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solidarisch

Politik & Gesellschaft

Kurz gefasst

Das zu Beginn des 19. Jahrhunderts aus französisch solidaire übernommene Adjektiv solidarisch tritt zunächst, seiner Entlehnungsgrundlage entsprechend, in rechtlichen Zusammenhängen auf. Aus der rechtlichen Wortverwendung mithaftend entwickelt sich bereits in den 1830er Jahren die bis heute gebräuchliche Lesart gemeinsam für etwas/für jemand anderen eintretend. In dieser Lesart ist es vor allem Fahnenwort des Sozialismus und politisch links zu verortender Bewegungen.

Wortgeschichte

Eine Entlehnung aus dem Französischen

Wie das Substantiv SolidaritätWGd, so ist auch das Adjektiv solidarisch aus dem Französischen übernommen. Entlehnungsgrundlage ist in diesem Fall solidaire (TLFi unter solidaire; vgl. 1DHLF, 2113). Das französische Adjektiv hat vor allem rechtliche Bedeutung (gemeinschaftlich haftend), weist aber bereits zum Zeitpunkt der Entlehnung mit den Lesarten übereinstimmend, verbunden mit etwas/jemandem und eintretend für etwas/jemanden ein breiteres semantisches Spektrum auf, das dann nach und nach auch ins Deutsche übernommen wird.

Das deutsche Wort solidarisch tritt zuerst als Terminus des Rechts in Erscheinung, hier der französischen Vorlage entsprechend mit der Bedeutung gemeinschaftlich haftend, mithaftend (1808a; vgl. 1835, 1848, 1920; für eine genaue zeitgenössische Definition s. 1857). Der ursprünglich rechtliche Ausdruck findet sich allerdings schon seit den 1830er Jahren in Verbindungen, in denen ein metonymischer Übergang von mithaftend zu gemeinsam für etwas/für jemand anderen eintretend vollzogen ist (1834, 1840 1849), später auch eher in Richtung sich mitverantwortlich fühlend (1921). Eine weitere Lesart ist – dem Substantiv enstprechend – übereinstimmend, verbunden mit (1875); diese Lesart findet sich vor allem in spezifisch technischen Zusammenhängen (z. B. solidarische Verzahnungen im Beleg 1831).

Wie das Substantiv SolidaritätWGd, hat auch das Adjektiv ab ca. 1850 eine Monosemierung erfahren. Die Lesart mit anderen mitfühlend, für diese eintretend hat sich als wesentlicher Bedeutungsstrang durchgesetzt (signifikant in der Verbindung sich solidarisch erklären: 1872, 1907, 1971b, 2003b).

In dieser Bedeutung ist solidarisch vor allem ein Fahnenwort des Sozialismus bzw. linker Bewegungen einschließlich der Gewerkschaften (1929, 1971a). Als solches kann es auch eine deontische Bedeutungskomponente enthalten: solidarisch zu sein bzw. zu handeln wird nicht nur positiv bewertet, sondern eingefordert (2025). Es ist aber auch darüber hinaus zu einem Prestigewort des politischen Diskurses geworden, mit dem eine wesentliche Voraussetzung für gesellschaftlichen Zusammenhalt benannt ist (vgl. 2020; s. auch ZusammenhaltWGd). Als Prestigewort kann es auch zur positiv bewertenden Bezeichnung von Sachverhalten genutzt werden, die in irgendeiner Weise als gesellschaftlich bzw. ökologisch fortschrittlich markiert werden sollen, etwa in der namenartigen Verbindung solidarische Landwirtschaft (2003a; vgl. auch den Eintrag Solidarische LandwirtschaftDWDS im DWDS). Das Adjektiv nimmt hier sowie in vergleichbaren Verbindungen mit einem Substantiv für komplexe Handlungen bzw. Sachverhalte die Bedeutung gemeinschaftlich getragen, durch Gemeinschaftsgefühl geprägt an (vgl. auch solidarische Gesellschaft im Beleg 1954 sowie solidarische Ökonomie im Beleg 2000). Solidarisch kann aber auch – ggf. leicht ironisch gefärbt, da der Gebrauch als Prestigewort mitschwingt – Bestandteil der Alltagssprache sein (2004; im Beleg 1971a im Gegensatz zu individualistisch).

