Wortgeschichte
Ein Terminus der Physik
Das Verb polarisieren ist eine Bildung zu dem seit dem 18. Jahrhundert nachweisbaren Pol Endpunkt der Magnetnadel
, das ursprünglich Himmelsachse
bedeutet hat (vgl. 1DWB 7, 1973; s. auch Pfeifer unter PolDWDS). Möglicherweise liegt aber auch eine direkte Entlehnung aus französisch polariser vor (vgl. 1DWB 7, 1975).
Am Beginn der Wortgeschichte von polarisieren bzw. der Ableitungen Polarisation und Polarisierung steht ein Terminus der Physik. Das Verb wie auch die entsprechenden Substantive werden zunächst in Bezug auf die magnetischen Eigenschaften von Metallen gebraucht; hier bezeichnen sie die Trennung von positiver und negativer elektrischer Ladung (1797, 1808; vgl. auch 1881).
Der französische Gelehrte Louis Malus führte zu Beginn des 19. Jahrhundert polarisationfrz. auch als Terminus der Optik ein (1811). In dieser Verwendung ist er auf die Schwingungsrichtung von Lichtstrahlen bezogen: Lichtwellen können unpolarisiert sein und sich in sämtliche Richtungen ausbreiten; sind sie indes polarisiert, schwingen sie in eine bestimmte Richtung. Der von Malus geprägte Terminus wurde rund ein Jahrzehnt nach seiner Prägung im Französischen auch in die deutsche Wissenschaftssprache übernommen (1827, 1831; s. auch GWB 6, 1381).
Bedeutungserweiterungen
Polarisieren und die darauf zu beziehenden Substantive werden vereinzelt schon früh in einer allgemeinen Lesart scharfe Gegensätze, eine Zweiteilung ausbilden
verwendet (1803; vgl. auch 1908). Diese Gebräuche sind über eine Metapher motiviert, welche Prozesse in Elektrik und Magnetismus auf andere Erfahrungsbereiche projiziert (vgl. explizit 1878–1883). Vor allem auch in der naturphilosophischen Spekulation des 19. Jahrhunderts wird die Ausbildung magnetischer bzw. elektrischer Pole auf ein grundlegendes und auf vielen anderen Gebieten wirksames Organisationsprinzip sowohl der Natur im Ganzen als auch der menschlichen Seele im Besonderen vorausgesetzt (1828, 1832, 1846; vgl. 1905, 1927).
Polarisierung als Problem von Politik und Gesellschaft
Eine metaphorische Übertragung der Wortgruppe polarisieren/Polarisierung/Polarisation auf politisch-gesellschaftliche Prozesse und Verhältnisse ist erstmals um die Mitte des 19. Jahrhunderts greifbar, so in dem Frühbeleg von 1850, wobei der Gebrauch an dieser Stelle noch erkennbar von der Bildquelle Trennung elektrischer Ladungen
her motiviert ist. Erst rund ein Jahrhundert später finden sich weitere Nachweise. So tritt das Substantiv Polarisierung in der Bedeutung gesellschaftliche, politische Spaltung in zwei stark entgegengesetzte Lager
seit den 1950er Jahren in sozial- bzw. politikwissenschaftlichen Fachtexten auf (1957, 1962); daran schließen bald auch Verwendungen in anderen Texten und Kontexten an (1968, 1971a, 1971b, 1989). Das Wort steht nun für eine als problematisch empfundene gesellschaftliche Gruppenbildung, was entsprechend in den Verbindungen Polarisierung der Gesellschaft, gesellschaftliche Polarisierung zum Tragen kommt. In dieser Bedeutung ist es ein Stigmawort mit negativer Deontik: Unter Polarisierung ist eine negative Entwicklung zu verstehen, und es sollte alles getan werden, um diese zu vermeiden oder zu lindern (1989, 1995). Im Zeitalter von Social Media und politischem Populismus hat es sich zudem zu einem Schlüsselwort entwickelt, das als zentral für das Verständnis aktueller gesellschaftlicher Entwicklungenstendenzen betrachtet wird (vgl. 2025).
Betrachtet man die Substantive Polarisation und Polarisierung in ihrer gesamten wortgeschichtlichen Entwicklung, so ist im Ansatz eine lexikalische Differenzierung erkennbar: Polarisation ist überwiegend auf die technisch-physikalischen Verwendungen beschränkt, Polarisierung ist hingegen sowohl für das Themenfeld Physik/Naturwissenschaften als auch Politik und Gesellschaft einschlägig (vgl. 1996 gegenüber 1991).
