Wortgeschichte
Von der Gangart zur Rennbahn: Entlehnung aus dem Italienischen carriera
Die frühesten Bezeugungen von Karriere datieren auf die zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts. Zunächst ist die Variante Carriera bzw. Carera und der Lesart sehr schnelle Gangart des Pferdes
belegt (1573, 1592, 1637, 1682; vgl. auch auch 1DFWB 1, 334–335 mit Erstbeleg von 1584). Sie geht auf italienisch carriera bzw. carrera Rennbahn, Lauf
zurück (s. Pfeifer unter KarriereDWDS sowie 1DFWB 1, 334–335; zum italienischen Ausdruck carriera s. auch GDLI II, 800–801).
Wohl unter Einfluss des französischen carrière tritt im 17. Jahrhundert die Variante Carriere bzw. Karriere neben das ältere Carriera und löst dieses ab (1647, 1659, 1742a, 1784, 1817, 1901). Ebenfalls spätestens ab Ende des 17. Jahrhunderts und wohl ebenfalls nach dem Vorbild des Französischen bzw. Italienischen sind Verwendungen bezeugt, in denen Karriere bzw. Carriere nun auch Rennbahn, Laufbahn
bedeutet (1688, 1700, 1742b).
Das Französische carrière und die Lesart (erfolgreiche) berufliche Laufbahn
Ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts begegnen zunehmend übertragene Verwendungen von Karriere in der Lesart berufliche Laufbahn
(1770, 1794, 1830, 1881). Diese Bedeutung geht wohl ihrerseits auf das französische carrière Rennbahn, Lauf, Fahrt, Lebensweg, (berufliche) Laufbahn
zurück (vgl. Pfeifer unter KarriereDWDS sowie 1DFWB 1, 334–335). Im Französischen trägt carrière mindestens seit Ende des 17. Jahrhunderts die Bedeutung Beruf, der verschiedene Stufen aufweist
(vgl. 2DHLF 1, 377).
Bezugsbereiche des Substantivs in dieser Bedeutung sind im 19. Jahrhundert insbesondere Jura, Theologie, Recht, akademische Institutionen, Militär oder Verwaltung (1837, 1840, 1843, 1861), weniger Handwerk oder Wirtschaft (vgl. allerdings 1794 und 1873) – mithin Berufsfelder, die eine akademische Ausbildung voraussetzen und oftmals vorgezeichnete Etappen aufweisen (1836). Die Verbindung in eine Karriere eintreten (1854, 1870, 1884) zeugt von der ursprünglichen Planbarkeit und Strukturiertheit einer vorbestimmten Laufbahn. Entsprechend gehören zu den ab dem 19. Jahrhundert belegten Komposita mit -karriere als Endglied besonders solche, die sich auf entsprechende Berufswege beziehen, wie etwa Staatskarriere (1842, 1888, 1891b), Beamtenkarriere (1884, 1885), Militärkarriere (1865, 1871) oder Offizierskarriere (1891a).
Von der vertikalen zur allgemeinen sozialen Mobilität
Karriere trägt in der Lesart berufliche Laufbahn
in den frühen Verwendungen Implikationen des beruflichen Weiterkommens bzw. Aufstiegs (1846b, 1852, 1873, ex negativo auch 1831). Die Übertragung des Wortes auf berufliche Laufbahnen – die in zeitlicher Nähe zu den ab den 1780er Jahren nachweisbaren Wörtern EmporkömmlingWGd und ParvenüWGd steht – korreliert dabei nicht nur zeitlich auffallend mit einer höheren sozialen Mobilität ab dem ausgehenden 18. Jahrhundert, auch semantisch ist mit ihr die Vorstellung einer sozialen Mobilität verbunden, die zunächst im Sinne eines beruflichen Aufstiegs wesentlich vertikal gedacht wird.
Ab etwa Mitte des 19. Jahrhunderts erfährt Karriere eine Bedeutungserweiterung: War das Substantiv anfangs auf vorgezeichnete Laufbahnen mit akademischer Ausbildung im Sinne eines Aufstiegs bezogen, begegnet es nun in der Lesart erfolgreiche berufliche Laufbahn
auch mit Verweis auf solche Berufe, die keine klar vorgezeichnete Struktur aufweisen. Das sind zunächst etwa künstlerische Berufe wie Schriftstellerei, Schauspielerei oder Gesang (1846a, 1891c, 1994a). Gelegentlich ist in diesem Zusammenhang ebenfalls bereits im 19. Jahrhundert das Kompositum Bühnenkarriere nachweisbar (1845, 1898). Spätestens im 20. Jahrhundert kann Karriere dann für jegliche Art der beruflichen Laufbahn gebraucht werden (1913, 1918, 1944). In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wird Karriere zunehmend auch für Laufbahnen im Profisport verwendet (1962, 1996a); in Bezug hierauf begegnet seit den 1960er Jahren auch das Kompositum Profikarriere (1967b, 1979, 1992).
Erste auf soziale Mobilität bezogenen Verwendungen, die nicht mehr überwiegend positiv konnotiert sind, begegnen ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts etwa in der Wortbildung Verbrecherkarriere (1879, 1895a). Daneben treten im Laufe der Zeit Verbindungen wie kriminelle Karriere (1895b, 1968b, 1995a). In ebenfalls negativ konnotierten Bildungen wie Drogenkarriere (1973, 1995c), Alkoholkarriere (1996b) oder Prostitutionskarriere (1993a), aber auch Praktikumskarriere (2005c, 2009), das berufliche Stagnation impliziert und damit zumindest für den Moment keinen Aufstieg bedeutet, wird das Grundwort Karriere schließlich auch für soziale Mobilität im Allgemeinen verwendet. Karriere steht hier nicht mehr für einen – vorstrukturierten oder nicht vorstrukturierten – Aufstieg, sondern für einen Lebensweg, der mindestens keinen sozialen Aufstieg, wenn nicht gar einen sozialen Abstieg beinhaltet.
Bildungen wie Drogenkarriere und Alkoholkarriere, aber auch Verfolgtenkarriere (2005a), erotische Karriere (1999b, 2001a) und Schulsportkarriere (2010) oder Verbindungen wie Karriere als Hausfrau und Mutter (2003c) oder Karriere als Spießer (2005b) zeigen zudem, dass eine sukzessive Ausweitung des Bezugsbereichs vom engeren beruflichen Kontext auf Aspekte des Lebens im Allgemeinen stattfindet: Karriere bezieht sich spätestens hier nicht mehr auf eine berufliche Laufbahn, sondern auf bestimmte Aspekte eines Lebenswegs. Nicht zuletzt begegnet Karriere (machen) bereits seit dem 19. Jahrhundert selten auch in auf Gegenstände oder Abstrakta übertragener Verwendung (1894, 1922, 1999a, 2002b).
