Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Deutsches Wörterbuch (DWB)
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hell
sonorus, clarus. ahd. ga-helli, später helli, mhd. hel, von der wurzel hall, inf. hellen hallen ausgehend, und im ahd. ausschlieszlich, im mhd. noch vorzugsweise auf stimme und ton bezogen, bis sich eine erweiterung der bedeutung auf das durchdringen des lichtes geltend macht und im jetzigen nhd. sogar den ältern sinn mehr in den hintergrund drängt.
1)
hell, hallend, laut, durchdringend ...
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helle
mhd. helle, in verschiedenen bedeutungen von hell.
1)
nach hell 1, klarheit, durchdringende reinheit des tones: die helle ihrer stimme.
2)
viel öfter nach hell 3, glanz, licht, in bezug auf sonne, mond, feuer, tag, morgen: hälle, claritas, claritudo Maaler 205ᵇ; helle des tages serenitas diei Stieler 888; sternenhelle, astrorum jubar das.; fenster ... durch welche sie beides, helle un...
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hellen
sonare, ahd. hellan, praet. hal, mhd. hellen, praet. hal, nur im ältern nhd. noch fortlebend, im jüngern zu gunsten von hallen (vergl. sp. 232) untergegangen, soweit es nicht dialectisch noch fortlebt (bair. kärnthn. hellen Schm. 2, 171. Lexer 138). die bedeutung ist verschiedenartig ausgebildet.
1)
intransitiv klingen, tönen: tonare hellen Dief. 587ᵃ; sonare hellen 542ᵃ; resonare hellen...
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hellen
hell machen und hell werden; mhd. hellen nur in letzterer bedeutung (Lexer wb. 1, 1236).
1)
transitiv, hell machen, erhellen, erleuchten; belege erst aus der 2. hälfte des vorigen jahrhunderts, wo das wort dichterisch an stelle des ältern aufhellen, erhellen erscheint:
dem blicke gehellt bis zum kiesel ist (der strom).
Klopstock 2, 89;
sein geist stand jetzt vor dem richter, besann ...
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heller
obolus; die seit dem 15. jahrhundert gebräuchliche umgelautete form für haller, sp. 234, die sich immer mehr festgesetzt und auch die schreibung häller verdrängt hat. über die münze selbst und ihren eigentlichen wert vergl. a. a. o., ausgeprägt wurde sie bis auf unsere zeit mehrfach, z. b. in dem ehemaligen kurhessischen gebiet, ihr name war und ist noch jetzt in sprichwörtlichen redensarten ...
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hille
eilig, hurtig: er hat es sehr hille. Campe kinder- u. jugendschr. 18, 30;
ihr (neuvermählte) wärt euch selbst genug, und hättet nichts von nöhten,
als dann und wann die hille gegenwart
der weisen mütterchen, die reichlich wiederschaffen,
was krieg und doktorey hinab zum orkus raffen.
Klamer Schmidt poet. briefe 63.
Das wort ist das über das ganze niederdeutsche sprachgebiet verbreitete ...
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hille
unter wurstarten wird angeführt: von .. kropstösigen blutwürsten und flämmischen hillen, in nostra villa, tigno suspenditur hilla, die sie zur grösten zier umb den tisch henken, das sie eim auf schlauraffisch ins maul henken. Garg. 54ᵃ.
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hille
in Westfalen und Niedersachsen der speicher über den viehräumen an der groszen diele, der in einzelne verschläge zu schlafstätten der dienstboten, werkzeugsräumen u. s. w. abgetheilt ist. aus Holstein wird von Schütze 2, 138 dafür die form hilge
bezeugt. in Pommern ist hilde der heuschuppen, auch niederl. hilde pabulatorium, promptuarium, foenile (Kilian); im Göttingischen hilte und hille di...
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zerhellen
miszhellig, uneins sein, nicht übereinstimmen: Tristan 9633; zerhullen sie aber aller dingen weisth. 1, 35; 1, 307; swa dieselben ahte man zerhullint, daz dar uber ... die voͤgt hie urthail sprechint ... da die ehte zerhuͤllen (schwäb. 1290) württ. urkb. 9, 371; Schwabensp. ldr. 172; H. Fischer 6, 1136; Lexer 3, 1068; Scherz-Ob. 2097; S. Meichszner land- u. lehnrecht (1566) 18ᵇ; andere zss.: ...
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