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Wortgeschichte zu

Kolonie

Politik & Gesellschaft

Kurz gefasst

Kolonie geht auf das lateinische colonia, Siedlung, Niederlassung, zurück. Im Deutschen begegnet das Wort seit Beginn der Neuzeit und bezeichnet nun neu entdeckte, überseeische Gebiete. Neben der auf diese ebenso wie auf das Altertum bezogenen Bedeutungen findet das Wort im Verlauf des 18. sowie insbesondere des 19. Jahrhunderts auch in andere gesellschaftliche Teilbereiche Eingang und wird dementsprechend auf unterschiedliche Formen von Ansiedlungen (z. B. Künstlerkolonien, Armenkolonien) übertragen.

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Wortgeschichte

Zwischen Siedlungswesen und Machtpolitik

Das semantische Spektrum des Wortes Kolonie umfasst neben einer genuin machtpolitischen auch eine weitere, auf das Siedlungswesen im Allgemeinen abzielende Bedeutungsdimension. Sie kommt etwa in entsprechenden Bezeichnungen für Schrebergarten- bzw. Kleingartenkolonien, aber auch in Wortbildungen wie VillenkolonieWGd oder Künstlerkolonie zum Tragen.

Coloniae. Wortherkunft

Das Wort Kolonie ist sprachhistorisch auf das lateinische colonia zurückzuführen, das Siedlung, Niederlassung bedeutet. Colonia leitet sich vom Verb colere, bebauen, pflegen, ab und ist eng mit cultura Bearbeitung, Pflege, Ackerbau verwandt. Bereits im Altertum dienen coloniae der Sicherung der militärischen und politischen Herrschaft Roms. Unterschieden werden können zwei grundlegende Formen der coloniae: die an der italienischen Küste gelegenen Bürgerkolonien (coloniae civium Romanorum) einerseits, deren Kolonisten Vollbürger sind, und die lateinischen Kolonien (coloniae Latinae) andererseits, die Festungen an der Grenze oder im Feindesland sind und deren Einwohner ihr römisches Bürgerrecht verlieren (vgl. Galsterer 2006, online). Im Mittelalter spielen Kolonien in diesem Sinn keine nennenswerte Rolle.

Überseeische Kolonien. Die neuzeitliche, machtpolitisch-expansionistische Bedeutungsdimension

Das ändert sich mit dem Beginn des Zeitalters der Expansion, das eng mit Christoph Kolumbus’ Überfahrt nach Amerika 1492 und Vasco da Gamas Entdeckung des Seewegs durch den indischen Ozean 1498 verbunden ist. Zu dieser Zeit tritt auch das Wort Kolonie wieder in Erscheinung. Zunächst noch in der ursprünglichen, auf die römischen coloniae bezogenen Bedeutung, tritt das Wort im neuzeitlichen Sprachgebrauch erstmals im Verlauf des 14. Jahrhunderts im Französischen auf (vgl. TLFi unter colonie). Nach und nach erhält es dann sein machtpolitisch-expansionistisches Profil: Die neuzeitliche Bedeutung für Kolonie, das sich nun auf neu entdeckte, überseeische Gebiete bezieht (1631a, 1792), entsteht im Verlauf des 16. Jahrhunderts zunächst in neulateinischen und italienischen Texten, dann auch in den anderen europäischen Sprachen (vgl. 3OED unter colony, n.). Die ursprüngliche, auf römische Kolonien bezogene Bedeutung bleibt dabei parallel zu der neuen Bedeutung weiter bestehen (1758, 1811). Im Deutschen bleibt zudem auch im nunmehr auf die Eroberung überseeischer Territorien durch europäische Mächte ausgerichteten Wort, das die Bedeutungsaspekte Neugründung (1631b, 1756) ebenso wie Siedlung bzw. Gemeinwesen (1631c) trägt, die ursprüngliche Bedeutung von colonia als Niederlassung bzw. Neugründung weiter präsent. Diese spiegelt sich auch in den im Laufe des 19. Jahrhunderts geprägten Komposita Pflanzungskolonie und Ackerbaukolonie noch wider (1809, 1900). Ein Spezifikum der deutschen Sprache ist schließlich die Prägung des Synonyms SchutzgebieteWGd (1898a, 1913a) für die deutschen Kolonien durch Bismarck.