Abb. 1: Wortverlaufskurve zu Karriere
DWDS (dwds.de) | Bildzitat (§ 51 UrhG)
Im Übrigen zeigen sich im Verlauf des 20. Jahrhunderts nicht nur zahlreiche Kompositaneubildungen sowie eine Ausweitung auf neue Bezugsbereiche des Wortes, das – wertneutral – inzwischen auch Teil der Fachsprache etwa der Soziologie geworden ist (1930, vgl. hierzu auch Ludwig 1996, 18–48), darüber hinaus lässt sich zu dieser Zeit auch ein Anstieg der Verwendungsfrequenz verzeichnen (vgl. Abb. 1 sowie die entsprechende Wortverlaufskurve des Google NGram Viewers).
Karriereleiter – Karriereweg(e)
Möglicherweise vor dem Hintergrund einer zunehmenden Verwendung von Karriere auch in Bezug auf soziale Mobilität im Allgemeinen sind die Bildungen der beiden Komposita Karriereleiter und Karriereweg zu verstehen. Jedenfalls wird in der Verbindung des Wortes Karriere mit dem Substantiv Leiter Gerät, das aus zwei durch mehrere Sprossen verbundenen Längsstangen besteht und zum Hinaufsteigen dient
(vgl. DWDS unter LeiterDWDS) der Karriere ursprünglich inhärente Bedeutungsaspekt des Aufstiegs, der im 20. Jahrhundert nicht mehr automatisch Teil der Bedeutung von Karriere ist, nunmehr wieder expliziert (1977a, 2002a). Vereinzelt begegnet Karriereleiter bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts (1931), weitere Verbreitung findet es ab der Mitte des 20. Jahrhunderts (1967a, 1977c, 1994b, 2000, 2019).
Abb. 2: Wortverlaufskurve zu Karriereweg
DWDS (dwds.de) | Bildzitat (§ 51 UrhG)
Neben Karriereleiter ist seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zudem das Kompositum Karriereweg nachweisbar (1977b, 2004a). Erstbelege datieren auf die Mitte des 20. Jahrhunderts (1959, 1968a), weitere Verbreitung findet das Substantiv allerdings erst ab den 1990er Jahren (vgl. Abb. 2 sowie die entsprechende Wortverlaufskurve des Google NGram Viewers). Insbesondere dann, wenn es pluralisch verwendet wird, impliziert Karriereweg die Wahl, Vielfalt und Flexibilität beruflicher Laufbahnen (1971, 2001b, 2003a, 2003b, 2004b) und schließt neben auf den Aufstieg in höhere Positionen ausgerichtete Berufswege (1993b, 1995b) auch andere berufliche Entwicklungen ein (1994c, 1997a).
Personenbezeichnungen zu Karriere
Bereits bei den Mitte bzw. Ende des 19. Jahrhunderts gebildeten Ausdrücken KarrieremacherWGd und KarrieristWGd handelte es sich zunächst um überwiegend negativ konnotierte Fremdbezeichnungen. Beide bezeichnen zunächst Personen, die (um jeden Preis) beruflich schnell vorankommen wollen. Dazu sind seit Anfang bzw. Mitte des 20. Jahrhunderts die Bildungen KarrierismusWGd nachweisbar. Spätestens in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts begegnen im Übrigen auch negativ konnotierte Verwendungen von Karriere in der Lesart erfolgreiche berufliche Laufbahn
, die nun ganz deutliche Bedeutungsaspekte des Opportunismus tragen (1989, 1997b)
Mit KarrierefrauWGd ist im 20. Jahrhundert eine weitere, in Teilen negativ konnotierte Personenbezeichnung zu Karriere nachweisbar. In diesem Zusammenhang etabliert sich zudem der Mehrwortausdruck Kind oder KarriereWGd. Karriere – hier ausschließlich in Bezug auf Frauen – ist in diesem Kontext im Gegensatz zur tradierten Rolle der Hausfrau und Mutter innerhalb einer Familie zu lesen, für die Kind hier metonymisch steht (1967c, 1985).
Literatur
1DFWB Schulz, Hans/Otto Basler: Deutsches Fremdwörterbuch. Weitergeführt im Institut für deutsche Sprache unter der Leitung von Alan Kirkness. Bd. 1–7. Straßburg bzw. Berlin 1913–1988. (owid.de)
2DHLF Dictionnaire historique de la langue française, par Alain Rey et al. Bd. 1–3. Paris 1998–2009.
DWDS DWDS. Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute. (dwds.de)
GDLI Battaglia, Salvatore: Grande dizionario della lingua italiana. Vol. 1–21. Turin 1971–2002. (gdli.it)
Ludwig 1996 Ludwig, Monika: Armutskarrieren. Zwischen Abstieg und Aufstieg im Sozialstaat. Opladen 1996.
Pfeifer Pfeifer, Wolfgang u. a.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache. (dwds.de)
Belegauswahl
Grisone, Frederico: Künstlicher Bericht Und allezierlichste beschreybung […]: Wie die Streitbarn Pferdt […] zum Ernst vnd Ritterlicher Kurtzweil/ geschickt vnd volkommen zumachen. Augspurg 1573, S. 35. (digitale-sammlungen.de)Dann auß dem Trab/ nimpt das Pferd ein geschickten Paß/ ein stoltzen Galopo/ ein schnelle Carriera/ im springen sterck der Lenden/ wirdt auch zum Pariren ringfertig/ zum Tumlen sicher/ vnd zu aller ordnung sicher […].
de La Noue, François: Discours oder Beschreibung und vßführliches räthliches bedencken/ von allerhandt so wol Politischen/ als Kriegssachen […]. Übersetzt von Jakob Rathgeben. Franckfort am Mäyn 1592, S. 390. (books.google.de)Sie nemmen aber dieselbige gar zu weit […] dann sein gehe hitzigkeit macht/ daß er wl zwey hundert Schritt von seinem Feinde/ anfienge zu Gallopieren/ vnd dann auff hundert mit verhengtem Zaum/ vnd vollem Roßlauff zu rennen/ welches ein fehler/ alldiweil solche weite Carriera zunemmen nicht erfordert/ noch von nöten ist.