Zum Gebrauch des Verbs polarisieren
Während das Substantiv Polarisierung für eine Ausbildung scharfer Gegensätze
in Politik und Gesellschaft steht, trägt das Verb polarisieren insofern eine etwas allgemeinere Bedeutung, als es nicht unbedingt auf das große Ganze einer Gesellschaft bezogen sein muss, wie es beim Substantiv überwiegend der Fall. Transitiv bedeutet es typischerweise scharfe Gegensätze, eine deutliche Zweiteilung ausbilden
: die Marktwirtschaft polarisiert die Gesellschaft (1999b), ein Slogan polarisiert das Wahlvolk (1999a). In intransitivem Gebrauch bedeutet es stark unterschiedliche Reaktionen hervorrufen
. So kann ein Künstler oder ein kontroverses Thema polarisieren (1993, 2024). Vereinzelt wird das Verb auch reflexiv gebraucht (1932, 1983).
Literatur
1DFWB Schulz, Hans/Otto Basler: Deutsches Fremdwörterbuch. Weitergeführt im Institut für deutsche Sprache unter der Leitung von Alan Kirkness. Bd. 1–7. Straßburg bzw. Berlin 1913–1988. (owid.de)
1DHLF Dictionnaire historique de la langue française, par Alain Rey et al., 3. Aufl. Bd. 1–2. Paris 2000.
1DWB Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm. Bd. 1–16. Leipzig 1854–1961. Quellenverzeichnis Leipzig 1971. (woerterbuchnetz.de)
GWB Goethe-Wörterbuch. Hrsg. von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften [bis Bd. 3, Lfg. 4. Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin/Akademie der Wissenschaften der DDR], der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen und der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Bd. 1 ff. Stuttgart 1978 ff. (woerterbuchnetz.de)
Pfeifer Pfeifer, Wolfgang u. a.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache. (dwds.de)
TLFi Trésor de la langue française informatisé (Trésor de la langue française, sous la direction de Paul Imbs/Bernard Quemada. Bd. 1–16. Paris 1972–1994). (atilf.fr)
Belegauswahl
Humboldt, Alexander: Sammlung einiger Aktenstücke, die vom Herrn Ober-Bergrath von Humboldt entdeckte polarisirende Gebirgsart betreffend. In: Neues Bergmännisches Journal 1,5/6, S. 542–548, 553–561, hier S. 560. (unibe.ch)Von der wirkſamſten Kuppe des Magnetberges wurden, in geringer Entfernung, zwey Stuͤcke abgeſchlagen […], welche der große Freyberger Mineralog, Herr Werner, beyde fuͤr Serpentinſtein und, nach aͤußeren Kennzeichen, fuͤr voͤllig uͤbereinſtimmend erkannte. Das eine derſelben iſt ſtark polariſirend, das andere iſt ſo unwirkſam, daß es die Bouſſole auch nicht einmal beunruhiget.
Köppen, Friedrich: Schellings Lehre oder das Ganze der Philosophie des absoluten Nichts. Nebst drey Briefen verwandten Inhalts von Friedr. Heinr. Jacobi. Hamburg 1803, S. 135. (digitale-sammlungen.de)Weil die Indifferenz in zwey Pole divergirt, so entsteht alle Reflexion und Differenz eben durch diese beyden Pole. Nun ist es aber vom absoluten Standpunkt durchaus gleichgültig, auf welchen Pol ich mich stelle […]; ich kann also bald den einen, bald den andern wählen, mir selbst widersprechen, ohne daß daraus ein Vorwurf entlehnt werden könnte. Alle Widersprüche entspringen aus der Polarisierung der Philosophie, denn auf dem Indifferenzpunkt ist sie absolut Eine; und alle Widersprüche in der Erscheinung führen in ihren Durchdringungen wieder zu dem Absoluten an sich, der ächten philosophischen Wahrheit.
Klaproth, Martin Heinrich/Friedrich Wolff: Chemisches Wörterbuch. Bd. 3: K–O. Berlin 1808, S. 688. (digitale-sammlungen.de)Das Nickel wird nicht allein vom Magnete gezogen, sondern ist auch durch Mittheilung der Polarisation in eben dem Grade wie das Eisen fähig.