Die machtpolitisch-expansionistische Bedeutungsdimension des Wortes bleibt dann, einmal ausgebildet, über die Jahrhunderte bis in die Gegenwart stabil (vgl. exemplarisch 1682, 1792, 1859, 1875, 1966, 2017a). Kolonie meint hier eine dauerhafte oder temporäre Ansiedlung in einem fremden, meist überseeischen Land, die zumeist in einer hierarchischen, meist politischen und/oder wirtschaftlichen Beziehung zum Mutterland steht und die – insbesondere was den Grad der Abhängigkeit betrifft – unterschiedlich ausgestaltet werden kann (vgl. Brasch 2017, 27). Was sich allerdings ändert, ist die Bewertung des Kolonialismus als etwas zu Befürwortendes oder aber Abzulehnendes, was Auswirkungen auf die Konnotationen des Wortes Kolonie hat. So gab es bereits vor und während der Zeit des europäischen, darunter auch des deutschen, Kolonialismus und Imperialismus kolonialkritische Stimmen in wechselnder Intensität. Die dominante Deutung von Kolonialismus als etwas Abzulehnendes hingegen bildet sich erst vor dem Hintergrund der Dekolonisation und wohl auch der postkolonialenWGd Theoriebildung im Verlauf des 20. Jahrhunderts aus (1997a). Sie hat Rückwirkungen auf die Konnotation der entsprechenden Wörter des Wortfeldes – Kolonialismus etwa wird mit der Konnotation abwertend im Wörterbuch der Gegenwartssprache aufgenommen (WDG , 3, 2148DWDS; siehe auch KolonialismusWGd).

Übertragungen

Neben der auf das Altertum und der auf neu entdeckte, überseeische Territorien bezogenen machtpolitisch-expansionistischen Bedeutungsverwendung findet Kolonie im Verlauf des 18. sowie insbesondere des 19. Jahrhunderts auch in andere gesellschaftliche Teilbereiche Eingang. Im 18. Jahrhundert kann das Wort zunächst schlicht eine Gruppe von Menschen bezeichnen, ohne dabei zugleich an den Siedlungsaspekt gebunden zu sein oder ökonomische oder politische Implikationen zu haben (1726, 1785). Diese Verwendung ist heute nicht mehr gängig.

Im engeren Sinn an den Siedlungsaspekt gebunden ist dann die Verwendung für ganz unterschiedliche Formen von Siedlungen innerhalb und außerhalb Europas ebenso wie für ihre Einwohner (vgl. auch 3OED unter colony, n.). In Deutschland werden seit dem Beginn des 18. Jahrhunderts zunächst vor allem das jeweilige Siedlungsgebiet sowie der soziale Verband der Hugenotten, die als Glaubensflüchtlinge aus Frankreich an verschiedene Orte Deutschlands kommen, als französische Kolonie bezeichnet (1703, 1898b). Seit etwa 1900 wird Kolonie auch für Stadtteile oder abgegrenzte Gebiete mit bestimmten Merkmalen verwendet, etwa im Fall von Villenkolonie (1913b) oder Kleingartenkolonie (1937).

Anknüpfend an die Bedeutungen Neugründung und Siedlung wird Kolonie in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts von der sich formierenden Ökonomie aufgegriffen. Das Wort bezieht sich hier zunächst auf planmäßig neu gegründete Ackerbausiedlungen an vorher aufgrund der Bodenbeschaffenheit nicht bestellten Gebieten, deren Boden allererst urbar gemacht wird (1781).

An der Schnittstelle von Ökonomie und Sozialwesen zu verorten ist die Wortprägung ArmenkolonieWGd der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Diese Form der Koloniegründungen innerhalb Deutschlands zielt darauf ab, sozial Schwache wieder in Arbeit zu bringen; zugleich wohnt ihr ein erzieherischer Aspekt inne (1835). Hierfür wird auch die Wendung innere Kolonie geprägt (vgl. etwa den entsprechenden Hinweis im Eintrag Colonien in 5Pierer 4, 272–277), die zugleich den Übergang zur inneren Kolonisation markiert (vgl. auch KolonisationWGd). In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wird Armenkolonie durch ArbeiterkolonieWGd, ebenfalls mit sozialem und erzieherischem Impuls, ersetzt. Daneben werden am Ende des 19. und beginnenden 20. Jahrhundert auch solche Siedlungen, die Fabrikanten zur Unterbringung ihrer Arbeiter errichten lassen, als Arbeiterkolonien bezeichnet – so zum Beispiel die Arbeiterkolonie Margarethenhöhe in Essen (1899).

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begegnen Bezeichnungen, die Siedlungen in überseeischen, insbesondere südamerikanischen Gebieten, als Kolonie bestimmen, die gleichwohl nicht im machtpolitischen Sinn Kolonien sind. Diese Verwendungen von Kolonie sind am Übergang zwischen einer nur auf den Siedlungs- und Sozialverband referierenden Bedeutung einerseits und einer auf den Auswanderungs- bzw. Kolonialdiskurs bezogenen Lesart andererseits zu verorten. Das vielleicht bekannteste Beispiel ist die Kolonie Blumenau in Brasilien (1869, 1906). Zwar ist zunächst und in heutigen Verwendungen auch wieder eine Siedlung gemeint, in der Menschen gleicher Nationalität leben; vor allem zu Zeiten des deutschen Kolonialismus ist mit den südamerikanischen Gebieten aber – so etwa bei Friedrich Fabri – zugleich die Idee verbunden, über eine gezielte Auswanderungspolitik langfristig auch in die politische Verantwortung zu kommen und so die Herrschaft über das Land zu erreichen (vgl. hierzu etwa Fabri 1879).