Dehn-Rotfelser, Ernst Abraham von: Kurtze Doch eigendliche und gründliche Beschreibung Von abrichtung und Zäumung der Rosse […]. Dreßden 1637, S. 87. (books.google.de)Wann und wie lernet man einem Rosse die Carera und lauffen.
Olearius, Adam: Offt begehrte Beschreibung Der Newen Orientalischen Rejse. Schleswig 1647, S. 305. (deutschestextarchiv.de)Vnterwegens/ als wir auff einen raumen Platz/ woſelbſt ſie jhre Pferde zubereitten pflegen/ kamen/ lieſſen ſie ſehen/ wie jhre Pferde zum ſchnellen carriere (dann Sie von andern lectionen nicht viel wiſſen) ſo wol gewehnet.
Lavater, Hans Conrad: Kriegs-Büchlein: Das ist/ Grundtliche Anleitung Zum Kriegswesen. 2. Aufl. Zürich 1659, S. 97. (deutschestextarchiv.de)Ein Reuter hat mehrer abrichtung weder ein Soldat zu fuß von noͤhten: dann er muß neben uͤbung ſeiner Waaffen ſein Pferd/ jetzt rechts/ jetzt lincks: dann fürſich/ dann hinderſich zu weichen vnd zu wenden: dann zum reiten: dann zum traben: dann zum caloppieren: dann zum vollen carꝛieren oder ſpringen: lincks vnd rechts/ vnd in allweg abrichten.
Hohberg, Wolf Helmhard von: Georgica Curiosa. Bd. 2. Nürnberg 1682, S. 125. (deutschestextarchiv.de)Wann man mit den Tuͤrckiſchen Pferden eine Carriera thut/ ſoll mans nicht im vollem Lauff allzugaͤhe und mit Gewalt aufhalten/ ſondern etwas nach und nach den Zaum an ſich ziehend/ dem Pferde ſeines Willens/ und des Stillſtehens ein Vorzeichen geben.
Pinter von der Au, Johann Christoph: Neuer, vollkommener, verbesserter und ergänzter Pferd-Schatz. Franckfurt am Mäyn 1688, S. 347. (deutschestextarchiv.de)Das 11. Capitel. Was ein Carriere oder Roß-Lauff iſt.
CArriere iſt eine unumſchrenckte Weite Weges/ da man ein Pferd wol lauffen und nach ſeinem Gefallen ſtrecken laſſen kan/ in dem man ihm theils Freyheit gibt zu ſeiner Staͤrcke/ und daſſelbige antreibet und den Zuͤgel ſchieſſen laͤſſet/ um zu erkennen/ ob es frey von der Hand fort gehet/ ob es die Schenckel leidet und nicht ſtaͤtig iſt/ oder ſtutze/ oder aber zu erforſchen/ ob es ſtarck im Ruͤcken/ und ein gut Maul hat/ und ſich auff die Hinterfuͤſſe ſetze und parire/ und ſich gerne und willig auffhalten laſſe. Aber eigentlich zu reden/ ſo iſt der Carrier oder die Rennbahn ein beſtimter/ angeſtelter und außdruͤcklich gemachter Ort/ nach dem Ring oder Kopff zu rennen/ die Lantzen zerbrechen/ und gegen einander rennen/ welches man heiſſet das Spehr-oder Lantzen-brechen.
Schiller, Benjamin: Der geöfnete Reit-Stall. Hamburg 1700, S. 49. (deutschestextarchiv.de)Carriere, dieſes Wort bedeut zugleich das Erdreich darauf das Pferd laͤufft/ als auch den Lauff ſelbſten des Pferdes/ wenn ſolcher nicht mehr als 200. Schritt austraͤget.
Trichter, Valentin: Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-Lexicon. Leipzig 1742, Sp. 144. (deutschestextarchiv.de)Ein an hoher Potentaten Hoͤfen, auf Ritter-Schulen und Academien ſehr beliebter und hochnothwendiger Mann, welcher die rohen und wilden jungen Pferde zum Reiten tuͤchtig machen, dero Maͤuler, ſowol durch den Zaum und Cavezzon, als die Spießruthen und Sporn zu gehorſamen angewoͤhnen, ſie zum Schritte, Trab, Gallop, Carriere, Courbetten und andern Lectionen abrichten, und zwar die Anſtellung derſelbigen nach dem Gedaͤchtniß des Pferdes, nach dem er nemlich mercket, daß die Strafen, Draͤuungen und Liebkoſungen die Neigung ſeines Pferdes vermindern, oder vermehren, alſo einrichten muß, daß es dabey ſcheine, er wiſſe des Pferdes Natur und Vermoͤgen, und das Pferd hingegen wiſſe und thue auch ſeinen Willen.
Trichter, Valentin: Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-Lexicon. Leipzig 1742, Sp. 296. (deutschestextarchiv.de)Carriere,
Dieſes Wort bedeutet zugleich die Rennbahn, als auch den ſchnellen Lauff des Pferdes ſelbſt, wenn ſolcher etliche hundert Schritte austraͤget; welche Carriere auch zum Ring-Rennen gebraucht wird, ingleichen zum Wettlauffen und zum Durchgehen.
Lessing, Gotthold Ephraim: An Nicolai, 2. Januar 1770. In: Ders.: Sämtliche Schriften. Bd. 17. Briefe von und an Gotthold Ephraim Lessing in fünf Bänden. Erster Teil: Briefe von Lessing vom 30. Dezember 1753 bis zum 31. Dezember 1771. Berlin 1968 [1904], S. 309–310, hier S. 309.Ich denke, ungefehr in acht Wochen, gänzlich von hier nach Wolfenbüttel abzuziehen, wo ich schon izt, außer meinen Beschäftigungen, so mancherley Anschläge auszuführen die Mittel vor mir sehe, daß ich manchmal wünsche, die armselige Carriere der Alterthümer schon geendet zu haben.
Schiller, Friedrich: Kabale und Liebe. Mannheim 1784, Bl. B 4 v. (deutschestextarchiv.de)Man bringt mich uͤber Hals und Kopf in die Kutſche. Ich in voller Karriere nach Haus — wechsle die Kleider — fahre zuruͤk — Was ſagen Sie?
