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Wortgeschichte zu

prekär

Politik & Gesellschaft

Kurz gefasst

Prekär wird gegen Ende des 18. Jahrhunderts aus französisch précaire unsicher, gefährdet ins Deutsche entlehnt. Bis in die Gegenwart ist das Adjektiv auf zahlreiche Sachverhalte anwendbar, von einem unsicheren Stand am Berghang bis hin zu einer wirtschaftlich schwierigen Situation. Um 1990 lagert sich die erneut aus dem Französischen übernommene Bedeutung von sozialer und ökonomischer Unsicherheit gekennzeichnet an die etablierten Gebräuche an, hier vor allem in der Verbindung prekäre Beschäftigung.

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Wortgeschichte

Eine Entlehnung aus dem Französischen

Das Adjektiv prekär wird gegen Ende des 18. Jahrhunderts aus französisch précaire unsicher, gefährdet ins Deutsche entlehnt. Es geht auf lateinisch precāriuszurück; dieses stellt eine Ableitung vom lateinischen Verb precārī bitten dar und bedeutete dementsprechend erbeten, erbettelt, auf Widerruf gewährt (zur Herkunft Pfeifer unter prekärDWDS; zum französischen Wort s. auch TLFi unter précaire).

Die Hauptbedeutung des deutschen Adjektivs ist, der französischen Entlehnungsbasis entsprechend, unsicher, gefährdet. Diese Bedeutung findet sich in zahlreichen Schattierungen. Als prekär können so unterschiedliche Bezugsgrößen wie ein Besitz (1789, 1791), Gewerbszweig (1821), Gewinn (1873), Rang (1792) oder aber auch eine Wahrheit (1812), eine Spekulation (1883) oder eine Behauptung (1903) auftreten. Unsicher als Grundbedeutung des Adjektivs kann dabei auch sehr konkret verstanden werden, etwa wenn von einem prekären Stand an einem Berghang die Rede ist (hier also keinen Halt bietend, vgl. den Beleg 1869).

Als prekär werden seit dem 19. Jahrhundert oftmals auch ökonomisch schwierige Situationen bezeichnet, in die eine Einzelperson oder eine Personengruppe geraten kann; dies ist typischerweise in Verbindung mit Substantiven wie Lage (1834, 1900, 1966), Stellung (1854) oder Verhältnisse (1870a, 1913) der Fall. Auch eine einzelne menschliche Existenz kann insgesamt als prekär beurteilt werden (1870b, 1965).

Die breite Anwendbarkeit des Adjektivs prekär unsicher, gefährdet auf sehr unterschiedliche Bezugsgrößen und Sachverhalte bleibt bis in die Gegenwart grundsätzlich erhalten (vgl. 2000a, 2000b, 2005). Das Wort ist dabei allerdings weitgehend auf die Schriftsprache beschränkt.

Prekäre Beschäftigung in der Arbeitswelt ab 1990

Vor dem Hintergrund dieses etablierten Gebrauchs ist ab ca. 1990 dann eine deutliche Dynamik in der Wortgeschichte erkennbar. Anschließend an die älteren Verwendungen, die auf schwierige ökonomische Lagen bezogen waren, gewinnen Verbindungen wie prekäre Beschäftigung und prekäre Beschäftigungsverhältnisse erheblich an Relevanz. Mit diesen Verbindungen wird auf Arbeitsformen verwiesen, die vor allem durch Befristungen, kurze Vertragslaufzeiten (wie etwa beim wissenschaftlichen Personal an Hochschulen), eine geringe Bezahlung sowie mangelnde soziale Absicherung u. ä. gekennzeichnet sind (1997, 1998a, 2000c). Als neue Bedeutung des Wortes etabliert sich somit von sozialer und ökonomischer Unsicherheit gekennzeichnet.