Herkunft und Wortbildung

Die Entlehnungsgrundlage französisch solidaire geht ihrerseits auf die (neu)lateinische Verbindung in solidum, in solido für das Ganze, im Ganzen zurück (zu solidus ganz, vollständig). Dabei handelt es sich um einen Terminus des Rechts, der, wie das französische bzw. deutsche Adjektiv, eine gemeinsame Verantwortlichkeit bei der Haftung bezeichnet. In solidum haften (1832) ist daher auch für das Deutsche bezeugt.

Im Hinblick auf seine Wortbildung weist das Adjektiv solidarisch einige Besonderheiten auf. Eigentlich wäre davon auszugehen, dass französisch solidaire, wie andere französische Adjektive auf -aire auch, als solidär ins Deutsche entlehnt worden wäre. Eine solche Entsprechung zwischen französisch -aire und deutsch -är findet sich vielfach, so etwa in den Paaren primaire/primär, réactionnaire/reaktionärWGd oder visionnaire/visionär. Bildungen auf -arisch treten lediglich dann auf, wenn auch ein Substantiv auf -ar vorhanden ist wie im Fall von Exemplar/exemplarisch oder Bibliothekar/bibliothekarisch. *Solidar als eigenständiges Substantiv gibt es zwar nicht; dieses kommt allerdings als Bestimmungswort in Komposita vor, so etwa sehr prominent in dem häufig belegten SolidargemeinschaftWGd, aber auch in zahlreichen juristischen Termini wie etwa Solidargläubiger, Solidarverhältnis oder Solidarhaftung (1808b, 1808c, 1873). Da diese Bildungen früh und auch in vergleichsweise großer Zahl überliefert sind, ergibt sich von dieser Seite her durchaus eine morphologische Motivation für solidarisch.

Literatur

2DFWB Deutsches Fremdwörterbuch. Begonnen von Hans Schulz, fortgeführt von Otto Basler. 2. Aufl., völlig neu erarbeitet im Institut für Deutsche Sprache von Gerhard Strauß u. a. Bd. 1 ff. Berlin/New York 1995 ff. (owid.de)

1DHLF Dictionnaire historique de la langue française, par Alain Rey et al., 3. Aufl. Bd. 1–2. Paris 2000.

DWDS DWDS. Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute. (dwds.de)

TLFi Trésor de la langue française informatisé (Trésor de la langue française, sous la direction de Paul Imbs/Bernard Quemada. Bd. 1–16. Paris 1972–1994). (atilf.fr)

Belegauswahl

Unterlaͤßt ſie dieſe Zuſammenberufung, ſo verliert ſie, kraft des Geſetzes, die Vormundſchaft, und ihr neuer Ehemann iſt fuͤr alle Folgen der widerrechtlichen Beybehaltung ſolidariſch verantwortlich.

Napoleons Gesetzbuch. Code Napoléon. Straßburg 1808, S. 170. (deutschestextarchiv.de)

Der Schuldner hat ſo lange die Wahl, an einen oder den andern der Solidarglaͤubiger zu bezahlen, als nicht einer derſelben durch Anſtellung einer Klage dieſer Wahl zuvorgekommen iſt.

Napoleons Gesetzbuch. Code Napoléon. Straßburg 1808, S. 504. (deutschestextarchiv.de)

Ein Solidarverhaͤltniß auf Seiten der Schuldner iſt vorhanden, wenn deren Verbindlichkeit auf die naͤmliche Sache dergeſtalt gerichtet iſt, daß ein jeder auf das Ganze angegriffen werden kann, und die von einem einzigen geſchehene Zahlung die uͤbrigen in Ruͤckſicht des Glaͤubigers befreyt.