Storch, Heinrich: Gemählde von St. Petersburg. Bd. 2. Riga 1794, S. 36. (deutschestextarchiv.de)Den Anfang dieſer Karriere macht er gewoͤhnlich als Rosnoſchtſchik oder Umtraͤger; der Gewinn dieſes Gewerbes und ſeine Sparſamkeit ſetzen ihn bald in den Stand eine Lawka zu miethen; hier kann ihn der Wucher, der Vortheil im Geldwechſeln, und die Benutzung kleiner Handgriffe des Metiers bald zu einem reichen Mann machen. Alsdann kauft und baut er Haͤuſer und Kramlaͤden, die er wieder an andere verpachtet oder ſelbſt mit Waaren verſieht und durch Bediente verwalten laͤßt, faͤngt einen Großhandel an, uͤbernimmt Podrjaͤde, Kontrakte mit der Krone, Lieferungen, u. ſ. w.
Brentano, Clemens: Geschichte vom braven Kasperl und dem schönen Annerl. In: Paul Heyse/Hermann Kurz (Hrsg.): Deutscher Novellenschatz. Bd. 1. München [1871], S. 107–162, hier S. 155. (deutschestextarchiv.de)Mein Pferd scheute vor dem wehenden Tuch. Ich bin ein schlechter Reiter, ich konnte den Grossinger nicht einholen; er flog im schnellsten Carriere: ich strengte alle Kräfte an.
Jacobi, Maximilian: Sammlungen für die Heilkunde der Gemüthskrankheiten. Bd. 3. Elberfeld 1830, S. 366. (deutschestextarchiv.de)Auch vernahm ich ſpaͤter, daß der junge Mann, obwohl er die ihm von mir mitgegebenen und ſo dringend empfohlnen diaͤtaͤtiſchen Vorſchriften weniger beachtet, als man es nach einer Rettung aus ſolcher Gefahr haͤtte erwarten ſollen, bis jetzt, wo ſchon uͤber drey Jahre ſeit ſeiner Entlaſſung verfloſſen ſind, fortwaͤhrend einer ungeſtoͤrten Geſundheit genießt, und nachdem er die erforderlichen Pruͤfungen wohl beſtanden, ſeine Carriere im Staatsdienſte eifrig verfolgt.
Grabbe, Christian Dietrich: Napoleon oder Die hundert Tage. Frankfurt a. M. 1831, S. 14. (deutschestextarchiv.de)Chaſſecoeur, wir haben beide eine ſchlechte Carriere gemacht, — ich bin Hauptmann geblieben, du, wie’s ſcheint, Gefreiter. Und nun ſind wir überdem des Dienſtes entlaſſen.
Eckermann, Johann Peter: Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens. Bd. 2. Leipzig 1836, S. 254. (deutschestextarchiv.de)So findet ſich z. B. in dem erſten Hefte von 1807 ein Brief an einen Freund, deſſen Sohn ſich dem Forſtfache widmen will, und dem Goethe die Carriere vorzeichnet, die der junge Mann zu machen hat.
Laube, Heinrich: Das junge Europa. Dritter Theil: Die Bürger. Mannheim 1837, S. 182. (deutschestextarchiv.de)Seine juriſtiſche Karriere hat ihm hier bald eine gute Stellung gebracht, er war ein gemeſſener, ſehr ordentlicher und belebter Geſchaͤftsmann und ein feiner Mann guter Societaͤt geworden.
Allgemeine Zeitung, 15. Juni 1840, Nr. 167, S. 1332. (deutschestextarchiv.de)Der Erzbischof wagte nun nicht es von diesem zu verlangen, aber Affre that es freiwillig und ließ eine Vertheidigung drucken, welche aller Wahrscheinlichkeit nach ihn auf immer bei dem Stadtrath und bei dem Staatsrath in Ungnade bringen mußte, und ihn seine bischöfliche Carriere kosten konnte; sie war auch wirklich eine der größten Schwierigkeiten, die sich seiner Erhebung auf den erzbischöflichen Stuhl entgegen setzten.
Gutzkow, Karl: Die Zeitgenossen. 1. Bd. 2. Aufl. Pforzheim 1842, S. 304. (deutschestextarchiv.de)Nach Vollendung des juristischen Cursus und einer Praxis, die wenigstens so lange gedauert hat, daß man vor einer größern Versammlung sprechen lernt, ohne sich zu versprechen, pflegen die Wege, um zuletzt in das Gleis der Staatskarriere zu kommen, verschiedener zu seyn.
Lewald, Fanny: Jenny. Bd. 1. Leipzig 1843, S. 242. (deutschestextarchiv.de)Man ſprach davon, ob und wie man Reinhard bewegen könne, eine andere Carriere, etwa die academiſche zu erwählen.
Die Grenzboten 4/1 (1845), S. 515. (deutschestextarchiv.de)Wer eine wirkliche Bühnencarriere machen will, dem muß man unter den gegenwärtigen Verhältnissen empfehlen, sich dem Theater auf Gnade und Ungnade zu überliefern und eben Nichts weiter sein zu wollen als Bühnendichter von Profession.
Aston, Louise: Meine Emancipation, Verweisung und Rechtfertigung. Brüssel 1846, S. 26. (deutschestextarchiv.de)Ich: Aber meiner schriftstellerischen Carriere wegen ist mir der Aufenthalt in Berlin wünschenswerth, wo ich stets neue geistige Anregung finde.
Dronke, Ernst: Polizei-Geschichten. Leipzig 1846, S. 58. (deutschestextarchiv.de)Paul ſiedelte nach K., waͤhrend Konrad in Staatsdienſte trat. Er hatte in der Reſidenz einen maͤchtigen Verwandten, deſſen Protektion ihn eine ſchnelle Karriere machen ließ. Gegenwaͤrtig bekleidete er das oberſte Gemeindeamt in ſeiner Vaterſtadt, und galt hier ſeiner perſoͤnlichen Stellung, wie ſeines weitern Einfluſſes wegen fuͤr den angeſehenſten Mann.
Alexis, Willibald: Ruhe ist die erste Bürgerpflicht oder Vor fünfzig Jahren. Bd. 4. Berlin 1852, S. 192. (deutschestextarchiv.de)„Man rühmt ihn als einen unſerer befähigteſten jüngern Beamten, dem eine glänzende Carriere bevorſteht.“
Die Grenzboten 13/2/2 (1854), S 338. (deutschestextarchiv.de)Wenn es ihm schon damals, ehe er noch in die eigentlich diplomatische Carriere eingetreten, so gut gelungen war, die Uneinigkeit jener entschieden deutschen Mächte beizulegen, warum sollte ihm heute, wo er sich im Bereiche der diplomatischen Thätigkeit bewegt, nicht um so gewisser das schwierige Vermittlungswerk gelingen?