Der Sachverhalt wird zwar als klar negativ gekennzeichnet. Es liegt jedoch kein durchweg abwertender, pejorativer Gebrauch im üblichen Sinne vor, da mit dem Wort vor allem die Verhältnisse, nicht aber die in diesen Verhältnissen lebenden Personen negativ bewertet werden (was die weitere Entwicklung zu einer auch Personen abwertenden, diskriminierenden Bezeichnung nicht ausschließt). Auch schwingt im Wortgebrauch insofern eine deontische Implikation mit, als diese Formen der Beschäftigung als zu vermeidende markiert sind (z. B. 1997). Naheliegenderweise waren es in den 1990er Jahren offenbar zunächst auch die Gewerkschaften und Akteure des linken politischen Spektrums, die diese neue Lesart des Adjektivs in einen breiteren Sprachgebrauch vermittelt haben (1998a, 1999).

Mehr oder weniger zeitgleich kommen auch einschlägige Verbindungen des Adjektivs flexibel in Gebrauch, so in Kombinationen wie flexible Beschäftigung oder flexible Arbeit (vgl. 1998b, 2010, 2015). Dieses bildet gewissermaßen das positiv besetzte Gegenstück zu prekär. Flexibel ist dabei erwartungsgemäß eher arbeitgebernahen Positionen und Akteuren zuzuschreiben.

Ein neuerlicher Einfluss des Französischen

Das Aufkommen dieser neuen Verwendung von prekär ab den 1990er Jahren ist wahrscheinlich vor dem Hintergrund eines französischen Vorbilds zu sehen. Dort ist z. B. die Verbindung travail précaire mindestens seit der Zeit um 1980 geläufig (in einem Beleg von 1981 etwa in einer Publikation der Sozialistischen Partei Frankreichs). Das französische Adjektiv dient zu dieser Zeit bereits der Kennzeichnung mangelhaft abgesicherter Arbeitsverhältnisse im Niedriglohnbereich; es trägt auch hier bereits deutlich den Charakter eines von der politischen Linken geprägten Ausdrucks (vgl. auch PrekariatWGd).

Volker Harm

Literatur

Pfeifer Pfeifer, Wolfgang u. a.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache. (dwds.de)

TLFi Trésor de la language française informatisé (Trésor de la language française, sous la direction de Paul Imbs/George Quemada. Bd. 1–16, Paris 1972–1994). (atilf.fr)

Belegauswahl

Aber wer den hohen Werth brittischer persönlicher Freyheit richtig zu schätzen weiß, und fühlt wie precär ihr Besitz seyn müsste, wenn dieser ohne rechtmässige Auswürkung eines Haftsbefehl von Gerichtsbedienten gestöret werden könnte, wird in jene Declamation gewiss nicht einstimmen.

Brittische Commerz-, Staats-, Litteratur- und Kunst-Nachrichten, 10. 3. 1789, Nr. 5, S. 87. (books.google.de)

[…] darum muͤſſen dieſe Dinge, ſo wie das, was in ihren Beſitz ſetzen kann, wie z. B. das Geld, begehrt werden. Aber man wuͤnſcht nicht blos, ſie zu haben, man will ſie gern eigenthuͤmlich beſitzen, und vertauſcht gern den prekaͤren Beſitz einer groͤßern Summe der aͤußern Guͤter mit einem kleinern Eigenthum.

Schaumann, Johann Christian Gottlieb: Psyche oder Unterhaltungen über die Seele. Zweyter Theil. Halle 1791, S. 473. (deutschestextarchiv.de)

Noch behauptet die Erfahrungsseelenkunde unter den Wissenschaften nur einen precären Rang; sie stehe indeſs oder falle, die Wahrheit verliert nichts, die vor ihr war und nach ihr seyn wird.