Nicht zuletzt bezeichnet Kolonie unterschiedliche Gruppen gleichgesinnter Menschen, die gemeinsam leben und arbeiten, so insbesondere Künstlerkolonien und Lebensreformkolonien. Künstlerkolonie, verstanden als eine Gruppe gleichgesinnter Künstler, die wie etwa in Worpswede zusammen lebt und arbeitet, ist eine Wortbildung, die mindestens zu Beginn des 19. Jahrhunderts bereits nachzuweisen ist (1827, 1863) – auch wenn diese mit Koloniegründungen um 1900 en Vogue ist. Reformkolonien (1997b) hingegen treten erst um 1900 auf: Lebensreformkolonie bezeichnet eine Gruppe von Menschen, die der modernen Gesellschaft gegenüber kultur- und sozialkritisch eingestellten sind, zusammen leben und so alternative Lebensformen erproben, wie beispielsweise auf dem Monte Verità (2012, vgl. auch 1917). In beiden Fällen verweist Kolonie zugleich auf den Ort ihres Wirkens selbst.

Kolonie in den Naturwissenschaften

Mitte des 19. Jahrhunderts wird Kolonie in verschiedene naturwissenschaftliche Teildisziplinen übernommen, so im europäischen Sprachraum zunächst in die Botanik und die Geologie (1849, 2017b; vgl. auch BioConcepts unter colony), dann mit der Übertragung auf Einzeller wie etwa Bakterien in der Mikrobiologie (1878) und mit der Übertragung auf die Tierwelt in der Zoologie (1866, 2017c).

Anna S. Brasch

Literatur

BioConcepts BioConcepts. The Origin and Definition of Biological Concepts. A Multilingual Database. (biological-concepts.com)

Brasch 2017 Brasch, Anna S.: Moderne – Regeneration – Erlösung. Der Begriff der „Kolonie“ und die weltanschauliche Literatur der Jahrhundertwende. Göttingen 2017.

Fabri 1879 Fabri, Friedrich: Bedarf Deutschland der Colonien? Eine politisch-ökonomische Betrachtung. Gotha 1879.

Galsterer 2006 Galsterer, Hartmut: Coloniae. In: Brill’s New Pauly, Antiquity volumes edited by: Hubert Cancik and Helmuth Schneider, English Edition by: Christine F. Salazar, Classical Tradition volumes edited by: Manfred Landfester, English Edition by: Francis G. Gentry. Online zuerst: 2006. (doi.org)

3OED Oxford English Dictionary. The Definite Record of the English Language. Kontinuierlich erweiterte digitale Ausgabe auf der Grundlage von: The Oxford English Dictionary. Second Edition, prepared by J. A. Simpson and E. S. C. Weiner, Oxford 1989, Bd. 1–20. (oed.com)

5Pierer Pierer’s Universal–Lexikon der Vergangenheit und Gegenwart oder Neuestes encyclopädisches Wörterbuch der Wissenschaften, Künste und Gewerbe. Fünfte, durchgängig verbesserte Stereoty-Auflage. Bd. 1–19. Altenburg 1867–[1873].

TLFi Trésor de la language française informatisé (Trésor de la language française, sous la direction de Paul Imbs/George Quemada. Bd. 1–16, Paris 1972–1994). (atilf.fr)

WDG Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache. Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Institut für deutsche Sprache und Literatur. Herausgegeben von Ruth Klappenbach und Wolfgang Steinitz. Bd. 1–6. Berlin 1964–1977.

Belegauswahl

Jtem wie die Hollaͤndiſche Armada die Statt Sanct Salvator zuſamt dem Hafen Totos los Sanctos erobert vnd wider verloren/ beneben einſprengung allerhand erzehlungen/ vom zuſtand Virginiæ, deß Newen Engellands/ vnd anderer Engliſchen Colonien.

Gottfried, Johann Ludwig: Newe Welt Vnd Americanische Historien […]. Frankfurt (Main) 1631, unpag. Vorrede. (deutschestextarchiv.de)

Auff zwantzig meilwegs hinein iſt die vornembſte Anfuhrt oder Hafen Chiſapeak genant/ vnd darbey ein Colonien oder Pflantzung/ zwiſchen welchen iſt ein[…]Anmerkung: Beſiehe die Landtafel Capitaͤn Schmidts. ſo groſſes Land/ darinnen wol in die 300000. Menſchen wohnen/ vnd jre Vnterhaltung haben koͤnten/ hievon wolleſtu ſehen die Beſchreibung meiner Landtaffel/ vnd derſelbigen Beſchreibung vnter meinẽ Namen im Truck außgangen.