Spielhagen, Friedrich: Problematische Naturen. Bd. 2. Berlin 1861, S. 160. (deutschestextarchiv.de)Auch Herr Timm war anfangs zu einer militäriſchen Carriere beſtimmt, und war, ſo viel ich weiß, ſchon Fähndrich, als er in Folge der großen Verluſte ſeines Vaters, dieſe Laufbahn aufgab, um ſich dem Baufach zu widmen.
Deutsche Roman-Zeitung 2/2 (1865), S. 586.»Ist mir schon genug, einen Vormund zu besitzen, auf den ich mit Recht stolz sein darf, und da aus mir doch nie ein Oberstlieutenant Werker hätte werden können, selbst wenn ich, wie er, bei Jena und Leipzig mitgefochten hätte und sogar ein unvorsichtiger Granatsplitter etwas zu dicht an meinem Auge vorübergeflogen wäre, so ist es mir nicht zu verargen, daß ich die Militairkarriere nicht einschlug. […]Aut Caesar, aut nihil, was auf Deutsch heißt, entweder ein Oberstlieutenant Werker, oder nicht einmal der jüngste Rekrut in der ganzen königlich preußischen Armee.«
Die Grenzboten 29/1/2 (1870), S. 66. (deutschestextarchiv.de)Diese Personen werden in ihrem Stande geboren und haben dadurch besondere Privilegien und Vorrechte, insofern sie von Steuer- und Militärpflicht befreit sind und ihre Söhne in geistliche Anstalten schicken können, aus denen dieselben, wenn sie das Examen gut bestehen, auf die Akademie gehen und in die höhere Carriere eintreten.
Verhandlungen des Reichstages. Berlin 1871, S. 1022. [DWDS] (digitale-sammlungen.de)Ich möchte aus dem praktischen Leben nur das anführen, daß, soweit meine eigene Erfahrung und Kenntniß reicht, diejenigen Leute, die mit mir gleichzeitig die Schule verlassen und die Militärkarriere ergriffen haben, durchschnittlich schon heute sich eine höhere Pensionsberechtigung verdient haben, als das Gehalt derjenigen beträgt, die in Civilverhältnisse getreten sind.
Dohm, Hedwig: Der Jesuitismus im Hausstande. Berlin 1873, S. 83. (deutschestextarchiv.de)Nach heutiger Sitte überläßt man es gemeiniglich dem Zufall, ob das Dienstmädchen in ihrer aufsteigenden Carriere vom Proletarierkind zum Kindermädchen, Mädchen für Alles, Hausmädchen bis zur Köchin – vom Hörensagen, Zusehen und durch eigene Versuche so viel profitiren mag, um schließlich einer anständigen Beamten- oder Kaufmannsfamilie durch ihre Kochkunst das Mittagsessen zu verleiden.
Die Grenzboten 38/2 (1879), S. 261. (deutschestextarchiv.de)Namentlich haben die Aussagen der Gefangenen ergeben, wie verderblich und entscheidend für ihre Verbrecherkarriere der Aufenthalt in jungen Jahren in Gefängnissen mit gemeinsamer Haft gewirkt hat; solche Gefängnisse waren die hohe Schule des Verbrechens.
Frommel, Emil/Friedrich Pfaff (Hrsg): Sammlung von Vorträgen für das deutsche Volk, VI, 7. Heidelberg 1881, S. 170. (deutschestextarchiv.de)Auch ſind die Mißſtände für die Geſammtheit nicht ſehr empfindlich, ſo lange ſich vermögende Leute von hervorragender Begabung in genügender Anzahl zur akademiſchen Carrière drängen; und jedem Unbemittelten eine jede Laufbahn offen zu halten, hat der Staat offenbar keinerlei Beruf.
Die Grenzboten 43/2 (1884), S. 513. (deutschestextarchiv.de)Davon finden wir in den Briefen Auerbachs keine Erwähnung, und genutzt hat es freilich nichts, denn noch im Dezember 1880 scheut er sich nicht, als eine der Ursachen der Bewegung anzuführen: den „Ärger der Beamtensöhne, daß auch Juden in die ihnen zuerst gehörende Beamtenkarriere eintreten.“
Verhandlungen des Reichstages. Berlin 1885, S. 2044. [DWDS] (digitale-sammlungen.de)Ich habe sogar Kollegen gekannt, deren Namen ich nicht nennen mag, die nicht wieder zum Reichstag kandidirt haben aus Furcht, wenn sie wieder in der Opposition sind, der Beamtenkarriere ihrer Söhne zu schaden.
Kolbe, Konrad: Übersichtlicher Lehr- und Lerntext zum Unterricht in der Geschichte. Habelschwerdt 1888, S. 81. [DWDS] (gei.de)War dies ohnehin nur den Reicheren möglich, da für die höheren Ämter kein Gehalt gezahlt wurde, so erforderte das die Staatskarriere eröffnende Amt, die Ädilität, schon ein bedeutendes Vermögen, da der Ädil die Kosten für die Spiele bestreiten mußte.
Verhandlungen des Reichstages. Berlin 1891, S. 1766. [DWDS] (digitale-sammlungen.de)Der andere Punkt liegt im Ausgangspunkt unserer Unteroffizierskarriere, in den 1,8 Prozent derjenigen Unteroffiziere, welche noch nicht das 3. Dienstjahr überschritten haben.
Vohsen, Ernst: Ein Kolonial-Programm für Ostafrika. Berlin 1891, S. 18. (deutschestextarchiv.de)Man sollte sogar für solche Beamte, welche sich in der Staatskarriere befinden und in den Kolonialdienst zu treten wünschen, einen Specialkursus im Orientalischen Seminar zu Berlin einrichten und ihnen die uöthige Zeit zum Studium, an Stelle von Dienststunden gewähren, damit sie befähigt werden, auch vollkommen die wichtigen Stellen auszufüllen, die ihrer in Afrika harren.
Mährisches Tagblatt 12, 26. 1. 1891, Nr. 20, S. [2]. (deutschestextarchiv.de)Von den Künſtlern, die unter den genannten Directoren hier thätig waren, haben jene, die zur Zeit der Direction Raul engagirt waren, wohl die bedeutendſten Carrieren gemacht.