Napoleons Gesetzbuch. Code Napoléon. Straßburg 1808, S. 504. (deutschestextarchiv.de)

Die Hebelarme […]endigen sich naͤmlich nicht mit der Zange, sondern sie sind noch in einem bestimmten Maße verlaͤngert, welches von dem Zwischenraume zwischen den Buͤndeln abhaͤngt, und endigen sich mit einer Verzahnung, welche die Bewegung derselben solidarisch macht, und bewirkt, daß der ganze Kasten senkrecht faͤllt und steigt.

Polytechnisches Journal 40 (1831), S. 334. (bbaw.de)

Solidum, in der Handlung, wenn Alle für Einen und Einer für Alle sich unterschreiben, welches unter der Benennung in solidum ausgedrückt wird. Man sagt daher, in solidum haften, wenn Mehrere sich verbindlich machen bei der Führung eines Geschäftes für Alles, was aus diesem Geschäfte entspringt, zu haften.

Krünitz, Johann Georg/Johann Wilhelm David Korth: Ökonomische Encyklopädie oder Allgemeines System der Staats-, Stadt-, Haus- und Landwirtschaft. In alphabetischer Ordnung. Bd. 155. Berlin 1832, S. 455. (kruenitz1.uni-trier.de)

Die Materie, das Weltliche, überließ das Christentum den Händen Cäsars […]und seiner jüdischen Kammerknechte und begnügte sich damit, ersterem die Suprematie abzusprechen und letztere in der öffentlichen Meinung zu fletrieren – aber siehe! das gehaßte Schwert und das verachtete Geld erringen dennoch am Ende die Obergewalt, und die Repräsentanten des Geistes müssen sich mit ihnen verständigen. Ja, aus diesem Verständnis ist sogar eine solidarische Allianz geworden. […]Nicht bloß die römischen, sondern auch die englischen, die preußischen, kurz, alle privilegierten Priester haben sich verbündet mit Cäsar und Konsorten zur Unterdrückung der Völker. Aber durch diese Verbündung geht die Religion des Spiritualismus desto schneller zu grunde.

Heine, Heinrich: Werke und Briefe in zehn Bänden. Hrsg. von Hans Kaufmann. Bd. 5. 2. Aufl. Berlin/Weimar 1972 [1834], S. 231.

Nur hat die Oppoſition ſtets […], und namentlich im J. 1807., gefordert, ſolche Ausnahmen muͤßten uͤberhaupt ſelten vorkommen […], duͤrften keinen Fundamental-Satz der Verfaſſung angehn, ihre Nothwendigkeit fuͤr die Sicherung des Gemeinwohls muͤſſe jedes Mahl nachgewieſen werden, und daß dieſe Nothwendigkeit nicht durch die Miniſter verſchuldet ſey). Im uͤbrigen uͤberlaͤßt man den Theoretikern die Frage, ob das Miniſterium ſolidariſch hafte […], ſowie den Alterthumsforſchern die andere Frage, ob nicht eigentlich der Geheimerath haften ſolle, nicht das Cabinets-Miniſterium (Hallam).

Dahlmann, Friedrich Christoph: Die Politik, auf den Grund und das Maaß der gegebenen Zustände zurückgeführt. Bd. 1: Staatsverfassung. Volksbildung. Göttingen 1835, S. 101. (deutschestextarchiv.de)

Uebrigens fehlt es selbst unter den Anhängern des Ministeriums nicht an Tadlern der Hartnäckigkeit, womit es diese Frage solidarisch vertheidigte, und auf seiner Ansicht über den 20sten Artikel des Friedenstractats bestand.

Allgemeine Zeitung, 26. März 1840, Nr. 86, S. 683. (deutschestextarchiv.de)

In der Patrie vom 30. Juni befindet sich ein Artikel, worin man mich solidarisch verantwortlich macht für den furchtbaren Kampf, der eben erst Paris verheert. Eine solche Insinuation krönt die Serie von Verläumdungen, die man zum System erhoben hat.