Malus, Louis: Mémoire sur de nouveaux phénomènes d’optique. Lu le 11 mars 1811. In: Mémoires de la Classe des Sciences Mathématiques et Physiques de l’Institut de France 1810 (1811), Nr. 2, S. 105–111, hier S. 106. (digitale-sammlungen.de)En donnant à ces côtés le nom de pôles, j’appellerai polarisation la modification qui donne à la lumière des propriétés relatives à ces pôles.
N. N.: Alexander von Humboldts Vorlesungen über phÿsikalische Geographie nebst Prolegomenen über die Stellung der Gestirne. Berlin 1827/1828, S. [38]. (deutschestextarchiv.de)Die Entdeckung neuer optischer Erscheinungen hat hierzu noch beigetragen. Durch die Erscheinung der […] Polarisation […] ist es gelungen zu entscheiden, ob ein Stern von sich das Licht hat oder von einem andern; ob das Leuchten von einem Gasartigen oder andern Lichte herrührt.
Menzel, Wolfgang: Die deutsche Literatur. Bd. 2. Stuttgart 1828, S. 15. (deutschestextarchiv.de)Einheit ſey in der Natur nur die hoͤhere Bindung zweier entgegengeſetzter Kraͤfte, oder einer Polariſation gleich der des Magneten, welcher eins iſt, aber entgegengeſetzte Pole hat. So ſey auch die ganze Natur gleichſam ein großer Magnet, mit dem einen abſtoßenden, ausſtrahlenden Pole, der bewegenden, trennenden, zerreißenden Kraft, und mit dem andern anziehenden Pole, der bindenden, zuruͤckhaltenden, ſammelnden Kraft.
Brandes, Heinrich Wilhelm: Vorlesungen über die Naturlehre. Bd. 2. Leipzig 1831, S. 321. (deutschestextarchiv.de)Die neulich betrachteten Erſcheinungen, welche darauf hinwieſen, daß der Lichtſtrahl bei ſeinem Durchgange durch den doppelt brechenden Cryſtall eine bleibende Modification erhalten habe, […]und nun nicht mehr an allen Seiten gleich ſich darſtelle, haben ein ganzes Jahrhundert lang allein da geſtanden […], ohne durch andre Verſuche mehr aufgeklaͤrt zu werden; aber endlich hat ſich eine Reihe neuer Phaͤnomene, wobei das Licht eine eben ſolche Polariſirung erleidet, den Beobachtern dargeboten.
Goethe, Johann Wolfgang: Goethes Werke. Hrsg. im Auftrag von Sophie von Sachsen. II. Abtheilung, Bd. 11. Weimar 1893, S. 156.Spannung ist der indifferent scheinende Zustand eines energischen Wesens, in völliger Bereitschaft sich zu manifestiren, zu differenziren, zu polarisieren.
Carus, Carl Gustav: Psyche. Zur Entwicklungsgeschichte der Seele. Pforzheim 1846, S. 102. (deutschestextarchiv.de)Es muß namentlich ein Gebilde erſcheinen, an welchem die feinſten Polariſationen des innern Grundgedankens des Ganzen immerfort ſich bethätigen können, ein Gebilde, welches als ein rein ſeeliſches, gleich der erſten organiſchen Urſubſtanz, durchaus impreſſionabel bleibt von der Idee aus, ohne jedoch durch dieſe Impreſſionen zu heterogenen Bildungen umgeſtaltet zu werden […]….
Marx, Karl/Friedrich Engels: Werke. 43 Bände. Hrsg. vom Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED. Bd. 7. Berlin 1960 [1850], S. 371.Aber eben diese rasche Entwicklung der Bewegung [Reformation] mußte auch sehr bald die Keime des Zwiespalts entwickeln […]. Diese Polarisation der bunten Oppositionsmasse um zwei Attraktionszentren trat schon in den ersten Jahren der Reformation hervor; Adel und Bürger gruppierten sich unbedingt um Luther; Bauern und Plebejer, ohne schon in Luther einen direkten Feind zu sehen, bildeten wie früher eine besondere, revolutionäre Oppositionspartei.