Marx, Karl: Das Kapital. Kritik der politischen Oekonomie. Dritter Band, erster Theil. Buch III: Der Gesammtprocess der kapitalistischen Produktion. Hrsg. von Friedrich Engels. Hamburg 1894, S. 218. (deutschestextarchiv.de)Andrerseits öffnen sich neue Produktionszweige, besonders auch für Luxuskonsumtion, die eben jene relative, oft durch Ueberwiegen des konstanten Kapitals in andren Produktionszweigen freigesetzte Bevölkerung als Basis nehmen, ihrerseits wieder auf Ueberwiegen des Elements der lebendigen Arbeit beruhn, und erst nach und nach dieselbe Karriere wie die andren Produktionszweige durchmachen.
Die Grenzboten 54/1 (1895), S. 116. (deutschestextarchiv.de)„Wenn diese nicht ablenkend wirkte, so würde für die große Zahl von Weibern, die beständig sozial unmöglich werden, keine andre Alternative als die Verbrecherkarriere übrig bleiben.“
Jahrbücher für Kriminalpolitik und innere Mission 1 (1895), S. 500. (books.google.de)Wenn z. B. 1880 110 Personen bestraft sind, so müssten wir die kriminelle Karriere eines Jeden als Ganzes verfolgen und etwa zu Konstatierungen kommen wie: 1885 sind von jenen 110 Personen noch 100 rückfallsfähig, d. h. nicht gestorben, ausgewandert oder geisteskrank, hiervon sind 85 rückfällig, darunter 60 zum zweiten Male u. s. w.
Pataky, Sophie: Lexikon deutscher Frauen der Feder. II. Band: M-Z. Berlin 1898, S. 56. (deutschestextarchiv.de)*Morgan, Frau Johanna, geb. Streit, Ps. Sanndorf, Wien XVII, Wichtelgasse 69, ist am 6. Februar 1871 zu Brünn in Mähren geboren, widmete sich als junges Mädchen dem Berufe einer Kindergärtnerin und Gouvernante und kam mit 21 Jahren nach Wien, wo sie, auf ihre vorzüglichen Stimmmittel aufmerksam gemacht, Gesangsunterricht nahm, um die Bühnenkarriere zu ergreifen.
Wissmann, Hermann von: In den Wildnissen Afrikas und Asiens. Jagderlebnisse. Berlin 1901, S. 56. (deutschestextarchiv.de)War es auch nicht vollkommen abgerichtet, so lernte es doch schnell, ja fast zu gut, denn der leiseste Wink zum Stehen brachte in höchstens drei Sprüngen das für dortige Verhältnisse grosse, starke Pferd aus flüchtigster Karriere zum Halten, so dass man eigentlich schneller von selbst herunterkam als abstieg.
Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Erster Band: Aar bis Dennemark. 6. Aufl. Leipzig 1913, S. 260. (deutschestextarchiv.de)Da ſein Vermögen bald erſchöpft war, verließ er die Univerſität u. wandte ſich der journaliſtiſchen Carriere zu.
Weber, Max: Parlament und Regierung im neugeordneten Deutschland. In: Marianne Weber (Hrsg.): Gesammelte Politische Schriften. München 1921 [1918], S. 240. [DWDS]»Wenn man Parlamentarier zu Ministern mache, so würden künftig die strebsamen Beamten sich der Karriere in der Großindustrie zuwenden«, wurde sehr offenherzig im bayrischen Landtag erklärt.
Haecker, Theodor: Satire und Polemik: 1914—1920. Innsbruck 1922, S. 126. (deutschestextarchiv.de)So was ist zwar durch diesen meinen Aufsatz geistig erledigt, aber beileibe nicht in der deutschen Literatur, wo so was auch weiterhin Karriere machen wird, weil die deutsche Literatur in Berlin mit ihrem politisch-ästhetischen Sängerbund und der führenden Monatsschrift halt genau eben so was ist.
Heinz Maus/Friedrich Fürstenberg/Kurt H. Wolff (Hrsg.): Karl Mannheim: Wissenssoziologie. Auswahl aus dem Werk. 2. Aufl. Berlin 1970 [1930], S. 650.Es gibt eine besondere Form des stabilen Erfolges, die in diesem Zusammenhang noch ausdrücklicher behandelt werden muß. Wir denken an die eigentümliche Struktur jener Kette von stabilen Erfolgsmöglichkeiten, die man in ihrer Einheit als Karriere zu bezeichnen pflegt.
Der kleine Caesar, 1931 (Filmuntertitel). [DWDS] (opensubtitles.org)Du steigst die Karriereleiter rauf.
Horkheimer, Max/Theodor W. Adorno: Dialektik der Aufklärung. Amsterdam 1947 [1944], S. 170. [DWDS]Jeder Kuß im Revuefilm muß zur Laufbahn des Boxers oder sonstiger Schlagerexperten beitragen, dessen Karriere gerade verherrlicht wird.
Der Spiegel, 22. 7. 1959, S. 16. [IDS]Seine Vorstellung, der Karriereweg mit Endstation „Palais Schaumburg“ müsse über die Zahlgrenze „Auswärtiges Amt“ führen, wurzelt in seinem tiefen Glauben an Staatsautorität und hierarchische Ordnung.
Die Zeit, 9. 3. 1962, S. 14. [DWDS]In diese Zeit fällt die Karriere von Bob Richards, Olympiasieger 1952 in Helsinki, der in die Geschichte des Sports als dritter „König der Stabhochspringer“ einzugehen verdient.
Die Zeit, 17. 2. 1967, S. 48. [IDS]Mittlerweile ist es Alltäglichkeit, daß Leute „ganz unten“ die erste, entscheidende Sprosse der Karriereleiter zu fassen bekommen und zum Thron, in der Regel einem Ledersessel, hinaufklettern.
Die Zeit, 14. 4. 1967, S. 48. [IDS]Diese Unterscheidung zwischen sportlichen Doppelbegabungen wie Hayes, die bereits im College mehr Gewicht auf Football legen, und Spitzenleichtathleten wie Carr, die mit bloßer Schnelligkeit eine Profikarriere als Footballer erlangen wollen, muß denn auch für sämtliche Leichtathleten gemacht werden, die sich in den letzten Jahren als Profi-Footballer versucht haben.
Die Zeit, 21. 4. 1967, S. 52. [IDS]Sie hat eine sehr moderne, eine zeitgemäße Krise mit beträchtlichem Publicity-Appeal: Was Soraya für die unverstandene Ehefrau, ist Sophia für die unerfüllte Karrierefrau, ein Idol des eigenen Ungemachs, personifizierter Konflikt, der immer wieder die gleichen Fragen provoziert: Kind oder Karriere, Berufserfolg oder häusliche Geborgenheit, selbstbewußte Vollpartnerin oder anschmiegsames Weibchen?