Gottfried, Johann Ludwig: Newe Welt Vnd Americanische Historien […]. Frankfurt (Main) 1631, S. 187. (deutschestextarchiv.de)

Es haben die Engellaͤnder nunmehr vier oder fuͤnff Colonien oder Gemeynden dahin gefuͤhret/ vnd erfriſchen vnd ſtaͤrcken dieſelbige von Jahr zu Jar vnd je laͤnger je mehr/ alſo daß ſie nun viel Feſtung/ Haͤuſer vnd etliche Doͤrffer allda auffgebawet haben.

Gottfried, Johann Ludwig: Newe Welt Vnd Americanische Historien […]. Frankfurt (Main) 1631, S. 197. (deutschestextarchiv.de)

Daß Spanier/ Portugeſen/ Franzoſen/ Engellaͤnder/ Hollaͤnder/ Schweden und andere Nationen in Weſt-Indien Colonien haben/ ihre arme Leuth und Underthanen auff eine Zeit hin ſchicken/ und ſich dort bereichern laſſen/ auch von dannen nach ihrem Land Handel und Wandel treiben/ das iſt weißlich und wol gethan.

Becher, Johann Joachim: Närrische Weißheit Und Weise Narrheit […]. Frankfurt 1682, S. 100[99]–101[100]. (deutschestextarchiv.de)

Wir nehmen von demſelben allein aus die Mitglieder Unſerer Reformirten Frantzoͤſiſchen Colonie in Unſerer Stadt Hameln/ als welchen/ Krafft ihrer von Unſers in GOtt ruhenden Herrn Vaters Gnaden habenden/ und von Uns beſtaͤtigten abſonderlichen Privilegien/ erlaubet iſt/ und biß zu unſerer anderweiten Verordnung erlaubet bleibet/ mit denen Waaren/ die zu Hameln von iemand/ der zu ſolcher Colonie gehoͤret/ gemachet und zubereitet worden/ ſie ſeyn von was Art ſie wollen/ keines Weges aber mit andern zu Hameln nicht fabricirten Waaren/ in unſern Landen allerends in- und auſſerhalb der Jahr-Maͤrckte/ ins Groß und Stuͤckweiſe frey zu handeln.

Geise, Heinrich Anton: Teutsches Corpus Juris […]. Hannover 1703, S. 84. (deutschestextarchiv.de)

Die Gallier schicken Colonien nach Teutschland.

Mascov, Johann Jakob: Geschichte der Teutschen bis zur Fränckischen Monarchie in Zehn Büchern verfasset. Bd. 1. Leipzig 1726, S. 1.

Unter denen europaͤiſchen Nationen aber, welche ihre Seehandlung bis in die andern Welttheile treiben, ſind die Portugieſen, Spanier, Hollaͤnder, Englaͤnder, Daͤnen, und Franzoſen deswegen vor den uͤbrigen beſonders zu merken, weil ſie eigene Pflanzſtaͤdte oder Colonien außer Europa errichtet haben, und noch beſitzen.

Ludovici, Carl Günther: Eröffnete Akademie der Kaufleute […]. Fünfter Theil. T bis Z. nebst einem dreyfachen Anhange. Leipzig 1756, S. 382. (deutschestextarchiv.de)

Und es ist ohnehin aus den alten Römischen Geschicht-Schreibern bekannt, daß die Colonien oder Pflantz-Städte, welche die Römer ehemals in Teutschland, sonderlich um den Rhein und um die Donau herum, angeleget haben, mehrentheils Schantz-Städte oder Festungen gewesen, dadurch sie, die anwohnende Teutschen im Zaum zu halten, getrachtet haben.

Schenck, Gottfried Anton: Geschicht–Beschreibung der Stadt Wißbaden, aus bewährten Schriften und zuverlässigen Nachrichten verfasset. Frankfurt (Main) 1758, S. 40. (deutschestextarchiv.de)

Der Koͤnig bewilligte dazu 195000 Rthlr. Es ward 1773 der Anfang gemacht, und in 4 Jahren voͤllig geendiget. Durch dieſe Anlage ſind theils dadurch, daß der Rhyn, die Doſſe und Jaͤgelitz aufgeraͤumt, gerade fortgeleitet, und mit Teichen eingeſchloſſen, theils durch verſchiedene Abzugs und Nebengraͤben 8750 Morgen ganz wuͤſten Bodens abgetrocknet, von Geſtraͤuche und ſtarken Elſenbuſch gereinigt, gerottet und in einem Bezirk von etlichen Meilen 310 auslaͤndiſchen Familien an Hollaͤndern, Hopfgaͤrtnern und Buͤdnern, in eigenen fuͤr ſie erbauten Haͤuſern und mit dem ihnen noͤthigen Vieh angeſetzt worden, wodurch folgende Colonien entſtanden ſind: 1) Friedrichdorf von 20 Haͤuſern und 28 Familien; 2) Friedrichsbruch von 14 Haͤufern und 14 Familien; 3) Großderſchau von 24 Haͤuſern und 24 Familien; 4) Kleinderſchau von 20 Haͤuſern und 20 Familien; 5) Guͤlitz von 8 Haͤuſern und 16 Familien; 6) Brenkenhof von 8 Haͤuſern und 8 Familien; 7) Neugarz von 10 Haͤuſern und 10 Familien; 8) Schoͤnfeld von 11 Haͤuſern und 11 Familien; 9) Neukoppenbruͤgge von 9 Haͤuſern und 9 Familien; 10) Siegrothsbruch von 32 Haͤuſern und 32 Familien; 11) Gieſenhorſt von 33 Haͤuſern und 33 Familien; 12) Zielensaue von 8 Haͤuſern und 8 Familien; 13) Bartſchendorf von 40 Haͤuſern und 40 Familien; 14) Michaelisbruch von 14 Haͤuſern und 14 Familien.

