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„kracken“

Jacob Grimm und Wil­helm Grimm, Deut­sches Wör­ter­buch (DWB)

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krack

nebenform zu krach, wie kracken zu krachen, schon mhd. neben krach auch krac, ahd. chrac; die tenuis im auslaut ist wie in den wurzelverwandten und gleichbed. klack, knack (s. unter krachen I, d). s. auch krack! neben krach! 1) gleich krach tirol.: kragk, plötzlicher schall wenn ein fester körper bricht, kragk machen, so zerbrechen. Frommann 6, 301, Schöpf 338 (auch gragk 204, zu dem gk...

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krack

wie krach! doch mehr von scharfen tönen. 1) von etwas brechendem: krack! alle tausend! was krachte da? Wieland 33, 394; krak! brach ihm das herz. Gotter die erbschleicher 182. tirol. gragk! dazu gragken brechen Fromm. 6, 438, vergl. kracken. Oder von dem was zu brechen droht: krack ists an d'vordere achs gangen, krick an d'hindre (vom rasenden fahren). Eipeldauer br. 1, 7. daher 'krick k...

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krack

haken, riegel, wirbel u. ä. 1) ein ahd. chracho, chracco hiesz haken (uncinus, fuscina Graff 4, 589), das scheint in folg. nachzuleben. zunächst als haken in kärnt. graggl m. (zum obstlangen) Lexer 120. eine ahd. nebenform chrago bei Graff, vgl. Haupt 6, 327, 91, findet sich vielleicht auch noch spät mhd. als krage, s. wb. 1, 873ᵃ (doch vgl. dazu den zweifel Schröers darst. 66). Auswärti...

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krack

krähe, rabe, ein landschaftliches wort von werte. 1) Formen und bedeutung. a) krack, graculus Aler 1220ᵃ. es ist fränkisch, s. Schmeller 2, 380, der es aus einer würzb. verordn. des 18. jahrh. belegt: reiger, kracken, geier ... raben, graukracken und alster, wonach kracke als rechter nom. zu erwarten ist; auch coburg. krack m. rabe, krähe Fromm. 3, 268 (in der Ruhl als scheltwort, kræ...

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kracke

altes schlechtes pferd u. a. I. Bedeutung, verbreitung, nebenformen. 1, a) allgemein bekannt, wenigstens als schriftwort ist es in der angegebenen bed., ein verächtliches kraftwort, scheltwort, noch kräftiger schinderskracke (die für den schinder reif ist) Stieler 1021, Steinb. 1, 922: faszte man ihn aber einmal beim worte, so war die kracke (der versprochene karngaul) vernagelt. Siegf...

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kracke

eine art groszer handelsschiffe, s. karacke; mnd. kracke s. brem. wb. 2, 737, kraken dat. pl. Sachsensp. III, 44, 2 var., nnl. kraak. auch hd., oberrh. schon seit dem 15. jh.: wie ich der narren schiff uf rüst, galleen, füst, kragk, nawen, park. S. Brant vorr. 15; entschlosz mich mit einer groszen portugesischen kracke (so mit groszem kaufmanschatz nach haus zu fahren wegfertig stund) in ...

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kracke

vogelwicke, vicia cracca Nemnich, kärnt. krackerlitzen, grachl, grachalitz Lexer 120, der sloven. grah erbse, grahóriza wicke vergleicht (altsl. grachŭ bohne Mikl. 142ᵃ); lat. cracca eine wickenart bei Plinius. bei Nemnich aber auch krock m. vogelwicke, nl. krok (crock Junius nom. 85ᵃ), isl. krokagras.

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kracke

braucht Oken für dintenschnecke, sepia: die dintenschnecken ... die man auch kracken nennt. naturg. 1835 4, 572. 5, 495 ff.; in der 1. ausg. 1815 3, 321 ff. steht aber richtiger krake, s. dort.

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kracken

hd. nebenform zu krachen mit anderer auslautstufe, die zufällig mit der in nd. kraken zusammenfällt. sie ist schon ahd. bezeugt in subst. (s. krack m.) und auch im zeitwort gegen jeden verdacht einer nd. entlehnung geschützt durch das kärntische unter 1; vgl. auch gekrack fragor (gekrach) Henisch 1450, und das ahd. wort unter kräcken. 1) kracken gleich knacken bei Rädlein 548 unter letzt...

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kracken

ein ungeheuer, s. krake.

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krake

ein nordisches seeungeheuer, das in den erzählungen norwegischer fischer und noch im 18. jh. in naturgeschichtlichen büchern erscheint (s. Nemnich polygl. 3, 572), jetzt nur noch in wbb. und bei dichtern (auch für ungeheuer überhaupt): ein naturkundiger wollte allerlei von Pontoppidans wasserschlange wissen, und von dem kraken, der einige meilen grosz ist. Sturz 1, 111; und also trübt die fl...

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krake

s. krack, kracke.

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krecken

auch kreckeln, krecksen s. mit ä.

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krocken

krächzen, von raben Rädlein, M. Kramer 1719: der reubisch rapp (rabe) crockt immer crapp. Eyring 2, 119, wie nrh. krochen (2), hd. kracken 3, vgl. krack selbst als rabe sp. 1927, auch krapp rabe, hier als sein schrei; schon im 15. jh. kroggen crocitare, s. sp. 1927 mitte. von einem stocke, etwa gleich knacken (vgl. kracken 1): des krippels krükkenstokk krokkt, grakkelt, humpt und zakkt. ...

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kräcken

in doppelter geltung, theils umlautsnebenform zu kracken mit gleicher bedeutung (wie kräckeln zu krackeln, krächen zu krachen), theils causativum zu krachen, gleich 'krachen machen'. aber beide scharf zu scheiden ist im nhd. nicht mehr möglich, zumal die causativa da von selbst auch leicht in ihr intransitivum überspringen; zudem kann das causat. ebenso gut zu kracken wie zu krachen gehör...

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