Der Spiegel, 1. 1. 1968, S. 5. [IDS]Für dieses Heft schrieb Wilhelm Backhaus, ehemals Chefredakteur der Bonner „Diplomatischen Korrespondenz“ und fünf Jahre prominenter Kolumnist im Hause Springer, eine psychologisch begründete Studie, ein Persönlichkeitsbild des Konzernchefs, dem die Altonaer Eltern, nach der Tradition einer offenbar bewunderten Hamburger Patrizierfamilie, den Taufnamen Cäsar mit auf den Karriereweg gaben.
Der Spiegel, 21. 10. 1968, S. 60. [IDS]Auch die beiden anderen Gutachter mochten die dumpfe Verzweiflung, die sich in dem Amokschützen angestaut hatte, nicht als Entlastung werten. Köhler habe „nie ein Lebensziel“ gehabt, fand Gutachter Diplom-Psychologe Siegfried Binder und orakelte, nach den Korrekturen am Köhler-Kopf, die auch keinen Erfolg bei Frauen brachten, sei das Sturm-Wort Wasserkopf „schicksalhaft“ gefallen: „Deshalb plante er als Flucht nach vorn eine kriminelle Karriere.“
Die Zeit, 25. 6. 1971, S. 29. [IDS]Einen anderen interessanten Karriereweg für Abiturienten bietet die Pilotenausbildung der Lufthansa.
Die Zeit, 20. 7. 1973, S. 44. [IDS]Viele von denen, die es zu dem Fünfzehnjährigen zieht, haben eine Drogenkarriere hinter sich.
Die Zeit, 29. 4. 1977, S. 33. [IDS]„[…]An einer sozialistischen Gleichmacherei sind nur wenige interessiert, solange die Statussymbole des beruflichen Aufstiegs existieren und locken. Die Angestellten – vom Büroboten über den Abteilungsleiter, den Direktor, das Vorstandsmitglied bis hinauf zum Generaldirektor -sind vom Geist der Aufstiegsmöglichkeiten erfüllt, auf einer konkret erkennbaren Karriereleiter“, meint Diplom-Psychologe Peter Lauster in seinem Buch „Statussymbole“ […](Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart).
Plenarprotokoll vom 21. 6. 1977. In: Deutscher Bundestag: Plenarprotokoll Nr. 08/34, S. 2623. [IDS] (bundestag.de)Daß es im Bereich des Auswärtigen Amtes, wo es z. B. für eine große Anzahl von Auslandsvertretungen notwendig ist, Pressesprecher zu bestellen, nützlich ist, auch Journalisten zu beschäftigen, die nicht den normalen Karriereweg gegangen sind, sollte jeder wissen.
Die Zeit, 7. 10. 1977, S. 34. [IDS]Diese Rollenverteilung zeigt sich auch bei den Aufstiegsmöglichkeiten: für den Physiker hat die Medizin keine Karriereleiter parat, wie für seine ärztlichen Kollegen.
Der Spiegel, 17. 9. 1979, S. 209. [IDS]„Ich predige jedem Sportstudenten, plane dein Leben nicht als Profikarriere“, sagt Jerome Biffle, einst Olympiasieger im Weitsprung und nun Studienrat.
Plenarprotokoll vom 28. 11. 1985. In: Deutscher Bundestag: Plenarprotokoll Nr. 10/178, S. 13516. [DWDS] (bundestag.de)Was wir abzuschaffen und schrittweise abzubauen haben, ist, daß wir die Alternative „Familie oder Beruf“, „Kinder oder Karriere“ insbesondere den Frauen zur Wahl stellen und nicht eines gegen das andere ausspielen.
Das Literarische Quartett vom 16. Juni 1989. [DWDS]Klaus Manns Roman Mephisto, auch damals geschrieben in der Emigration. Verfilmt unter anderem mit Brandauer, mit einer Figur im Mittelpunkt, einem Schauspieler, der Karriere macht im Dritten Reich, Intendant wird von Hermann Görings Gnaden.
Süddeutsche Zeitung, 31. 7. 1992, S. 0. [IDS]Nach drei sportlich eher enttäuschenden Jahren konnte Pavin 1991 das erfolgreichste Jahr seiner zehnjährigen Profikarriere verzeichnen.
Plenarprotokoll vom 12. 3. 1993. In: Deutscher Bundestag: Plenarprotokoll Nr. 12/147, S. 12626. [DWDS] (bundestag.de)Die Frage beispielsweise, welche Verläufe die jetzt beginnende Drogen- und Prostitutionskarrieren annehmen, wäre heute sogar noch unter Präventionsaspekten wichtig zu untersuchen.
Die Presse, 27. 3. 1993. [IDS]Alcatel Austria entwickelte gemeinsam mit den „Frauen 2000“ einen Karriereweg für Sekretärinnen, um diese Sackgasse aufzubrechen, ebenso wie die Wigast eine flexibles Arbeitszeitmodell und verbesserte Aufstiegschancen der Beschäftigten ausarbeitete.
Berliner Zeitung, 4. 1. 1994. [DWDS]Mehr als 40 Bühnen spielten seine Stücke. Keine Karriere war steiler in der jüngeren Theaterlandschaft.
Berliner Zeitung, 11. 5. 1994. [DWDS]70 Prozent kriegsbeschädigt, holt er nach Kriegsende das Abitur nach, tritt 1947 in die SPD ein und ackert sich auf der Karriereleiter zäh und zielstrebig nach oben.
Süddeutsche Zeitung, 27. 6. 1994, S. 48. [IDS]Wir haben für uns eine Antwort gefunden: gemeinsam mit dem Mitarbeiter den Karriereweg individuell ausrichten, dann muß es nicht immer nur nach oben gehen, dann liegt auch in der Breite eine große Chance.
Da mao xian jia, 1995 (Filmuntertitel). [DWDS] (opensubtitles.org)Die CIA sorgt natürlich dafür, dass er eine kriminelle Karriere vorweisen kann.
Berliner Zeitung, 3. 6. 1995. [DWDS]Zwei Jahre später wurde „Jimmy“, wie ihn seine Freunde liebevoll nennen, Chefdirigent der Met, 1976 künstlerischer Leiter des Opernhauses. Erste Meilensteine auf dem steilen Karriereweg, der schließlich in den prägnanten Satz mündete: „What Jimmy wants, Jimmy gets.“
Berliner Zeitung, 15. 7. 1995. [DWDS]Der grünschopfige Rene (21), ein Ex-Junkie, hat in seiner Drogenkarriere so ziemlich alles genommen, was auf dem Markt zu haben ist.