Rössig, Carl Gottlob: Versuch einer pragmatischen Geschichte der Ökonomie- Polizey- und Cameralwissenschaften seit dem sechzehnten Jahrhunderte bis zu unsern Zeiten. Deutschland. Erster Theil. Leipzig 1781, S. 74–75. (deutschestextarchiv.de)

Der Anfuͤhrer einer Colonie oder Horde, dem Menſchen wie Thiere folgten, bediente ſich uͤber ſie gar bald des Menſchenrechts uͤber die Thiere.

Herder, Johann Gottfried von: Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit. Zweiter Theil. Riga 1785, S. 255. (deutschestextarchiv.de)

Es beſezt daſſelbe mit Einwohnern, die es anbauen, und fortdauernd ihm angehoͤrig und unterwuͤrfig bleiben. In dieſer Ruͤkſicht nennt man dies Land eine Colonie, und den Handel mit demſelben den Coloniehandel. Solche Handlungs-Colonien ſind allererſt in neueren Zeiten entſtanden, ſeitdem die Seefahrt ſich ſo ſehr erweitert hat, und durch dieſelbe ſolche Naturproducte bekannt worden ſind, die das Altertuhm nicht kannte, oder noch nicht zu ſeinen Beduͤrfniſſen rechnete. […]Durch dieſe Colonien wird alſo jezt eine ungeheure Maſſe von Producten in den Handel gebracht, welche derſelbe in der Vorzeit nicht kannte. Das Land, welchem die Colonie angehoͤrt, nennt man das Mutterland, im Engliſchen Mother-Country, und im Franzoͤſiſchen Metropole.

Büsch, Johann Georg: Theoretisch-Praktische Darstellung der Handlung in deren mannigfaltigen Geschäften. Erster Teil. Hamburg 1792, S. 150. (deutschestextarchiv.de)

Frankreich hat ſich uͤberhaupt in drey Arten von Colonien verſucht, Handels-, Ackerbauund Pflanzungscolonien.

Heeren, Arnold H. L.: Handbuch der Geschichte des Europäischen Staatensystems und seiner Kolonien, von der Entdeckung beyder Indien bis zur Errichtung des Französischen Kayserthrons. Göttingen 1809, S. 253. (deutschestextarchiv.de)

Wahrſcheinlich als eine Abfindung ſtatt der Theilung, wurden aber auch von Rom als dem Haupt des Bundes, latiniſche Colonieen geſtiftet: Staͤdte, bey deren erſten Anſiedelung Latiner und Roͤmer berechtigt waren die Buͤrger zu bilden, und bis zur Erfuͤllung der geſetzlich beſtimmten Zahl der Landloſe bey dem Magiſtrat der fuͤr die Einrichtung der Colonie ernannt war Aufnahme zu fordern.

Niebuhr, Barthold Georg: Römische Geschichte. Erster Theil. Berlin 1811, S. 302. (deutschestextarchiv.de)

Zu verſchiedenen Zeiten finden ſich Spuren von Verbreitung byzantiniſcher Kunſtarbeiten und Fabrikate […]Anmerkung: Vielleicht dient es, hier an eine etwas neuere Begebenheit zu erinnern, Witechind. ann. lib. III. (ed. Meibom. p. 659.). — „Otto (I.) legatos suscipit Romanor. Graecor. Saracenorumque, per cosque dies diversi generis munera, vasa aurea et argentea, aerea quoque et mira varietate operis distincta vitrea, vasa eburnea etiam etc.“ , von Verſetzung einzelner Kuͤnſtlercolonieen in den Weſten.