Neue Rheinische Zeitung (Beilage), 9. 7. 1848, Nr. 39, S. [1]. (deutschestextarchiv.de)

Seine Meinung hat jedenfalls im Gesammtministerium nicht Geltung gefunden, und sämmtliche Minister, die, obgleich sie nicht auf einer und derselben politischen Stufe gestanden, doch solidarisch zusammengehalten haben, sind ausgetreten.

Neue Rheinische Zeitung, 1. 3. 1849, Nr. 234, S. [3]. (deutschestextarchiv.de)

Solidarisch, Solidarität (in solidum), Rechtsverhältniß, wobei jeder fürs Ganze berechtigt oder verpflichtet ist gegen Dritte, mit verschiedenartiger Regelung der Theilhaber unter sich.

Herders Conversations-Lexikon. Fünfter Band: S. bis Zytomierz. Freiburg im Breisgau 1857, S. 245. (deutschestextarchiv.de)

[…] will ich nur konstatiren, daß, wenn ich auch über jenen […]von meiner Partei seiner Zeit gestellten, mit Motiven begleiteten Antrag […], über den Grundrechtsantrag des Centrums zur Tagesordnung überzugehen, nicht gesprochen habe, […]was in der That richtig ist, ich dennoch mich mit diesem Antrage und seinen Motiven für vollkommen solidarisch erkläre und daß ich glaube, […]heute ebenso wie bei meinen sämmtlichen Abstimmungen und bei meiner ganzen Wirksamkeit im Reichstage mich genau auf demselben principiellen Boden zu bewegen.

Verhandlungen des Reichstages. Berlin 1872, S. 418. [DWDS] (digitale-sammlungen.de)

Dieses letztere Gesetz stimmt in seinem ersten Hauptstücke, welches die Rechtsverhältnisse der auf das Prinzip der Solidarhaftung der Genossenschaftsmitglieder gegründeten Genossenschaften behandelt, […]von wenigen Abweichungen untergeordneter Bedeutung abgesehen, im Wesentlichen und großentheils selbst wörtlich mit dem Norddeutschen Gesetze vom 4. Juli 1868 überein […], weicht jedoch von letzterem insofern grundsätzlich ab, als es unter dem Namen: „registrirte Gesellschaften“ auch genossenschaftliche Verbindungen mit beschränkter Haftpflicht zuläßt und deren Rechtsverhältnisse durch besondere Vorschriften regelt.

Verhandlungen des Reichstages. Berlin 1873, S. 910. [DWDS] (digitale-sammlungen.de)

Dann wurde Frankreich feierlichst eingeladen, der heiligen Allianz beizutreten, und nachdem dies geschehen, vereinten sich die fünf Großmächte zu einem System, nach dessem Wortlaut sie ihre Interessen für solidarisch erklärten, sich auf’s Neue ihrer gegenseitigen friedlichen Gesinnungen versicherten und zu einem gemeinschaftlichen Handeln […], in Allem was das Staatswohl und was damit zusammenhing betraf, verbanden.

Büchner, Luise: Deutsche Geschichte von 1815 bis 1870. Leipzig 1875, S. 108.

Es mag sein, daß die Beklagten ben Eindruck hatten, die Stuttgarter Buchbindereibesitzer haben die ganze Sache inszeniert […], um sie aus der Arbeit zu drängen, es ist auch möglich, daß diese beschlossen hatten, diejenigen ihrer Angestellten, die sich weigern würden, die „Berliner Arbeit“ zu machen, zu entlassen, und daß sie sich gedacht haben, die organisierten Arbeiter werden sich mit den Entlassenen solidarisch erklären.

Berliner Tageblatt (Abend-Ausgabe), 2. 3. 1907, S. 6. [DWDS]

Er knüpfte an die alten Herrendörfer an, überließ ihnen die Teilung der Feldmark und die Verfügung darüber nach ihrem Belieben und begnügte sich mit der Garantie des Aufkommens der Steuersumme durch solidarische Haftung aller Vollgenossen des Dorfes.

