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Karrierefrau Heimchen am Herd · Kind oder Karriere

Politik & Gesellschaft

Kurz gefasst

Die Personenbezeichnung Karrierefrau ist vereinzelt in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nachweisbar, verbreitet sich jedoch erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts weiter. Sie kann wertneutral Frauen bezeichnen, die eine erfolgreiche berufliche Laufbahn anstreben oder absolvieren, wird jedoch häufig in der negativ konnotierten Lesart Frau, die ohne Rücksicht auf ihr Privatleben und ihre Familie den beruflichen Aufstieg anstrebt oder absolviert verwendet. In diesem Zusammenhang entsteht zudem der Mehrwortausdruck Kind oder Karriere. Als Antonyme zu Karrierefrau begegnen unter anderem Hausfrau sowie der Mehrwortausdruck Heimchen am Herd.

Wortgeschichte

Entstehung der Personenbezeichnung Karrierefrau

Mit Karrierefrau tritt im 20. Jahrhundert eine explizit auf Frauen bezogene Personenbezeichnung zu KarriereWGd neben die älteren, bereits seit Mitte bzw. Ende des 19. Jahrhunderts gebildeten Ausdrücke KarrieremacherWGd und KarrieristWGd, die beide zunächst für Personen stehen, die (um jeden Preis) beruflich schnell vorankommen wollen. Die frühesten Nachweise von Karrierefrau datieren auf die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts (1941). Weitere Verbreitung findet das Substantiv ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts (1962, 1994, 2005a; vgl. daneben zudem Abb. 1 sowie die entsprechende Wortverlaufskurve des Google NGram Viewers).

Die DWDS-Wortverlaufskurve zu Karrierefrau auf Grundlage des DWDS-Zeitungskorpus für den Zeitraum von 1946 bis 2026 zeigt einen Bezeugungsanstieg des Wortes im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts.

Abb. 1: Wortverlaufskurve zu Karrierefrau

DWDS (dwds.de) | Bildzitat (§ 51 UrhG)

Karrierefrau kann wertneutral oder positiv konnotiert Frauen bezeichnen, die eine erfolgreiche berufliche Laufbahn anstreben oder absolvieren (1997b, 2000). Häufiger wird es jedoch in Bezug auf Frauen gebraucht, die ohne Rücksicht auf ihr Privatleben und ihre Familie ihren beruflichen Aufstieg anstreben oder absolvieren würden (1995b, 1996c, 2001b; vgl. auch DWDS unter KarrierefrauDWDS). Entsprechend ist es negativ konnotiert (1981, 1984). Hinter der Bildung des Kompositums und seinen Lesarten stehen letztlich – sei es reproduzierend (1967b), sei es kritisch-distanzierend offenlegend (1970a) – diskursiv (re-)produzierte Genderstereotype, vor deren Hintergrund das Wort Karrierefrau ein bestimmtes Frauen- und Rollenbild transportiert (1977b, 2001a, 2004).

Der antonymische Mehrwortausdruck Heimchen am Herd

Insofern sich mit Karrierefrau spezifische Rollenbilder verbinden, ist es durchaus typisch, dass das Kompositum als Gegensatz etwa zu Hausfrau (1996b) oder zu Heimchen am Herd begegnet (1977b). Letzteres bezeichnet gegenwärtig eine Frau, die in den Rollen Hausfrau, Mutter, Ehefrau aufgeht, keine berufliche Karriere anstrebt und in der Regel als unemanzipierte Person betrachtet wird (1979, 2003; vgl. auch DWDS unter Heimchen am HerdDWDS). Es wird heute negativ konnotiert bis abwertend gebraucht (1977a, 1979, 1997a).

Das war gleichwohl nicht immer so. Der Mehrwortausdruck geht auf das 19. Jahrhundert und den Titel einer Erzählung von Charles Dickens aus dem Jahre 1845 zurück: Das Heimchen am Herde, Originaltitel Cricket on the hearth (vgl. DWDS unter Heimchen am HerdDWDS). Heimchen bezieht sich hier auf eine Grillenart/Unterart der Grillen, die meist in Häusern lebt (vgl. 1DWB 4, 2, 868). Dickens hat die Grille als little household god, als kleinen Haushaltsgott, entworfen (vgl. Schlicke 1999, 124); die Erzählung behandelt zudem das frühviktorianische Konzept häuslichen Lebens (vgl. etwa Patten 2023, 189). Möglicherweise stellt dies eine Ermöglichungsbedingung für die Übertragung des Ausdrucks Heimchen am Herd auch auf die häusliche Ehefrau dar.