Rumohr, Carl Friedrich von: Italienische Forschungen. Erster Theil. Berlin 1827, S. 315. (deutschestextarchiv.de)

Der Staat muß ſich aber ſtets die Aufſicht vorbehalten. Man hat übrigens in den Staaten je nach den Gründen der Armuth und nach den Verhältniſſen der armen Perſonen folgende verſchiedene Einrichtungen zur Verſorgung der Armen: […]a) Armentaxen, d. h. geſetzlich gebotene Steuern zur Unterſtützung der Armen. Dieſe Einrichtung hat ſich, namentlich in England und Schottland, ſchlecht bewährt, aber nicht ſowohl an ſich, als vielmehr wegen der ſchlechten Verwaltung in Betreff der Dürftigkeit und Würdigkeit der Armen, wodurch meiſtens aus der Unterſtützung eine Erniedrigung des Lohns zum Beſten der Fabrikherrn verurſacht und die Arbeiter zu Müſſiggängern, Verſchwendern und Starrköpfen gemacht wurden1). b) Armencommiſſionen in Gemeinden zur Unterſtützung arbeitsloſer Armen von Kraft und Geſchicklichkeit im Aufſuchen von Verdienſt und Beſchäftigung. Dieſe Einrichtung iſt ſehr zweckmäßig, ſo wie die folgende. c) Armenarbeiten, d. h. Beſchäftigung der Armen in ihren eigenen Häuſern gegen Lohn, wozu man ihnen das Rohmaterial liefert. Der Abſatz ſolcher Producte iſt erſchwert, weil ſie die Concurrenz anderer nicht wohl aushalten können. Allein Ausloſungen ſind um ſo mehr anzuempfehlen, als dadurch Gelegenheit zu nützlichen Wohlthaten gegeben wird2). d) Arbeitshäuſer, und zwar aus leicht einzuſehenden Gründen, ſowohl freie als Zwangsarbeitshäuſer. Letztere gränzen an die Straf- und Beſſerungsanſtalten und haben daher eine ſtrenge Disziplin. Ihre Koſten ſind ſehr groß, ihre Ausdehnung muß ſehr weit ſein, wenn ſie viel nützen ſollen; aber die Behandlung und Beſchäftigung der Arbeiter, um ſie nach der Entlaſſung noch arbeitſam zu erhalten, iſt ſehr ſchwer3). e) Armencolonien, indem man Arme ſammt Familie auf einer Colonie ſich anſiedeln läßt, ihnen das Capital zum Betriebe verſchiedener Gewerbe gegen die Verpflichtung der Verzinſung und allmäligen Abzahlung übergibt und ſie wegen Fleiß und Sittlichkeit genau unter Aufſicht hält4).

Baumstark, Eduard: Kameralistische Encyclopädie. Handbuch der Kameralwissenschaften und ihrer Literatur für Rechts- und Verwaltungs-Beamten, Landstände, Gemeinde- Räthe und Kameral-Candidaten. Heidelberg 1835, S. 654. (deutschestextarchiv.de)

Bei den einzelligen Algen sind die Zellen entweder einzeln […]; oder sie sind in Colonien vereinigt, welche leicht in einzelne Zellen zerfallen […].

Nägeli, Carl: Gattungen einzelliger Algen physiologisch und systematisch bearbeitet. Zürich 1849, S. 3. (hathitrust.org)

Roſcher faßt nämlich die Kolonieen aus einem vierfachen Geſichtspunkte auf: nämlich als: 1) Eroberungs-Kolonieen, in welchen Ausbeutung des Landes durch ſtrenge Beherrſchung deſſelben und ſeiner Bewohner beabſichtigt ſei; 2) Handels-Kolonieen, einerſeits zum Einkaufe von dortigen Erzeugniſſen und Handelsartikeln, anderer Seits zum Abſatze und zur Vertreibung von Waaren beſtimmt; 3) Ackerbau-Kolonieen, nach welchen Auswanderung geleitet und von welchen der Kauf von Gewerbeerzeugniſſen des Mutterlandes erwartet werde; endlich 4) Plantagen-Kolonieen, zum Bau von tropiſchen Gewächſen, in der Regel mittelſt Sclaven.

Mohl, Robert von: Encyklopädie der Staatswissenschaften. Tübingen 1859, S. 571. (deutschestextarchiv.de)

Die böhmische Schule blühte unter Kaiser Karl IV. (1346–1378), als eine deutsche Künstlerkolonie in einem slavischen Lande unter dem Statut von 1348 als zunftmässige Bruderschaft gestiftet, nicht frei von ältern böhmischen Einflüssen.

Schauberg, Joseph: Vergleichendes Handbuch der Symbolik der Freimaurerei. Band III. Schaffhausen 1863, S. 443. (deutschestextarchiv.de)

Das ist der Fall insbesondere bei den Cestoden unter den Würmern, und bei den Siphonophoren unter den Coelenteraten, Thiercolonieen, welche man früherhin allgemein für einzelne Individuen hielt, während man die individuellen Bestandtheile der Colonie als Organe ansah.

Haeckel, Ernst: Generelle Morphologie der Organismen. Bd. 1. Berlin 1866, S. 257.

Das Verlangen nach näheren Mittheilungen über die Naturgeſchichte dieſer Urwaldbewohner wurde, ſoweit es ihm unter den beſchränkten Verhältniſſen eines mit der Art ſich anſäſſig machenden Auswanderers möglich war, durch unſeren Freund Fr. Müller befriedigt, der dreizehn Arten der merkwürdigen Landplanarien theils in der Nähe der Colonie Blumenau, theils in Desterro beobachtete.