Marx, Karl/Friedrich Engels: Werke. Hrsg. vom Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED. 43 Bände. Bd. 20. Berlin 1975 [1878–1883], S. 483.Die Gegensätzlichkeit der verständigen Denkbestimmungen: die Polarisation. Wie Elektrizität, Magnetismus etc. sich polarisieren, im Gegensatz bewegen, so die Gedanken. Wie dort keine Einseitigkeit festzuhalten, woran kein Naturforscher denkt, so auch hier nicht.
Siemens, Werner: Gesammelte Abhandlungen und Vorträge. Berlin 1881, S. 322. (deutschestextarchiv.de)Ein zweiter wesentlicher Vorzug der beschriebenen Anordnung besteht darin, dass bei derselben beide den Schwefelsäurefaden begrenzenden Quecksilberkuppen polarisirt werden, wodurch die verschiebende Kraft verstärkt und für beide Stromrichtungen gleich gross wird.
Martin, Marie: Wahre Frauenbildung. Tübingen 1905, S. 26. (deutschestextarchiv.de)Den tiefsten Lebensgesetzen der organischen Natur entsprechend, die immer in Kontrasten und durch Polarisation wirkt, ist natürlich bei den höchst organisierten Geschöpfen, den Menschen, diese Polarisation, dieses gegenseitige Ergänzungsbedürfnis bis in die feinsten Fibern des Wesens hinein am höchsten entwickelt.
Bock, Alfons: Deutsches Lesebuch für höhere Bildungsanstalten. Bd 4. Nürnberg 1908, S. 97. [DWDS] (gei.de)Ein […]vollwichtiger, ein unverletzter und heiliger Mensch warst du in deiner Seele, […]deinem Charakter, deinem ganzen Gemüt, und die Art und Weise, wie dieser kernige Juristenverstand, der alles heil und praktisch aus der Mitte griff, mit diesem Herzen in eins gebildet und doch wieder über den Bogen gespannt und polarisiert war, […]sodaß der Mensch überall hinter dem Juristen seine Gestus zum besten geben durfte; das machte deinen absonderlichen Humor aus […]….
Hofmannsthal, Hugo: Hugo von Hofmannsthal: Gesammelte Werke in zehn Einzelbänden. Reden und Aufsätze 1–3. Bd. 3. Hrsg. von Bernd Schoeller und Rudolf Hirsch. Frankfurt a. M. 1980 [1927], S. 40.Alle Zweiteilungen, in die der Geist das Leben polarisiert hatte, sind im Geiste zu überwinden und in geistige Einheit überzuführen; alles im äußeren Zerklüftete muß hineingerissen werden ins eigene Innere […]und dort in eines gedichtet werden, damit außen Einheit werde, denn nur dem in sich Ganzen wird die Welt zur Einheit.
Buber, Martin: Königtum Gottes. Berlin 1932, S. 161. [DWDS]Nun, wo die Stämme […]politisch, d. h. außerhalb von Wallfahrt und Orakelsuche, im breiten Gange des Lebens nichts mehr über ihrer Getrenntheit haben als die Verborgenheit ihres Gottes und Königs, polarisiert sich gleichsam jenes »Beduinentum« in ihnen.
Dahrendorf, Ralf: Soziale Klassen und Klassenkonflikt in der industriellen Gesellschaft. Stuttgart 1957, S. 32. [DWDS]Der kapitalistischen Gesellschaft wohnt eine Tendenz der zunehmenden Polarisierung der Klassen inne.
Habermas, Jürgen: Strukturwandel der Öffentlichkeit. Neuwied 1965 [1962], S. 21. [DWDS]Die feudalen Gewalten, Kirche, Fürstentum und Herrenstand, an denen die repräsentative Öffentlichkeit haftet, zersetzen sich in einem Prozeß der Polarisierung; sie zerfallen am Ende in private Elemente auf der einen, in öffentliche auf der anderen Seite.
N. N.: Bericht über Rassenunruhen formuliert Aufgaben zur Schaffung einer „wahren Nation“; Hilfeappell Johnsons an die Wirtschaft. In: Archiv der Gegenwart, Bd. 38, 6. 3. 1968, S. 13770. [DWDS]Wenn der gegenwärtige Kurs weiter verfolgt wird, dann bedeutet dies die anhaltende Polarisierung der amerikanischen Gemeinschaft und schließlich die Zerstörung unserer grundlegenden demokratischen Werte.