Im deutschsprachigen Raum begegnet die Verbindung Heimchen am Herd zunächst in Bezug auf Dickens (1846) sowie um die Jahrhundertwende vielfach in Bezug auf die darauf beruhende Oper Das Heimchen am Herd von Karl Goldmark, die 1896 in Wien uraufgeführt wurde (1896a, 1896b). Erste übertragene Verwendungen, die nicht auf (Haus-)Frauen beschränkt sind, sind vereinzelt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts belegt (1858). In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts begegnen auch Belege, in denen Heimchen am Herd – positiv konnotiert – Frauen bezeichnet, die in der häuslichen Sphäre wirken (1926, 1927). Als allgemeinsprachlich verbreitete Wortverbindung scheint der Ausdruck sich zu dieser Zeit jedoch noch nicht etabliert zu haben.

Diese Entwicklung ist erst auf die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts zu datieren und korreliert zeitlich mit der Neuen bzw. zweiten Frauenbewegung, die ab Ende der 1960er Jahre entstand (1973, 1992). Seither etabliert sich die Verbindung nicht nur als Mehrwortausdruck, vor allem ist sie nunmehr eine negativ konnotierte Fremdzuschreibung (1970b) und erfährt damit eine Bedeutungsverschlechterung. Auch Heimchen am Herd impliziert damit ein Frauenbild, das unter anderem ein aus der Sprechendenposition negativ und als nicht mehr zeitgemäß bewertetes traditionelles Rollenverständnis der Frau umfasst, deren angestammter Wirkungskreis Haushalt und Kindererziehung seien (1973, 1980, 1995a, 1995c). Der Diminutiv dürfte dabei begünstigend für die Bedeutungsverschlechterung gewirkt haben.

Der Mehrwortausdruck Kind oder Karriere

Karrierefrau steht in einem antonymischen Verhältnis zu Hausfrau oder dem abwertenden Heimchen am Herd, was impliziert, dass sich Karriere und häusliche Sphäre ausschließen. Das ist sicher nicht zuletzt im Kontext der bis heute problematischen Vereinbarkeit von Familie und Beruf namentlich für Frauen sowie der unter anderem daraus resultierenden Benachteiligung von Frauen in Bezug auf Karrieremöglichkeiten zu verstehen. In diesem Zusammenhang etabliert sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auch die feste Verbindung Kind oder Karriere (1967a, 1993, 1999, 2002). Hier ist KarriereWGd – in Bezug auf Frauen – im Gegensatz zur tradierten Rolle der Hausfrau und Mutter innerhalb einer Familie, für die Kind hier metonymisch steht, zu lesen (1967a, 1985). Zugleich ist auch die feste Verbindung – dafür spricht jedenfalls, dass sie vielfach in entsprechenden Kontexten verwendet wird (1996a, 1998, 2005b) – vor dem skizzierten Hintergrund zu lesen.

Literatur

1DWB Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm. Bd. 1–16. Leipzig 1854–1961. Quellenverzeichnis Leipzig 1971. (woerterbuchnetz.de)

DWDS DWDS. Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute. (dwds.de)

Patten 2023 Patten, Robert L.: Dickens, Death, and Christmas. Oxford 2023.

Schlicke 1999 Schlicke, Paul (Hrsg.): Oxford reader’s companion to Dickens. Oxford u. a. 1999.

Belegauswahl

Dickens’ neuestes Weihnachtsmärchen: »Das Heimchen am Herd« ist in London bereits auf die Bühne gekommen.

Bohemia 19, 6. 1. 1846, Nr. 3, S. [2]. (digitale-sammlungen.de)

In dieſem ſtillen, trübſeligen Hausweſen iſt der Abbé trotz ſeiner Jahre das Lebensprincip; er iſt das Heimchen am Herd, der Hauskobold der Ruinen, durch die, wie einen magiſchen Schein verbreitend, ein junges bleiches Frauenbild ſchwebt.