Hippel, Theodor Gottlieb von: Über die bürgerliche Verbesserung der Weiber. Berlin 1792, S. 54. (deutschestextarchiv.de)

Denn dieſe Dichter haben nicht daran genug, dergleichen Elend nach der Wahrheit zu ſchildern, […]wodurch ihre Compoſitionen bloß unkuͤnſtlich wuͤrden, ſondern ſie […]ziehn mit einem Handgriff[, den ſie ſich alle zu eigen gemacht haben, das Edelſte und Hoͤchſte der Menſchheit, Kindes- und Elternliebe, Freundſchaft, die theuerſten Verhaͤltniſſe, die menſchlichſten, natuͤrlichſten und herzlichſten Ruͤhrungen in ihre Carikaturen hinein, und ſchlagen die Toͤne an, die immer anklingen muͤſſen, wenn ein gutmuͤthiges Publikum kein heitres Kunſtwerk, ſondern nur eine prekaire Wahrheit verlangt, und erregen dadurch die Thränenschauer, auf welche sie in ihren Vorreden so stolz sind.

Tieck, Ludwig: Phantasus. Eine Sammlung von Mährchen, Erzählungen, Schauspielen und Novellen. Erster Band. Berlin 1812, S. 321. (deutschestextarchiv.de)

Moͤgen alſo gleich ſolche Kunſt-Arbeiten immerhin der Gefahr ausgeſezt ſeyn, durch Umſtaͤnde der obengedachten Art uͤber kurz oder lang ihren Werth zu verlieren, ſo ſind ſie doch in ſehr vielen Faͤllen gleichſam der lezte Zweig, an welchem ſich der Huͤlfloſe halten […], und vor gaͤnzlichem Untergange retten kann, und es iſt doch beſſer, ſich an einen ſolchen wenn gleich ſehr precaͤren und nur voruͤbergehenden Gewerbszweig zu halten, als zu verhungern […]oder durch Betteln und Stehlen ſich ſeinen Lebens-Unterhalt zu verſchaffen.

Schmidlin, Johann Gottlieb: Ueber öffentliche Kinder-Industrie-Anstalten überhaupt, und insbesondere in Württemberg. Stuttgart 1821, S. 44. (deutschestextarchiv.de)

Was mich drückt, iſt das Sparen: weil ich wahrlich es immer that, und nicht weiß, wo ich die Maſchine anſetzen ſoll. Mit Einem Wort, ich war bereitet und gefaßt nach Schleſien zu gehen, und ſoll mich hier nun faſſen und einrichten: wollte meinem Onkel alles klagen und Rath von ihm, und muß nun in der prekairen niedrigen Lage bleiben.

Varnhagen von Ense, Rahel: Rahel. Ein Buch des Andenkens für ihre Freunde. Erster Theil. Hrsg. von Karl August Varnhagen von Ense. Berlin 1834, S. 535. (deutschestextarchiv.de)

Die Capitalisten, […]denen hier ein neues Gebiet einträglicher und mühe- und gefahrloser Speculation sich eröffnete, lieſsen wohl regelmäſsig dem Bauer, […]dessen Person und Gut das Schuldrecht ihnen in die Hände gab, den Namen des Eigenthümers und den factischen Besitz; allein mochte damit für den Einzelnen der äuſserste Ruin abgewandt sein, so drohte dagegen diese precäre von der Gnade des Gläubigers jederzeit abhängige Stellung des Bauern, […]bei der derselbe alle Lasten des Eigenthums trug, den ganzen Bauernstand zu demoralisiren und politisch zu vernichten.

Mommsen, Theodor: Römische Geschichte. Erster Band. Bis zur Schlacht von Pydna. Leipzig 1854, S. 172. (deutschestextarchiv.de)

Stellenweise musste er mit dem Pickel lange Eiszapfen und Eiskrusten abschlagen, um am Gehänge von vielleicht 60 ° Neigung irgend prekären Stand fassen zu können.

Jahrbuch des Schweizer Alpen-Clubs. Schweizer Alpen-Club, Zürich 1869, S. 187. [DTA]

Ich sagte: die Königin war […]als Flüchtling in den Niederlanden weder in der Lage noch in der Stimmung, das Bild […], namentlich ein so theures Bild, zu kaufen. Sie befand sich während der ganzen Zeit ihres Aufenthaltes in den Niederlanden in prekären Verhältnissen, bot vergeblich Alles auf, um Mittel zu einem Kriege gegen Frankreich zusammenzubringen, ihr Leibgedinge war eingezogen.