Weber, Max: Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen. In: Weber, Marianne (Hrsg.): Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie. Bd. II. Tübingen 1921 [1920–1921 [zuerst 1920]], S. 127. [DWDS]

Die Arbeiter in Bayern hätten nicht geglaubt, daß sich die Reichsregierung in diesem Falle mir der bayerischen Regierung solidarisch erklären, daß sie sich zum Schleppträger der bayerischen Regierung erniedrigen würde.

Verhandlungen des Reichstages. Berlin 1921, S. 1942. [DWDS] (digitale-sammlungen.de)

Klassengenossen sollen solidarisch sein und kollektiv arbeiten und leben, gewiß.

Tucholsky, Kurt: Nie allein. In: Ders.: Werke – Briefe – Materialien. Berlin 2000 [1929], S. 7163. [DWDS]

„Denn er war unser,“ nicht nur, weil wir Kommunisten das Vermächtnis der großen Kultur aller Epochen bewahren und verarbeiten, sondern weil Lessing in der Tat […]mit einer Reihe von genialen Vorahnungen schon über die bürgerliche Ordnung hinausging und seine Hoffnungen und Sehnsüchte auf eine solidarische Gesellschaft übertrug.

Neue deutsche Literatur 2 (1954), Nr. 1, S. 128. [DWDS]

Karl ist so leistungsmotiviert bei diesem Spiel, daß das ständige Verlieren für ihn sehr frustrierend wirkt, möglicherweise jedoch auch die Einsicht bei ihm vorbereitet, daß solidarisches Gruppenverhalten geeignet ist, individualistisches Leistungsstreben in seiner Wirkung zu übertreffen.

[Autorenkollektiv am Psychologischen Institut der Freien Universität Berlin]: Sozialistische Projektarbeit im Berliner Schülerladen Rote Freiheit. Frankfurt 1971, S. 170. [DWDS]

Ringsum beschuldigen mich einige Leute, daß ich mich nicht solidarisch erkläre, „solidarisch“, seltsames Wort! es ist mir gleichgültig.

Bachmann, Ingeborg: Malina. Gütersloh 1992 [1971], S. 161. [DWDS]

Revelli plädiert für eine „gesellschaftliche Linke“, die jenseits der globalisierten und marktzentrierten Ökonomie eine „solidarische Ökonomie“ mit einem „Kodex der Gegenseitigkeit“ aufbauen sollte.

Die Zeit, 3. 2. 2000, S. 50. [DWDS]

Wir stehen zu einer multifunktionalen, nachhaltigen und solidarischen Landwirtschaft.

Neue Zürcher Zeitung, 18. 3. 2003. [DWDS]

Die Initiative WissenSchafftZukunft von Forschungseinrichtungen und Universitäten in Berlin und Brandenburg hat sich mit den streikenden Studenten solidarisch erklärt.

Berliner Zeitung, 2. 12. 2003. [DWDS]

Rüdiger heulte durchs Haus, die Doggen heulten hinter ihm drein, und im Stockwerk unten dran, bei Clara und Karl, heulte, solidarisch auch sie, die kleine Hobby.

Widmer, Urs: Das Buch des Vater. Zürich 2004, S. 117. [DWDS]

[…]Digitalisierung ist niemals ein abstrakter, rein technischer Vorgang. Im Gegenteil: Digitalisierung ist menschengemacht – und sie sollte uns menschlicher machen! Daran müssen wir unseren Weg durch die digitale Moderne messen. Je freiheitlicher, je menschlicher wir ihn beschreiten, umso mehr werden wir dabei als Gesellschaft aneinanderwachsen: rücksichtsvoll und solidarisch, mündig und nahbar.

Steinmeier, Frank-Walter: Rede von Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier beim Digitaltag der Initiative „Digital für alle“ vor einer Videokonferenz mit den digitalen Dörfern Ovenhausen (Nordrhein-Westfalen) und Betzdorf-Gebhardshain (Rheinland-Pfalz), 19. 6. 2020. [DWDS] (bundesregierung.de)

„Bist du solidarisch, oder bist du ein Arschloch?“, fragt die Linke-Spitzenkandidatin unter Jubel.

welt (online), 21. 2. 2025. (welt.de)