Morgenblatt für gebildete Leser 52, 24. 1. 1858, Nr. 4, S. 77. (digitale-sammlungen.de)

Später begaben sich die Majestäten zur Gala-Vorstellung in die Hofoper. Es wurde Goldmarks „Heimchen am Herd“ gegeben.

Münchner neueste Nachrichten (Morgen-Blatt) 49, 15. 4. 1896, Nr. 176, S. 3. (digitale-sammlungen.de)

Das Heimchen am Herd", Oper in drei Abtheilungen von A. M. Willmer, Musik von Karl Goldmark, wurde heute Abend am hiesigen Hoftheater zum erstenmale aufgeführt.

Allgemeine Zeitung (Abendblatt) 99, 23. 12. 1896, Nr. 354, S. [1]. (digitale-sammlungen.de)

Sie sah, wie herzlich die Beziehungen Frau Korabs zu Martha, Viktor und Serena waren, wie tüchtig sie alle schafften, wie geräuschlos und liebevoll Serena für das Behagen aller sorgte, so recht als Heimchen am Herd, wie Viktor sie getauft.

Ingolstädter Anzeiger 4, 17. November 1926, Nr. 264, S. [5]. (digitale-sammlungen.de)

Da heißt es von der Französin, sie sei locker, kokett, der Liebe ergeben, und was weiß ich. Und ist doch das treueste Heimchen am Herd, das sich denken läßt – es gibt keinen Frauenberuf in Frankreich – keinen! oh, ihr nordischen Schwestern – in dem das nicht zu spüren wäre.

Tucholsky, Kurt: Eine schöne Dänin. In: Ders.: Kurt Tucholsky, Werke – Briefe – Materialien. Berlin 2000 [1927], S. 5217. [DWDS]

Stephens’ Kleine ist eine Karrierefrau.

Shadow of the Thin Man, 1941 (Filmuntertitel). [DWDS] (opensubtitles.org)

Aber selbst die ehrgeizigste Karrierefrau ahnt von vornherein, daß auch sie dem Weg allen Fleisches in den Gattenstand nicht entrinnen wird: 80 Prozent der westdeutschen Studentinnen wissen und wünschen, noch während sie auf ihre Examina büffeln und ihre Väter und den Staat ein kleines Vermögen kosten, daß sie dann doch unter die Haube kommen.

Der Spiegel, 4. 7. 1962, S. 24. [IDS]

Sie hat eine sehr moderne, eine zeitgemäße Krise mit beträchtlichem Publicity-Appeal: Was Soraya für die unverstandene Ehefrau, ist Sophia für die unerfüllte Karrierefrau, ein Idol des eigenen Ungemachs, personifizierter Konflikt, der immer wieder die gleichen Fragen provoziert: Kind oder Karriere, Berufserfolg oder häusliche Geborgenheit, selbstbewußte Vollpartnerin oder anschmiegsames Weibchen?

Die Zeit, 21. 4. 1967, S. 52. [IDS]

Selbst die ehrgeizigste Karrierefrau, die sich ihr zugesichertes „Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit“ ertrotzt, gerät eines Tages in jene Sackgasse, wo sie an ihrem eigenen Elan verzweifelt: weil Frauen (wie sie nicht nur der Enquete entnimmt) Kinder zu bekommen und sie gut zu erziehen haben und sonst gar nichts.

Die Zeit, 21. 4. 1967, S. 52. [IDS]

Verbissen hält sich die Männerwelt an das stereotype Klischee vom politischen und auch sonstigen Unverstand der Frauen, reproduziert hartnäckig das pauschale Urteil, Weiblichkeit und beruflicher Erfolg schlössen einander aus, und diffamiert nicht selten mit System die Karrierefrau gern als geschlechtslos.

Die Zeit, 6. 1. 1970, S. 19. [IDS]

Einige Tage vor dem Kongreß hatten Mitglieder von „Now“ und anderen New Yorker Kampfgruppen in der Redaktion von „Ladies’ Home Journal“ ihr Durchhaltevermögen bewiesen. Nachdem sie die Räume besetzt hatten, rauchten sie die Zigarren des Herausgebers und Chefredakteurs John Mack Carter, 42, forderten ihn zum Rücktritt auf und beschuldigten ihn, mit seinem 6,8-Millionen-Blatt ein „destruktives Image der Frau als fügsames Heimchen am Herd“ zu verbreiten.