Die Grenzboten 29/1 (1870), S. 52. (deutschestextarchiv.de)

Daneben waren aber auch zahlreiche Spinnerkolonien, wie ich vorhin ſchon erwähnte, entſtanden, welche faſt ausſchließlich vom Spinnen lebten; man hatte ihre Zunahme in jeder Weiſe begünſtigt. Ihre Exiſtenz war immer prekär geweſen; doch konnte eine Familie, zu 3 — 4 Köpfen gerechnet, deren jeder täglich 2 — 2½ Groſchen verdiente, noch behaglich auskommen, […]ſo lange die Lebensmittelpreiſe niedrig waren, ſo lange in theuren Jahren die Friedericianiſchen großen Getreidemagazine ſich ihrer angenommen hatten.

Schmoller, Gustav: Zur Geschichte der deutschen Kleingewerbe im 19. Jahrhundert. Statistische und nationalökonomische Untersuchungen. Halle (Saale) 1870, S. 457. (deutschestextarchiv.de)

Keine Frage, daß Herr v. Damnitz, aus einer gewiſſen Pietät heraus, in dieſer Weiſe handeln zu müſſen glaubte; „wozu der alte Scandal, wozu die erneute Controverſe!“ Viele alte Familien denken ebenſo: „der Gewinn iſt precair, der Schaden iſt ſicher“ — und ſo verlieren ſich unerſetzliche Aufzeichnungen in Ruß und Rauch.

Fontane, Theodor: Wanderungen durch die Mark Brandenburg. Dritter Theil. Ost-Havelland. Die Landschaft um Spandau, Potsdam, Brandenburg. Berlin 1873, S. 288. (deutschestextarchiv.de)

Nachdem Lagrange in einer Jugendarbeit versucht hatte, die ganze Mechanik auf das Euler’sche Princip der kleinsten Wirkung zu gründen, erklärt er bei einer Neubearbeitung desselben Gegenstandes, er wolle von allen theologischen und metaphysischen Speculationen als sehr precären, und nicht in die Wissenshaft gehörigen, gänzlich absehen.

Mach, Ernst: Die Mechanik in ihrer Entwickelung. Historisch-kritisch dargestellt. Leipzig 1883, S. 430. (deutschestextarchiv.de)

Kreuzzüge. Anlass: Bedrängung der nach dem Morgenlande wallfahrenden Christen […]; weiterer sehr wesentlicher Grund die prekäre Lage der Ritter infolge des immer strenger von den Fürsten gehandhabten Landfriedens und der immer mehr um sich greifenden Geldwirtschaft.

Lorenz, Karl: Der moderne Geschichtsunterricht. 2., umgearb. u. verm. Aufl. München 1900, S. 39. (gei.de)

Wo nun ferner liegt die reinere Ausprägung des Metalls der gemeinsamen Erinnerungen der Urmenschheit vor? In dem bekannten Berliner Vortrag ist ja gesagt worden, daß die reinere Gestalt der Fluterzählung aus den „Schatzhügeln" Babyloniens hervorgeholt worden sei. Aber auch das ist eine höchst prekäre Behauptung.

Die Grenzboten 62/1 (1903), S. 792. (deutschestextarchiv.de)

Sein Wohnſitz war dabei ein unausgeſetzt wechſelnder: Braunſchweig, Georgenthal, […]Waltershauſen, Baireuth, Stettfeld a. M., Oberungarn, Leipzig, Bamberg ſahen den unruhigen Wanderer bis zum Jahre 1860 kommen und gehen. Wunderbar bleibt bei ſolcher Wanderexiſtenz und bei den prekären Verhältniſſen St.s, daß ihm eine ſo überaus ergiebige ſchriftſtelleriſche Tätigkeit noch möglich war.

Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Siebenter Band. Spillmann bis Wißmann. Sechste völlig neu bearbeitete und stark vermehrte Auflage. Leipzig 1913, S. 98. (deutschestextarchiv.de)

Erst nachdem er mehrere größere Art. veröff. hatte und seine prekäre Existenzlage sich etwas besserte, ging er 1854 wieder nach St. Petersburg.