Brehm, Alfred Edmund: Illustrirtes Thierleben. Eine allgemeine Kunde des Thierreichs. Sechster Band. Hildburghausen 1869, S. 737. (deutschestextarchiv.de)

Eine andere friedlichere Form solcher Landnahme ist die Ansiedlung von politischen Genossenschaften in einem unbewohnten Land oder in einem wenig cultivirten Lande in der Absicht, da einen neuen Stat zu gründen. Manche Colonien der Europäer in fremden Welttheilen haben diesen Charakter.

Bluntschli, Johann Caspar: Allgemeine Statslehre. Fünfte umgearbeitete Auflage des ersten Bandes des Allgemeinen Statsrechts. Stuttgart 1875, S. 306. (deutschestextarchiv.de)

Gewöhnlich wird von erheblicheren Mikrokokkenanhäufungen auf der Wundoberfläche berichtet, die indessen nur bei grösseren Wunden in Betracht kommen können; während in inneren Organen nichts weiter als miliare Bakteriencolonien, oft in geringer Zahl gefunden wurden.

Koch, Robert: Untersuchung über die Aetiologie der Wundinfectionskrankheiten. Leipzig 1878, S. 25. (deutschestextarchiv.de)

2. Die Kolonieen, die auch als sogenannte Schutzgebiete (oben § 6 IV) zu dem Mutterland nicht in völkerrechtlicher, sondern in staatsrechtlicher Beziehung stehen, allen andern Staaten gegenüber Ausland sind und durch das Mutterland völkerrechtlich vertreten werden. An diesem Verhältnis ändert auch die weitestgehende, den Kolonieen eingeräumte Autonomie nichts.

Liszt, Franz von: Das Völkerrecht. Berlin 1898, S. 47–48. (deutschestextarchiv.de)

Beide ſchrieben ein elegantes Franzöſiſch in geſchickter Diction, während Herr von Manteuffel in der Herſtellung diplomatiſcher Aktenſtücke hauptſächlich auf die hausbackne Tradition ſeiner Beamten von der franzöſiſchen Kolonie in Berlin angewieſen war.

Bismarck, Otto von: Gedanken und Erinnerungen. Erster Band. Stuttgart 1898, S. 93. (deutschestextarchiv.de)

Auf Einladung des Fabriksbeſitzers wird Se. Majeſtät die Fabriksanlagen — Gießerei, Schmiede, Patronenfabrik, Beſteckſabrik, Sanitätsſtation, Verſilberung — die Arbeitercolonie Margarethen, ein Arbeiterhaus, das Bad, die Knaberfeuerwehr, die Haushaltungsſchule und den Leſeſaal beſichtigen.

N. N.: Nr. 219, 26. 9. 1899. In: Reichspost. Wien 1899, S. 10. (deutschestextarchiv.de)

Volkswirtſchaftlich unterſcheidet man hauptſächlich: Handelskolonien, Ackerbaukolonien und Pflanzungskolonien, wobei je der in der Kolonie vorangeſtellte wirtſchaftliche Zweck den Namen beſtimmt; die Handelskolonien ſind oft ſehr klein, beſtehen nur aus Faktoreien; die Ackerbaukolonien der Europäer müſſen gemäßigtes Klima und Raum für Siedlungen haben; die Pflanzungs-(Kultivations-)Kolonien liegen im heißen Klima, ſuchen mit eingeborenen Arbeitskräften die Produkte des Südens zu erzeugen, dem Kapital und den führenden Kräften des Mutterlandes Beſchäftigung und Gewinn zu verſchaffen.

Schmoller, Gustav von: Grundriß der Allgemeinen Volkswirtschaftslehre. Erster größerer Teil. Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Litteratur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft. Leipzig 1900, S. 179–180. (deutschestextarchiv.de)

Blumenau, deutsche Kolonie im südbrasil. Staate Santa Catharina, am Itajahy, 1850 von Herm. Blumenau (1819–99) gegründet, 42.000 E. (30.000 Deutsche).

N. N.: B. In: Brockhaus’ Kleines Konversations-Lexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1906], S. 8961. [DWDS]

Die letzten großen Unruhen von 1903–1907 begannen mit der Auflehnung der im äußersten Süden der Kolonie ansässigen Bondelzwaarts-Hottentotten. Während der größte Teil der Schutztruppe gegen sie ins Feld zog, benutzten die im nördlichen Teil des Schutzgebietes wohnhaften Hereros den günstigen Augenblick zu einem von langer Hand vorbereiteten, aber streng geheimgehaltenen Aufstand, der sich zum opfervollsten Kolonialkrieg entwickelte, den Deutschland bisher geführt hat, und mit der Vernichtung der Hereros endete.