Der Spiegel, 6. 4. 1970, S. 218. [IDS]

Emanzipation bedeutet die Zerbrechung aller Frauenklischees (etwa als Hausfrau und Mutter, als Heimchen am Herd) und des enggesteckten, festen Rollenverhaltens.

Die Zeit, 10. 8. 1973, S. 42. [IDS]

Sie sieht aber auch die berufstätigen Frauen, sieht sich von ihnen als Heimchen am Herd abgetan, die froh sein kann, wenn der Ehemann ihr gütig ein kleines Taschengeld spendiert.

Die Zeit, 24. 6. 1977, S. 41. [IDS]

Die Bundesregierung plädiert weder für das „Heimchen am Herd“ noch für das Modell Karrierefrau.

Plenarprotokoll vom 11. 11. 1977. In: Deutscher Bundestag: Plenarprotokoll Nr. 08/56, S. 4346. [IDS] (bundestag.de)

Die „Emanzipationswelle“ zum Beispiel äußert sich in der weit verbreiteten Vorstellung, daß Emanzipation und Berufstätigkeit dasselbe seien und daß dem Berufsbild „Heimchen am Herd“ ein altbackenes, soziales Nichts entspräche.

Die Zeit, 12. 1. 1979, S. 9. [IDS]

Der deutsche Frauenrat ist unzufrieden mit dem Bild, das die Medien von der Frau zeichnen. Sie werde entweder als „Heimchen am Herd“ oder als Sexsymbol dargestellt, hieß es auf einer Tagung der Organisation in Bonn.

Die Zeit, 21. 11. 1980, S. 2. [IDS]

Bin ich nun prädestiniert für eine Akademikerlaufbahn? Habe ich Aussichten, einmal mit dem wenig schmeichelhaft gemeinten Ausdruck „Karrierefrau“ bedacht zu werden?

Die Zeit, 2. 1. 1981, S. 46. [IDS]

Die New Yorker Frauen, ob Yuppie (die junge Karrierefrau), Hausfrau oder Rentnerin, sie alle sind besonders eifrig mit von der Partie.

Die Zeit, 5. 10. 1984, S. 74. [IDS]

Was wir abzuschaffen und schrittweise abzubauen haben, ist, daß wir die Alternative „Familie oder Beruf“, „Kinder oder Karriere“ insbesondere den Frauen zur Wahl stellen und nicht eines gegen das andere ausspielen.

Plenarprotokoll vom 28. 11. 1985. In: Deutscher Bundestag: Plenarprotokoll Nr. 10/178, S. 13516. [DWDS] (bundestag.de)

Ich verstehe die Frauenbewegung langsam nicht mehr. Ständig das Gekreische um die Gleichberechtigung – und nun das! Entweder wollen Frauen die Gleichberechtigung mit allen Vorteilen, aber auch Nachteilen, oder aber sie bleiben weiterhin „Heimchen am Herd“!

Nürnberger Nachrichten, 14. 2. 1992, S. 23. [IDS]

Kind oder Karriere? Auf diese kurze Fragestellung läßt sich der Konflikt reduzieren, dem bereits Schülerinnen im Alter von 17 und 18 Jahren ausgesetzt sind.

Salzburger Nachrichten, 26. 3. 1993. [IDS]

Sie stellt eine Karrierefrau dar, Reisebüro-Unternehmerin aus München, die alle Welt, erst recht die im Osten, belehren will.

Berliner Zeitung, 21. 1. 1994. [DWDS]

Sein Frauenbild gehe nicht in Richtung „Heimchen am Herd“.

Berliner Zeitung, 18. 1. 1995. [DWDS]

Der Mann von Margaret Thatcher hat einen Klub für Männer gegründet, die von ihren Karrierefrauen geschädigt wurden.

Berliner Zeitung, 15. 8. 1995. [DWDS]

Als die Bundesrepublik gegründet war, hatten die Frauen wieder brav das Heimchen am Herd zu sein.

