Bürger 220ᵃ.

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hel

s. hähl sp. 158 und hehl sp. 785.

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hell

sonorus, clarus. ahd. ga-helli, später helli, mhd. hel, von der wurzel hall, inf. hellen hallen ausgehend, und im ahd. ausschlieszlich, im mhd. noch vorzugsweise auf stimme und ton bezogen, bis sich eine erweiterung der bedeutung auf das durchdringen des lichtes geltend macht und im jetzigen nhd. sogar den ältern sinn mehr in den hintergrund drängt. 1) hell, hallend, laut, durchdringend ...

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helle

mhd. helle, in verschiedenen bedeutungen von hell. 1) nach hell 1, klarheit, durchdringende reinheit des tones: die helle ihrer stimme. 2) viel öfter nach hell 3, glanz, licht, in bezug auf sonne, mond, feuer, tag, morgen: hälle, claritas, claritudo Maaler 205ᵇ; helle des tages serenitas diei Stieler 888; sternenhelle, astrorum jubar das.; fenster ... durch welche sie beides, helle un...

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hellen

sonare, ahd. hellan, praet. hal, mhd. hellen, praet. hal, nur im ältern nhd. noch fortlebend, im jüngern zu gunsten von hallen (vergl. sp. 232) untergegangen, soweit es nicht dialectisch noch fortlebt (bair. kärnthn. hellen Schm. 2, 171. Lexer 138). die bedeutung ist verschiedenartig ausgebildet. 1) intransitiv klingen, tönen: tonare hellen Dief. 587ᵃ; sonare hellen 542ᵃ; resonare hellen...

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hellen

neigen; assimilierte form von hälden sp. 222. vergl. unten helling 2, und hellweg 2.

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hellen

hell machen und hell werden; mhd. hellen nur in letzterer bedeutung (Lexer wb. 1, 1236). 1) transitiv, hell machen, erhellen, erleuchten; belege erst aus der 2. hälfte des vorigen jahrhunderts, wo das wort dichterisch an stelle des ältern aufhellen, erhellen erscheint: dem blicke gehellt bis zum kiesel ist (der strom). Klopstock 2, 89; sein geist stand jetzt vor dem richter, besann ...

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heller

obolus; die seit dem 15. jahrhundert gebräuchliche umgelautete form für haller, sp. 234, die sich immer mehr festgesetzt und auch die schreibung häller verdrängt hat. über die münze selbst und ihren eigentlichen wert vergl. a. a. o., ausgeprägt wurde sie bis auf unsere zeit mehrfach, z. b. in dem ehemaligen kurhessischen gebiet, ihr name war und ist noch jetzt in sprichwörtlichen redensarten ...

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hille

eilig, hurtig: er hat es sehr hille. Campe kinder- u. jugendschr. 18, 30; ihr (neuvermählte) wärt euch selbst genug, und hättet nichts von nöhten, als dann und wann die hille gegenwart der weisen mütterchen, die reichlich wiederschaffen, was krieg und doktorey hinab zum orkus raffen. Klamer Schmidt poet. briefe 63. Das wort ist das über das ganze niederdeutsche sprachgebiet verbreitete ...

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hille

unter wurstarten wird angeführt: von .. kropstösigen blutwürsten und flämmischen hillen, in nostra villa, tigno suspenditur hilla, die sie zur grösten zier umb den tisch henken, das sie eim auf schlauraffisch ins maul henken. Garg. 54ᵃ.

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hille

in Westfalen und Niedersachsen der speicher über den viehräumen an der groszen diele, der in einzelne verschläge zu schlafstätten der dienstboten, werkzeugsräumen u. s. w. abgetheilt ist. aus Holstein wird von Schütze 2, 138 dafür die form hilge bezeugt. in Pommern ist hilde der heuschuppen, auch niederl. hilde pabulatorium, promptuarium, foenile (Kilian); im Göttingischen hilte und hille di...

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verhellen

hell machen, klar machen.

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zerhellen

miszhellig, uneins sein, nicht übereinstimmen: Tristan 9633; zerhullen sie aber aller dingen weisth. 1, 35; 1, 307; swa dieselben ahte man zerhullint, daz dar uber ... die voͤgt hie urthail sprechint ... da die ehte zerhuͤllen (schwäb. 1290) württ. urkb. 9, 371; Schwabensp. ldr. 172; H. Fischer 6, 1136; Lexer 3, 1068; Scherz-Ob. 2097; S. Meichszner land- u. lehnrecht (1566) 18ᵇ; andere zss.: ...

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Jacob Grimm und Wil­helm Grimm, Deut­sches Wör­ter­buch (Neu­be­ar­bei­tung, ²DWB)

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aller-.

ursprüngl. gen. plur. (selten sing., s. z.b. allerschlacht) von all indef.pron., der (1) als erstes glied in zusammenrückungen mit substantiven indefinitpronomen (1 a) und adverbien (1 b) bildet. die anfangs deutlich auf den gen. plur. weisende endung des substantivischen gliedes (s. allerhand u. vgl. z.b. mhd. allerdinge) kann in späterer zeit durch adverbiales -s ersetzt werden (frnhd. allerdi...

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allerhellst, adj.

   (aller- 2 a): 1523 Esaias zeyget under andren propheten nach Daviden aller hällest von Christo an Zwingli 2,53 E./F. 1533 (der sonne) liecht ist das aller hellest liecht Luther bibel 12,264 W. 1716 das allerhelleste härteste und gesundeste wasser Pachelbel Fichtel-berg 55. 1821 der allerhellste sternhimmel Goethe III 8,101 W.

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Goethe-Wörterbuch

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1 Treffer im Goethe-Wörterbuch gefunden

hell

Eintrag

  1. hell vereinzelt ‘hel’ (zB DjG 3 1,8,11, DjG 3 5,238,3 ), präd mehrf ‘h-e’; neben ‘das H-e’ (wiederholt kleingeschrieben) auch substantivisch ‘(das) Hell’; von gut 1200 Belegen nur rund ein Dutzend in der ursprünglichen 1) Bed 2; weit über die Hälfte in Bed 1 im natwiss Zshg (Farbenlehre), im nicht-natwiss (bes poet) Kontext meist positiv wertend
    1 visuell
    a als Eigenschaft von Lichtquellen, Licht: Licht(fülle) bzw (starke, intensive) Helligkeit besitzend u verbreitend, strahlend, (be-, er)leuchtend
    α von Gestirnen, Feuer, Lampen, Kerzen uä, von (deren) Schein, Lichtstrahlen; oft superl [ Nacht: ] wenn ich denke: daß ich alles fülle, | Daß nur in mir die h-ste Sonne strahlt 16,250 Maskenz 1818 Prol 26 [ Schattenspielmann, Szenen der Schöpfungsgeschichte vorstellend: ] Finsterniß is .. | Sprach sie Gott, ’s werd Licht! | Wie’s h. da reinbricht! 16,37 JahrmPlund 2 582 ~ AAJw1,244 Jahrm Plund 1 307 im h-sten Vollmond .. zurückkehrend 41 1 ,370,10 Üb:Zelter,Liedersammlg [ […]

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Literatur zur Wortforschung

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4 Einträge gefunden

  • Johansson, K. F.: Über die idg. Verbindungen von s (z) + guttural + l, m, n in den germ. sprachen, 1889.
  • Paul, H.: Zum Parzival, 1875.
  • Reps, I. M.: Zu den altdeutschen Lichtbezeichnungen, 1950.
  • Solmsen, F.: Etymologisches, 1902.

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