Tewes, Hermann: Menschenrassen und Völkertypen. Material zu geographischen Unterredungen auf der Oberstufe mehrklassiger Volks- und Bürgerschulen. Zugleich eine Erläuterung der gleichnamigen Bilderwerke. Heft 2: Die Menschenrassen. 2. Auflage. Leipzig 1913, S. 71. (deutschestextarchiv.de)

Nach dem Tode ſeines Vaters übernahm er ſein kleines Erbe und machte ſich anſäſſig, verheiratete ſich, verlor aber ſchon nach einem Jahre ſeine Gattin. Nach ſeiner Wiederverheiratung verkaufte er ſein Grundſtück, zog 1891 nach Belgard, wo er bis 1898 als Verſicherungsagent tätig war, und nach kurzem Aufenthalt in Berlin nach Wünsdorf bei Zoſſen, wo er mehrere kleine Landhäuſer erbaute und damit den Grund zu einer Villenkolonie legte.

Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Achter Band. Witzmann bis Zyböri. Nachträge zum 1.-8. Band. Sechste völlig neu bearbeitete und stark vermehrte Auflage. Leipzig 1913, S. 227. (deutschestextarchiv.de)

Niemand hätte dem kleinen Fischerdorf eine so interessante Fremdenkolonie zugetraut, wie sie sich hierbei in den einfachen, aber eleganten Landhäusern auf dem Monte Verità zusammenfand.

Aber Ascona ist heute ein Hauptsitz von Vertretern und Anhängern der okkulten Wissenschaften, und so brachte der Kongreß des »Ordo Templi Orientalis« im August, wenn auch viele Gäste aus England, Österreich, Deutschland und Frankreich ausgeblieben waren, desto nachhaltigeres Leben in die ortsansässigen Zirkel.

Ball, Hugo: Über Okkultismus, Hieratik und andere seltsam schöne Dinge. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1917], S. 9786.

Man kennt aus der Vergangenheit leider viele Kleingartenkolonien, mit denen infolge des wüsten Durcheinanders kein Staat zu machen ist.

Völkischer Beobachter (Berliner Ausgabe), 4. 3. 1937, S. 12. [DWDS]

Das Amt, das 1660 als Rat für ausländische Besitzungen gegründet wurde, wird jetzt aufgelöst.

Da mehr und mehr Kolonien im Laufe der letzten zwei Jahrzehnte unabhängig wurden, hat das Ministerium seinen Sinn verloren.

Die restlichen dreißig Territorien, die noch den Status einer Kolonie haben, werden vom Commonwealth-Ministerium mitverwaltet.

Die Zeit, 5. 8. 1966, Nr. 32 Titel ZEITSPIEGEL

Die Westdeutschen führen sich bei uns auf wie in einer Kolonie!

Jentzsch, Kerstin: Ankunft der Pandora, München: Heyne 1997 [1996], S. 213.

Und war er selbst nicht in der Reformkolonie Eden bei Potsdam seiner Frau Marta begegnet?

Die Zeit, 4. 4. 1997, Nr. 15. [DWDS] (zeit.de)

Hermann Hesse, zweiter Jubilar dieses Sommers, der vor fünfzig Jahren in Montagnola starb, flüchtete 1907, als ihm das Dasein als Erfolgsschriftsteller, Ehemann und Familienvater, aber auch das als Fleischesser und Weintrinker zu beschwerlich wurde, auf den Monte Verità, jene Lebensreformkolonie bei Ascona, wo man splitternackt auf die Berge klettern oder einfach in der Sonne liegen und sich die Haare lang wachsen lassen konnte. Doch nichts, bemerkte Hermann Hesse schnell, ist so anstrengend wie alternative Lebensart als Lebensinhalt!

die tageszeitung, 11. 7. 2012, S. 12. [IDS]

Zur Zeit des Empires waren die Kolonien stets den Interessen der britischen Wirtschaft untergeordnet.

Das kann nie wieder zurückkehren, die alten Kolonien sind heute unabhängige Staaten.

Diese werden gern Handelsverträge mit Großbritannien schließen, doch was für Abkommen dürfen wir von ihnen erwarten, wenn wir allein stehen und sie für eine Rückkehr in das Welthandelssystem dringend brauchen?

Die Zeit, 18. 1. 2017 (online) Titel Verantwortungsloses Träumen vom alten Commonwealth

Eine Labormitarbeiterin hielt meine Algen für Abfall und vernichtete die Kolonien.

Die Zeit, 8. 6. 2017, Nr. 03, ohne Titel

Auf diese Weise lassen sich die Abwanderung individueller Tiere aus etablierten Fledermauskolonien und die Ansiedlung neuer Kolonien auf Dachböden rekonstruieren, ohne dass die Fledermäuse in ihren Quartieren gefangen werden müssen.

Die Zeit, 4. 9. 2017 (online) Titel Umweltveränderungen auf der Spur