Plenarprotokoll vom 5. 2. 1971. In: Deutscher Bundestag: Plenarprotokoll Nr. 06/98, S. 5536. [DWDS] (bundestag.de)Es gibt beispielsweise Kritiker, die sagen: Statt die Reformer durch gangbare Lösungsvorschläge zu unterstützen, trägt man zu einer für den gesellschaftlichen Frieden gefährlichen und gänzlich überflüssigen ideologischen Polarisierung bei.
Kursbuch 24 (1971), S. 7. [DWDS] (kursbuch.online)Notwendige Folge einer obligatorischen Schulbildung ist die Polarisierung der betreffenden Gesellschaft; gleichzeitig werden auch auf globaler Ebene die verschiedenen Nationen nach Maßgabe des Rangs ihrer Erziehungssysteme in ein internationales Kastensystem eingeordnet.
Sloterdijk, Peter: Kritik der zynischen Vernunft. Bd. 2. Frankfurt 1983, S. 435. [DWDS]Diese Tendenz freilich setzte schon in der Verfolgungszeit ein, als die christlichen Gemeinden sich in religiöse Eliten – Heilige, Märtyrer, Priester – und »gewöhnliche« Christen zu polarisieren begannen.
Neubert, Ehrhart: Gesellschaftliche Kommunikation im sozialen Wandel. Berlin 1989, S. 37. [DWDS] (slub-dresden.de)Dadurch ergeben sich Polarisierungen quer durch alle Bereiche und Institutionen der Gesellschaft.
Wittmann, Reinhard: Geschichte des deutschen Buchhandels. In: Lehmstedt, Mark (Hrsg.): Geschichte des deutschen Buchwesens. Berlin 2000 [1991], S. 8347. [DWDS]Es war eine politisch und wirtschaftlich fast unablässig von Krisen gebeutelte Zeit, geprägt durch eine extreme Polarisierung und politische Ideologisierung breiter Teile der Bevölkerung.
Saarbrücker Zeitung, 18. 5. 1993. [DWDS]Nach den vorausgegangenen Wechselausstellungen […]mit grafischen Arbeiten von Max Ernst, mit hyperrealistischen Gemälden von Marc Klionsky, mit Fotografien von Andy Warhol und Dennis Hopper, vermittelt nun die Helnwein-Ausstellung einen Querschnitt durch das Schaffen eines Künstlers, „der als genial und umstritten gilt, der zornig und engagiert agiert, der sein Auditorium polarisiert“, so der OB bei der Ausstellungseröffnung.
Berliner Zeitung, 20. 11. 1995. [DWDS]Sollte die Volkspartei tatsächlich im Frühjahr in Madrid die Macht übernehmen, droht so der Rückfall in Polarisierungen, wie sie das Land längst überwunden glaubte – und keineswegs nur in der Autonomiefrage.
Thurm, Ulrich: Mechanosensorik. In: Dudel, Josef u. a. (Hrsg.): Neurowissenschaft. Berlin 1996, S. 336. [DWDS]Zur Polarisierung gehört bei allen Haarzellen auch die zum Zilium gerichtete rampenförmige Zunahme der Länge der Stereovilli.
Hars, Wolfgang: Nichts ist unmöglich! Lexikon der Werbesprüche. München 2001 [1999], S. 147. [DWDS]Die merkwürdige Alternative zwischen Opel und Mercedes, Pardon, Freiheit und Sozialismus polarisierte wie kaum eine andere Politparole der Nachkriegsjahre das Wahlvolk.
Kurz, Robert: Schwarzbuch Kapitalismus. Frankfurt a. M. 1999, S. 14. [DWDS]Denn dieser abstrakte Durchschnittswert läßt völlig unberücksichtigt, daß der Marktwirtschaft grundsätzlich die Tendenz innewohnt, die Gesellschaft zu polarisieren.
Rhein-Zeitung, 14. 12. 2024. [DWDS]Der Wolf polarisiert: Nachdem der Tierarzt Michael Weiler als Referent in besagter Veranstaltung zugespitzte Thesen zu den Gefahren durch die Rückkehr des Raubtiers präsentierte, werfen Naturschützer ihm im Gegenzug Hetze und Stimmungsmache vor.
Aachener Zeitung, 11. 1. 2025. [DWDS]Die Verbreitung von Fake News und die Polarisierung der öffentlichen Debatte durch die Sozialen Medien bedrohen die Glaubwürdigkeit der Medien.