When We Were Kings, 1996 (Filmuntertitel). [DWDS] (opensubtitles.org)Nur wenige schwarze Sportler haben so geredet wie Muhammad Ali, ohne Angst um sich selbst oder ihre Karriere zu haben.
Berliner Zeitung, 7. 12. 1996. [DWDS]Jetzt, da sie ihre Alkoholkarriere beendet hat und bitter bereut, die Kinder weggegeben zu haben, leidet die Mutter an der Trennung – auch wenn sie weiß, daß es damals die Rettung für alle war.
Berliner Zeitung, 7. 6. 1997. [DWDS]Auf dem zweiten Karriereweg plagt er sich derzeit als TV-Talkmaster.
Berliner Zeitung, 23. 8. 1997. [DWDS]Die meisten Objekte stammen aus der Zeit nach 1945, weil Rühmanns Haus am Wannsee noch in den letzten Kriegstagen verbrannte. Die interessanteste, weil widersprüchliche Zeit seiner Karriere und seine Rolle innerhalb der Propaganda-Maschinerie des Dritten Reichs sind damit leider ausgeklammert.
Hars, Wolfgang: Nichts ist unmöglich! Lexikon der Werbesprüche, München 2001 [1999], S. 366. [DWDS]Die Karriere der englischen Rachenputzer Fisherman’s Friend hin zum modischen Mundhöhlen-Refresher begann 1865.
Berliner Zeitung, 30. 8. 1999. [DWDS]Verfolgte man die mediale und vor allem in den öffentlich-rechtlichen Rundfunksendern veranstaltete Huldigung Goethes der letzten Woche, schienen die erotischen Karrieren des Jubilars eindeutig die größte Aufmerksamkeit der Festtags-Macher auf sich zu ziehen.
Die Zeit, 6. 4. 2000, S. 33. [DWDS]Im modernen Management verdichtet sich das zu der Auffassung, dass, wer auf der Karriereleiter aufgestiegen ist, nicht nur besser weiß, was er will; er vergisst auch, dass er von denjenigen abhängt, die er hinter sich gelassen hat.
Berliner Zeitung, 9. 10. 2001. [DWDS]Es sind die Geschichten ihrer erotischen Karrieren, düster oft, aber auch komisch, anrührend, sentimental, rund wie Filmplots oder kurze Szenen, die statt in die erwartete Pointe ins Leere laufen.
Berliner Zeitung, 21. 11. 2001. [DWDS]Alle, die seit der Geburt Jaden Gils über mögliche Karrierewege des Juniors spekulieren, dürfen sich über einen neuen Anhaltspunkt freuen.
Berliner Zeitung, 3. 7. 2002. [DWDS]Sie mag sehr schnell auf der politischen Karriereleiter nach oben gekommen sein, was auch daran liegt, dass sie sehr zielstrebig ist.
Der Tagesspiegel, 11. 8. 2002. [DWDS]Der Begriff Mobbing hat in den vergangenen zehn Jahren regelrecht Karriere gemacht.
Berliner Zeitung, 1. 4. 2003. [DWDS]Die Karrierewege müssten flexibler werden, so dass Frauen ihre Kinder dann bekommen könnten, wenn sie es wollten – und nicht, wenn gerade Zeit sei für eine Babypause.
Berliner Zeitung, 14. 5. 2003. [DWDS]Ich sage ihnen, wie ich ihre Kinder einschätze und welchen Karriereweg ich für angemessen halte.
Der Tagesspiegel, 5. 10. 2003. [DWDS]Nach einer Karriere als Hausfrau und Mutter hat sie mit Mitte Vierzig eine Ausbildung zur Fotografin begonnen.
Bulmahn, Edelgard: Rede der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn, in der Haushaltsdebatte, 10. 9. 2004. [DWDS] (bundesregierung.de)Die Juniorprofessur ist ein international akzeptierter Karriereweg.
Berliner Zeitung, 4. 12. 2004. [DWDS]Dazu brauche es Anreize: verschiedene pädagogische Karrierewege, Freiheiten in der Lehre, bei den Mitteln, flexible Bezahlung, sowie die Herausforderung der Heterogenität.
Berliner Zeitung, 16. 4. 2005. [DWDS]Dass er dabei so starke Worte gebraucht wie: „Und muss nicht jeder am Rechtsstaat Bundesrepublik verzweifeln, der erfährt, dass die Täter oder Angepassten mit durchschnittlicher DDR-Erwerbslaufbahn heute eine Rente von etwa 1400 Euro kassieren, Systemgegner mit gleichlanger Verfolgtenkarriere hingegen weniger als die Hälfte…“, ist etwas merkwürdig, wenn man von den Gepflogenheiten der Bundesrepublik weiß.
Berliner Zeitung, 9. 9. 2005. [DWDS]Sie genießen auch ein gewisses Renommee. Es soll sogar Kinder geben, die von einer Karriere als Spießer träumen. Verzottelter Anarcho-Vater
Berliner Zeitung, 5. 11. 2005. [DWDS]Zwei bis drei Praktika sind ein guter Durchschnitt, sagen die Experten. Eine regelrechte Praktikumskarriere schrecke dagegen ab.
Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung: 1. zu dem Gesetzentwurf der Abgeordneten Cornelia Hirsch, Werner Dreibus, Dr. Gesine Lötzsch [...]. In: Deutscher Bundestag: Drucksache Nr. 16/13584 vom 30. 6. 2009, S. 4. [DWDS] (bundestag.de)Trotz dieser Umstände entspreche das Bild einer „Generation Praktikum“ nicht der Realität – Ängste im Zusammenhang mit beruflicher Perspektivlosigkeit seien unbegründet, Praktikumskarrieren oder Kettenpraktika eine Randerscheinung.
Wulff, Christian: Bundespräsident Christian Wulff zur Abschlussveranstaltung des Schulwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“. In: Rede von Christian Wulff, 22. 9. 2010. [DWDS] (bundespraesident.de)Ganz gleich aus welcher Stadt und welchem Bundesland sie kommen, mit der Teilnahme an einem Bundesfinale in Berlin erfüllt sich für viele Schülerinnen und Schüler ein großer Traum ihrer Schulsportkarriere.
Karliczek, Anja: Rede der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, zur Änderung des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (AFBG), 13. 12. 2019. [DWDS] (bundesregierung.de)Schritt für Schritt begleiten wir so jetzt auch finanziell die Fach- und Führungskräfte von morgen auf ihrer Karriereleiter.