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„rädern“

Jacob Grimm und Wil­helm Grimm, Deut­sches Wör­ter­buch (DWB)

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räder

molile, das radscheid, damit man das wasser ab- und zulesset. Schottel 1381.

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räder

1) der da siebt, alt reder (vergl. oben räden): abrotator, reder, melreder Dief. 4ᶜ; tarantarisator, reder, melreder 573ᶜ; auch der siebe macht: cribrarius, räder 157ᵇ. 2) das sieb: der räder für getreide und im bergbau Adelung mit der nebenform rädel; räder ist ein sieb, mit zwei ringen fest umwunden, dessen boden von eisernen drath geflochten, dadurch das klein geschlagene erz gesiebet ...

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rädern

in mehreren bedeutungen. 1) alt wie radebrechen, mit dem rade hinrichten: rotare, redern, reddern Dief. 500ᶜ; desselben jars am freitag vor sant Kathrein redert man zwen zu Bamberg .. umb einen mort, heten sie getan. d. städtechron. 10, 258, 4; denn es war ein thurn da, fünfzig ellen hoch, vol asschen, und auf der asschen stund ein umblaufend und schuckeld rad, darauf redert man die go...

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rädern

sieben, iterativ zu räden sp. 47, vergl. auch rädeln: abrotare, redern Dief. 4ᶜ; räderen, cribrare Schottel 1381; ich solte in (den leim) im mörsel stoszen und durch ein siblin rederen. F. Platter 300 Boos; das getreide rädern. Adelung; im bergbaue wird das gepochte erz gerädert. ebenda.

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zerrädern

mit dem henkersrade den körper zerstoszen (s. rädern th. 8, 48): auf Golgatha ..., wo durch zerraͤderte man nattern krichen siht Lohenstein geistl. gedanck. 84; Grabbe 1, 133 Bl.; freier von anderer schwerer peinigung: den andern zerraͤdert und stigmatisirt er haͤnd und fuͤsz Fischart Garg. 324 ndr.; ich wäre zerraͤdert hingekommen Hamann bei Fr. H. Jacobi w. 4, 3, 59; in diesem sinne gew...

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