Berliner Zeitung, 28. 12. 1995. [DWDS]

Die Statistik beweise auch, daß Frauen noch immer vor die Wahl „entweder Kind oder Karriere“ gestellt werden: Rund 60 Prozent der weiblichen Führungskräfte sind kinderlos, aber nur etwa drei Prozent der männlichen Manager.

Oberösterreichische Nachrichten, 19. 1. 1996. [IDS]

Ob Haus- oder Karrierefrau, Studentin oder Schauspielerin, jede kann ihr individuelles Styling unter professioneller Anleitung lernen, sofern sie Geld hat.

Berliner Zeitung, 4. 5. 1996. [DWDS]

Sie gibt das eiskalte Psychogramm einer Karrierefrau.

Berliner Zeitung, 21. 11. 1996. [DWDS]

Dem Beruf der Hauswirtschafterin haftet in der Öffentlichkeit häufig noch immer ein Hauch von „Heimchen am Herd“ an.

Berliner Zeitung, 19. 7. 1997. [DWDS]

Dachte ich doch bisher bei meinem Berliner Frauenbild an coole Karrierefrauen in puristischen Stahl- und Glasküchen, die abends nach dem Büroalltag schnell einen raffinierten mediterranen Salat aus frischen Gemüsen zubereiten, einmal in der Woche der Putzfrau die Reinigung ihres städtischen Quartiers überlassen und sich nicht nur gelegentlich „ein gutes Parfum“ gönnen, sondern stetig eine Auswahl diverser edler Duftwässerchen verschwenderisch genießen, ohne sich deswegen einem Kaufrausch erlegen zu fühlen.

Berliner Zeitung, 12. 9. 1997. [DWDS]

Ihr Chef stellt sie vor die Alternative: Kind oder Karriere. Der Frau wäre geholfen, wenn der Chef gezwungen werden könnte, ihr beides zu ermöglichen.

Süddeutsche Zeitung, 29. 10. 1998, S. 8. [IDS]

Wenn Sie im Beruf erfolgreich sein und Geld verdienen wollen, dann müssen Sie sich entscheiden: Kind oder Karriere?

Süddeutsche Zeitung, 22. 11. 1999, S. 6. [IDS]

Die coole Karrierefrau allein im Erdgeschoss, das naiv-herzliche Fräuleinwunder mit dem gut gebauten Verlobten in der Etage darüber, der unterwürfige Gilbert einsam im Souterrain.

Berliner Zeitung, 4. 4. 2000. [DWDS]

Nicht die berufstätige Karrierefrau der neunziger Jahre, die Kinder und Haushalt mit dem Partner teilt, ist in, sondern die Hausfrau der fünfziger Jahre, die Rezepte austauscht und Waschtipps gibt.

Berliner Zeitung, 7. 3. 2001. [DWDS]

Da ist einerseits die emanzipierte, abgeklärte Karrierefrau, die sich in einem rauen Männerberuf behauptet hat.

Berliner Zeitung, 20. 7. 2001. [DWDS]

Kind oder Karriere? Für berufstätige Frauen bleibt das die entscheidende Frage.

Spiegel (online), 16. 10. 2002. [IDS]

Auf der anderen Seite müssen Mütter, die sich der Familie widmen, ständig mit dem unterschwelligen Vorwurf leben „Heimchen am Herd“, zu ungebildet oder zu wenig selbstbewusst zu sein, um einen „vernünftigen“ Job ausüben zu können. Als Hausfrau und Mutter zufrieden zu sein, traut man sich heute kaum noch.

Berliner Zeitung, 5. 7. 2003. [DWDS]

So stellt sich Lieschen Müller das Leben vor: Die Karrierefrau kann nicht backen, die Landpomeranze steht auf Plastikwelt des Phantasia-Landes und hat keinen Blick für schöne Formen. Auch im weiteren Verlauf der Handlung reihen sich die Stereotypen aneinander […].

Berliner Zeitung, 27. 1. 2004. [DWDS]

Schnell muss sich die ehrgeizige Karrierefrau in ihre neue Position einarbeiten.

Berliner Zeitung, 23. 3. 2005. [DWDS]

„Wir dürfen aber nicht zulassen, dass sich eine junge Frau gegen ein Kind entscheidet, nur weil sie vor die Alternative Kind oder Karriere gestellt wird“, sagte Schröder.

Berliner Zeitung, 14. 4. 2005. [DWDS]