Lehmann, Dieter: Serow. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Berlin [Directmedia Publ.] 2001 [1965], S. 69003. [DWDS]

Die prekäre Lage der öffentlichen Haushalte, insbesondere des Bundeshaushaltes ist es, die dazu geführt hat, daß man sich mit den Subventionen als einem bedeutenden Posten der Ausgaben befaßt.

Die Zeit, 11. 3. 1966, Nr. 11, S. 36. [DWDS]

Le développement du travail précaire touche aussi les cadres, pour deux raisons: – Du côté patronal, cela améliore les profits de gérer un personnel très souple en fonction des besoins du moment […].

Le parti socialiste: Le travail précaire. Actes du colloque du Pré St. Gervais, 18 & 19 Octobre 1980. 1981. [o. S.] (google.de)

In kaum einem anderen Arbeitsmarktbereich sei der Anteil prekärer Beschäftigungsverhältnisse so hoch wie in dem für Sparmaßnahmen besonders anfälligen sozialen Sektor, bestätigte auch Barbara Meifort vom Bundesinstitut für Berufsbildung […].

Berliner Zeitung, 20. 9. 1997. [DWDS]

„Aus Geförderten wurden Betroffene, die sich in unklarer beruflicher Perspektive und prekären Beschäftigungsverhältnissen, im unbefriedigenden Vorruhestand und in Arbeitslosigkeit wiederfinden“, heißt es in der GEW-Bilanz.

Berliner Zeitung, 1. 7. 1998. [DWDS]

Der Arbeitsmarkt in Deutschland muß flexibler werden, es muß dereguliert und reformiert werden, wenn eine Chance auf mehr Beschäftigung bestehen soll.

Berliner Zeitung, 28. 9. 1998. [DWDS]

Der DGB verzeichnet eine Zunahme der „prekären Beschäftigungsverhältnisse“ wie Projektarbeit oder Scheinselbständigkeit und zählt auch die Zeitarbeit dazu.

Der Tagesspiegel, 23. 4. 1999. [DWDS]

Aber die mittlerweile öffentlich gewordene prekäre Gesundheit (Diabetes, gefährdeter Kreislauf) des 74-Jährigen streicht ihn nahezu von der Liste der Papabili.

Die Zeit, 20. 4. 2000, Nr. 17, S. 10. [DWDS]

Die schamlose Lukrezia, die es zum prekären Nachruhm einer „Tochter Satans im Vatikan“ brachte, holt Ariost, Petrarca, Leonardo da Vinci an ihren Hof; und Cesare hält so vertrauten Umgang mit Niccolo Machiavelli, dass dieser auf die Ideen für Il Principe kam.

Die Zeit, 13. 1. 2000, Nr. 3, S. 46. [DWDS]

Als Lehrbeauftragte arbeiten laut Köhler derzeit etliche „Wochen- und Stundenlöhner, die in prekären Beschäftigungsverhältnissen Daueraufgaben in der Lehre übernehmen“.

Die Zeit, 13. 4. 2000, Nr. 16, S. 66. [DWDS]

Ich spürte zu spät, wie prekär die Situation durch mein Nicken für mich geworden war.

Schulze, Ingo: Neue Leben. Berlin 2005, S. 507. [DWDS]

Bei prekären Arbeitsverhältnissen von „flexibler“ Arbeit zu sprechen hält er für sarkastisch.

Die Zeit (online), 8. 3. 2010, Nr. 10. [DWDS] (zeit.de)

Doch sie mussten erfahren, dass das polnische Wirtschaftswunder von niedrigen Löhnen, einem flexiblen Arbeitsmarkt (für viele ein Synonym für prekäre Arbeitsverhältnisse) und innovationsarmen Produktionszweigen getragen wird.

Die Zeit (online), 28. 5. 2015, Nr. 22. [DWDS] (zeit.de)